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His Dark Materials: Der Goldene Kompass-Schuber, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber
 
 
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His Dark Materials: Der Goldene Kompass-Schuber, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber [Taschenbuch]

Philip Pullman , Wolfram Ströle , Reinhard Tiffert , Andrea Kann
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (86 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1400 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 13 (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 355135720X
  • ISBN-13: 978-3551357205
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,4 x 8,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (86 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.930 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Philip Pullman
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Genialer Lesestoff!" MÄDCHEN

Kurzbeschreibung

Mehr als 1400 Seiten Fantasie, Spannung und Lesespaß pur in der preiswerten Taschenbuch-Gesamtausgabe der Trilogie "His Dark Materials". Zum ersten Mal im Schuber, mit märchenhaft illustrierten Umschlägen von Dieter Wiesmüller, gestaltet von Kerstin Schürmann.

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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Deutsche Übersetzung schwach, 26. September 2010
Rezension bezieht sich auf: His Dark Materials: Der Goldene Kompass-Schuber, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber (Taschenbuch)
Inhalt dieser Rezension:
1. zur deutschen Übersetzung
2. Rezension des Inhalts
3. Fazit

ZUR DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
========

Die Bewertung (2 Punkte) bezieht sich auf die deutsche Übersetzung (in der Hauptsache von Wolfram Ströle). Buchinhalt und Original hätten von mir nämlich die Höchstpunktzahl 5 (oder gar jenseits davon) erhalten.

Ich habe "Der Goldene Kompass" zunächst auf Deutsch angelesen und war sehr unzufrieden mit der (wie ich finde) holprigen Wortwahl und den knorrigen Satzkonstruktionen. Ein Lesevergnügen wollte sich nicht einstellen. Also habe ich mir die englischsprachige Originalfassung besorgt und war damit ungleich glücklicher.

Die deutsche Fassung schwächelt stark, und ich kann Stimmen verstehen, die die Erzählweise kritisieren. Ich finde sie unglaublich schlecht und sie erweckt bei mir den Eindruck eines schlampigen Erstversuchs. Ich habe mir später auch die beiden anderen Bücher "Das Magische Messer" und "Das Bernsteinteleskop" auf deutsch vorgenommen. Auch hier bekomme ich beim Lesen direkt die Krise - egal welches Kapitel ich versuche.

Beim direkten Vergleich merkt man besonders, wie der originale Erzählfluss durch ein stolperndes Deutsch gehemmt wird. Immer wieder passt für mich ein Satz nicht flüssig an den nächsten oder (unbedacht?) eingestreute Wörter brechen auch innerhalb eines Satzes den Lesefluss auf.

Ein Beispiel:
Ein einzelner Satz wie "When she felt a little cleaner and her thirst was satisfied, she looked up the slope again, to see that Will was awake." wird übersetzt in "Schließlich fühlte sich Lyra ein wenig sauberer, und ihr Durst war gestillt. [PUNKT] Sie drehte sich um. [PUNKT] Auch Will war inzwischen aufgewacht. [PUNKT]" Im Englischen fließt der Text dahin. Im Deutschen bleibt man ständig stehen (deswegen heißt im Englischen der Satzpunkt wohl auch: full stop) und wird sogar noch um Details betrogen. Was spricht dagegen, es folgendermaßen zu übersetzen: "Als Lyra sich sauberer fühlte und ihren Durst gestillt hatte, schaute sie nochmals den Hang hinauf und sah, dass Will aufgewacht war."?

Warum nur diese "gewaltsame" Textverhunzung???

Im gesamten Text findet man größere Umformulierungen, deren Sinn sich mir nicht erschließt, und Elemente der Geschichte werden nicht immer logisch oder im richtigen Zusammenhang übersetzt. Dass die "Spectres" (oder auch "Specters") in den Dark Materials eine besondere Bedeutung haben, dem das deutsche "Gespenst" in keinster Weise entsprechen kann, ist da wieder nur eines von unzähligen Beispielen.

Wenn jemand von Bord eines Schiffes geht, dies aber lediglich als in der Stadt "ankommen" übersetzt wird, ist das eine Simplifizierung des Sachverhalts, der sich in dieser Form durch die ganze Geschichte zieht und auch bei der Sprachverwendung wie Wortwahl und Grammatik zu finden ist. Weiteres Beispiel: "Quit daydreaming and take a sight." wird zu "Träume nicht, sondern schieße." Was soll das?

REZENSION DES INHALTS
========

Dieser Teil der Rezension bezieht sich also auf die englischsprachige Orginialfassung (bzw. die weitgehend identische amerikanische Fassung). Wesentliche Details zum Inhalt der Trilogie "His Dark Materials" (Originalname) von Philip Pullman wurden schon vielfach veröffentlicht, daher will ich diese nicht groß wiederholen, sondern auf Beschreibungen anderer Rezensenten oder die Wikipedia verweisen.

Dies ist also eine Rezension, die sich bemüht, nicht zu viel vom Inhalt der Geschichte preiszugeben. Trotzdem kurz vorab:
Im ersten Band dreht sich die Geschichte im Wesentlichen um Erlebnisse des Mädchens Lyra, die in einer Welt lebt, in der (vereinfacht beschrieben) die Seele eines Menschen in Form eines Tieres außerhalb des menschlichen Körpers lebt. Ab dem zweiten Band kommt ein Junge namens William (oder kurz: Will) dazu, der aus der Welt des Lesers (also unserer eigenen) stammt. Beide Kinder kommen also aus verschiedenen Welten, von denen unzählige "nebeneinander" existieren. Gemeinsam sind sie schließlich hauptverantwortlich dafür, wie sich die Zukunft aller Welten, aller Universen entwickeln wird - zum Guten oder zum Schlechten.

Pullmans Betrachtungsweise der Welt finde ich, ganz schlicht betrachtet, erst einmal interessant und dazu spannend zu lesen. Er greift in seiner Abenteuergeschichte zweier Kinder verschiedene, durchaus reale Aspekte der neuzeitlichen Physik auf und verknüpft sie mit biblisch-religiösen und alternativ-spirituellen Phänomenen. Dabei konstruiert er eine in sich recht stimmige Vielweltentheorie, in der mythologische Erscheinungsformen ebenso ihren Platz finden, wie Hexen, Engel und sogar Gott selbst - obgleich es zu letzterem eine besondere Erklärung/Geschichte gibt, die ich hier nicht verraten möchte.

Nach dem Lesen der "Chroniken von Narnia", in denen mir die omnipräsente christliche Symbolik nicht gefiel, präsentiert sich Pullmans Trilogie, die neben anderen Dingen ebenfalls mit christlichen Ideen durchsetzt ist, erfrischend anders - und dazu noch fantastisch komplex und trotzdem in sich unglaublich stimmig. Philip Pullmann gelingt es, ganz unterschiedliche Disziplinen, wie Physik, Religion, Mythologie, Kulturgeschichte, Ethik und ganz viel mehr derart miteinander zu verweben, dass ich an manchen Stellen beinahe zu glauben geneigt bin: 'Ja, im Kern könnte die Welt und das Leben darin tatsächlich genau so beschaffen sein.' (Dieser Zuspruch für Pullmans Ideen entwickelt sich bei mir auch deshalb, weil ich sowohl in religiös-spirituellen Fragen als auch auf dem Gebiet der Physik durchaus bewandert bin.)

In den "Dark Materials" schafft Pullman eine Welt, in der sich zum Beispiel spirituelle und religiöse Phänomene mit wissenschaftlichen Mitteln erklären lassen - allerdings ist dies eine Wissenschaft, die zwar an die Realität angelehnt, doch in ihren Details frei erfunden ist. In diesem Verflechten von Wissenschaft, Religion, Mythologie, Spiritualität u.v.m. wird aber auch eine typisch strenge wissenschaftlich-technische Betrachtungsweise durch spirituelle Einflüsse aufgeweicht. Unbelebte Materie als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung zeigt plötzlich ein intelligentes Bewusstsein; dafür wird z.B. das, was wir als himmlische Mächte betrachten, entmystifiziert. Diese Dinge versteht Pullman in einer packenden Geschichte zu verarbeiten, in der hauptsächlich die beiden Kinder die Zunkunft der Welt (aller Welten) in den Händen halten.

[Achtung: Vereinzelte Bekanntgabe von Inhaltsteilen (=Spoiler) im folgenden Absatz]
Wie Lyra das Alethiometer (den goldenen "Kompass") liest; wie Will das magische Messer erhält und mit ihm umzugehen lernt; wie die Kinder von einer Welt in die nächste wechseln; wie sie sich selbst und ihre Möglichkeiten weiterentwickeln; wie trotz ihrer besonderen Hilfsmittel nicht alle Probleme ganz leicht gelöst werden können; wie sie, ohne es zu wissen, böse Mächte in die Welten einlassen; wie die "Versucherin" die Welt der Mulefa kennen (und den "Staub" zu sehen) lernt; wie dieser "Staub" für die Erklärung unzähliger Phänomene herangezogen wird; wie der "Staub" sogar in unserer realen Welt als echtes Mysterium unserer Wissenschaftler vorhanden ist; wie Lord Asriel seine Festung gegen die Heerscharen eines himmlischen Imperiums rüstet; wie die Kinder die Totenwelt erkunden, und wie sehr sie und ihre "Seelen" darunter leiden; wie sie den Argwohn gegenüber ihren Begleitern in Freundschaft und Zuneigung ändern; wie sie den Moment des Der-Kindheit-Entwachsen erleben; wie die tiefe Freundschaft unterschiedlichster Wesen zueinander entsteht und eine Gemeinschaft entsteht, die immer und überall füreinander eintritt; wie die Kinder ihre (tiergestaltenen) Seelen zu finden und zu retten versuchen; und wie dies alles als Erzählung miteinander in Einklang gebracht wird...

Dies (und noch viel, viel mehr) macht aus der Trilogie keine einfache Erzählung. Ich halte es vielmehr für ein Kunststück, so eine Welt (resp.: viele Welten) zu erschaffen. Und es ist meines Erachtens auch nicht möglich, nach dem ersten Buch "verstehen" zu wollen, worauf Philip Pullman am Ende hinauswill. "Der Goldene Kompass" ist als Einzelwerk nicht zu begreifen.

Wenn ich es richtig verstehe, haben kirchliche Verbände gerade in den USA zum Teil heftig gegen die "Dark Materials" demonstriert. Im Paralleluniversum des Mädchens Lyra, das sich in großen Teilen recht deutlich von unserem unterscheidet, hat eine dominante Kirche, die mit mittelalterlichen Methoden über die Menschen wacht, keinen besonders sympathischen Stand. In vielen dieser parallelen Universen agiert die institutionelle Kirche fehlgeleitet und im Grunde menschenfeindlich, bzw. sogar entgegen einer Art göttlicher Bestimmung. Dass diese Darstellung den christlichen Kirchen nicht gefällt, ist nachvollziehbar. Doch dass Pullman im Kern ganz vehement FÜR ein moralisches und ethisches Miteinander eintritt, das perfekt zu meinem Bild von christlicher Nächstenliebe passt, fällt wohl bei aller Kritik von christlichen Vereinigungen gerne unter den Tisch.

Weiter zur Erzählung:

Etwas störend empfand ich die Sprünge zwischen verschiedenen Erzählsträngen, besonders in Band 2 und 3. Verschiedene Personen haben unterschiedliche, aber miteinander verknüpfte und einander unterstützende Erlebnisse, denen die... Lesen Sie weiter... ›
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Achtung: Suchtgefahr!, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: His Dark Materials: Der Goldene Kompass-Schuber, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber (Taschenbuch)
Zugegeben: ich habe mir die HisDarkMaterials-Trilogie erst gekauft, nachdem ich"Der goldene Kompass - Der Film" gesehen habe. Und zwar, weil mir der Film unvollständig vorkam. Der Abspann begann und ich dachte "Wie jetzt? Schon zu Ende? Da muss doch noch was kommen?" In der Tat, da kam noch was.3 Bände die mir extrem viel Lesespaß bereitet haben:

Band 1 "Der Goldene Kompass"...
... spielt in einer Welt, ähnlich der unseren und doch vollkommen anders
(wer meint, diese Aussage sei widersprüchlich, dem sei geraten zumindest einmal in das Buch reinzulesen). Das hervorstechenste Merkmal dieser Welt: Jeder Mensch besitzt einen Daemon - trägt sozusagen seine Seele außerhalb des Körpers. Dies ist die Welt von Lyra, einem aufgeweckten, 12-jährigen Mädel, welches sich traut, Dinge/Sachverhalte in Frage zu stellen und dem es schwerfällt, sich mit autoritären Strukturen zu arrangieren. Ihr Hang zum "Nichtbeachten von Regeln" führt sie und ihren Daemon Pantalaimon direkt hinein ins Abenteuer.
Durch Zufall erfährt sie etwas über "Staub", wenig später ist ihr bester Freund Roger verschwunden und Lyra setzt alles daran, ihn wieder zu finden. Dann ist da noch die geheimnisvolle und elegante Mrs. Coulter, der kautzige Ballonfahrer Lee Scorsebee, die schöne Hexe Serafina Pekkala, der tapfere Panserbjoern Iorek Byrnisson, die Gypter um Lord Faa und Fader Coram und Lord Asriel, der dem Magisterium den Kampf angesagt hat....Eine Fülle von Figuren gepackt in eine wahnsinnig phantasievolle, magische und fesselnde Geschichte, die nicht so einfach zusammenzufassen ist. Daher bitte selber lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Band 2 "Das Magische Messer"...
...spielt in 3 Welten: in Lyra's Welt, die wir ja schon aus Band 1 kennen, in einer Welt, die der unseren so gar nicht ähnlich ist und in unserer Welt, dem zu Hause von Will Parry. Will entdeckt durch Zufall(?) ein "Fenster" in eine andere Welt und landet in Ci'gazze. Dort
trifft er auf Lyra und gemeinsam machen sich die beiden auf die Such nach Will's Vater. Das ist natürlich nur die allergröbste Zusammenfassung, doch mehr zu schreiben würde den Reiz des Buches schmälern. Ich finde, dieser 2te Teil ist der stärkste Band der Trilogie.
Es werden einige Fragen beantwortet, die sich im "goldenen Kompass" gestellt haben. Die Figur "Lyra" entwickelt sich weiter und an der ein oder anderen Stelle ist dem "sensiblen" Gemüt evtl. auch eine Päckchen Taschentücher in Griffnähe zu empfehlen.

Band 3 "Das Bernstein Teleskop"...
... spielt in mehreren Welten und ist mit Sicherheit der komplizierteste und düsterste Teil der HisDarkMaterials-Trilogie. Wir begleiten Will und Lyra in die Welt der Toten, Dr. Mary Mallone (welche schon einen "Kurzauftritt im "magischen Messer" hatte) in das Land der Mulefa, erfahren mehr über die Pläne von Lord Asriel und vor allem über Staub!
In diesem Band wird die "kritische" Haltung Pullmans zur Kirche und sein humanistisches Weltbild mehr als deutlich. Gäbe es die Inquisition noch heute, würde Mr. Pullman wohl auf dem Scheiterhaufen brennen...
Teilweise sind die Handlungsstränge etwas konfus, die ein oder andere Sache nicht ganz schlüssig und der Plot in meinen Augen, wenn auch "bildgewaltig", überraschend kurz, aber nichtsdestotrotz ist das Buch spannend und flüssig zu lesen.
Auch hier sei den "Sensibelchen" unter uns übrigens ein Schnupftuch ans Herz gelegt...

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass Pullmans Trilogie einen prima Diskussionsstoff im Bereich Religion/Philosophie/Weltanschauung liefert -
auch wenn es sich hier um Fantasy-Literatur handelt. Es sind keine Kinderbücher, obwohl es sich bei den Protagonisten um Kinder/Jugendliche handelt. Und: man sollte die His-Dark-Materials Geschichten unter keinen Umständen mit anderen Werken (Harry Potter, Herr der Ringe) vergleichen, sondern als eigenständige Reihe lesen. Sonst ist die Enttäuschung vorprogrammiert!
Wer gerne in phantastische Welten abtaucht und dabei ab und an auch mal ein Äuglein in Bezug auf Logik zudrücken kann, dem sei die His-Dark-Materials-Trilogie wärmstens ans Herz gelegt.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen schöne Fantasy!, 21. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: His Dark Materials: Der Goldene Kompass-Schuber, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop: Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber (Taschenbuch)
Ich habe die Trilogie gern gelesen. Vergleiche mit dem Herrn der Ringe, die ich hie und da hörte, fand ich allerdings gänzlich unangemessen.

Die Ideen mit den verschiedenen Parallelwelten, auch mit den Durchgängen zwischen den Welten und der am Schluß erfolgenden Erklärung, warum das Wechseln zwischen den Welten (heute) nur noch per Phantasie möglich ist, hat mir super gut gefallen. Auch viele, viele andere Details (nur als ein Beispiel: Die Daemonen als ausgelagarte Seelen und Repräsentanten der inneren Haltung ihrer Menschen) gefielen mir sehr. Zudem finde ich, Pullman hat es gut hingekriegt, das Werk am Schluß rund zum Abschluß zu bringen, ohne daß ihm die Handlungsstränge allzusehr zerfasert sind. Das erscheint mir eine respektable und nicht selbstverständliche Leistung beim Verfassen eines solchen Werkes.
Die Tatsache, daß die Hauptpersonen durchaus als Personen mit Fehlern, Schwächen und Begierden geschildert werden, ist vielleicht heute schon fast selbstverständlich, aber auch durchaus sympathisch.
Die areligiöse Grundhaltung des Buches hat mich persönlich nicht gestört. Allerdings läßt sich auf der tiefen Glaubensebene nicht mehr diskutieren oder argumentieren, jedenfalls wohl nicht im Rahmen von Kurzrezensionen.

Es erging mir insofern ähnlich wie einigen Lesern vor mir: Ich fand, daß die Romane nach und nach schwächer wurden. Die episch breite Beschreibung der Tiere mit den komisch angeordneten Beinen und ihrer Welt, in die die Wissenschaftlerin geriet, fand ich ziemlich ermüdend. Und zum Schluß hin wurde auch die Wechselei zwischen den Welten mit dem Suchen von bestimmten Fenstern, um an einen bestimmten Platz in einer anderen Welt zu gelangen, irgendwie zum running gag.

Naja, aber letztendlich wurde das mit der Fensterschneiderei ja auch (aus gutem Grund) beendet. Und, wie gesagt, bei aller Kritik fand ich das Ganze insgesamt rund und stimmig. Und den ersten Band fand ich SO spannennd, daß ich unbedingt alle drei Bücher lesen mußte - in ziemlich kurzer Zeit, so groß war meine Neugier.
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