Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wunderschön aufgemachte Anthologie mit dreizehn düsteren Geschichten , 12. März 2009
Der erste Band der zweiteiligen Anthologie Dark Ladies vereint 13 Kurzgeschichten talentierter, meist namhafter deutscher Autoren.
Nach einem Vorwort der Herausgeberin Alisha Bionda entführt Martin Clauß den Leser bis an das Ende der Zeit, wo Luzifers Schöpfung ihren Anfang nimmt. Sabine Ludwigs entlässt Gottes männermordende Dämonin Machlath. Günter Suda beschreibt in Der letzte Pendelschlag, wie stark der Einfluss einer Frau auf einen Mann sein kann. Eiskalt geht es in Eva Markerts gleichnamiger Geschichte zu, in der eine dämonische Eisdrachin auf Beutezug geht. Barbara Büchner offenbart Das Geheimnis, und Martin Kay spekuliert in Der Kuss Walhallas auf ein anregendes Leben nach dem Tod. Der Fluch der Hexengräfin von Corina Bomann ist eine fast schon klassische Gruselgeschichte, in der ein jahrhundertealter Fluch eine hochschwangere Frau trifft. Harald A. Weissen belauscht in Stadttiere ein Kneipengespräch zwischen zwei Männern, in deren Verlauf eine unglaubliche Geschichte von Mischwesen erzählt wird. Der Fantasyautor Christoph Hardebusch berichtet in Tag & Nacht, wie der Sohn sein gepeinigtes Volk gegen die Armee seiner bildschönen Mutter in die Schlacht schickt. Die Verlegerin und Autorin Uschi Zietsch erzählt das berühmte Märchen von Dornröschen auf eine neue und düstere Art und Weise. Damian Wolfes Hexenspiele nehmen für zwei Teenager ein böses Ende, während Thanatos Muse von Lothar Nietsch den Protagonisten der Geschichte auf ewig straft. Die, die tote Herzen bricht stammt direkt aus der Hölle und bereitet Peter, dank Boris Koch, den Himmel auf Erden.
Die Dark Ladies von Alisha Bionda bilden in dem ersten Band der zweiteiligen Anthologie einen abwechslungsreichen Reigen. Mal düster-melancholisch, mal unheimlich und schaurig sind die Geschichten, die die oben genannten dreizehn Autoren zu Papier gebracht haben. Martin Clauß schrieb eine abenteuerliche Story, mit einem interessanten Plot, der den Schöpfungsmythos ad absurdum führt. Blutig und unheimlich geht es dagegen bei Sabine Ludwigs zu, deren morbide Story Machlath zeigt, wie weit eine Frau zu gehen bereit ist, wenn sie ein bestimmtes Ziel verfolgt. Bestsellerautorin Barbara Büchner schrieb die kürzeste Geschichte dieser Sammlung, und zugleich eine der einfühlsamsten. Ein eindrucksvolles Zeugnis, dass man auch mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken vermag. Die längste Story, von Corina Bomann, kommt da schon sehr viel geradliniger daher und bietet dem Leser eine fast schon klassische Gruselgeschichte, nach dem Schema düsterer Romantic-Thriller. Wer sich innerhalb des Genres ein wenig auskennt, weiß schon recht schnell, welche Richtung die Geschichte einschlägt. Mit einer Länge von über 50 Seiten ist Der Fluch der Hexengräfin eigentlich schon ein Kurzroman, der handwerklich solide und stimmig ist, aber keine Überraschungen für den Leser parat hält. Poetisch und leidenschaftlich zeigt sich Christoph Hardebusch mit seiner Mär von Tag und Nacht, die er literarisch sehr kunstvoll zum besten gibt. Uschi Zietsch schrieb für die Anthologie eine schauerliche Dornröschen-Variante, und macht aus der lieblichen, aber langweiligen, Prinzessin einen lasziven Vamp, der sich Riesenspinnen als Schoßtiere hält. Ebenfalls herausragend ist Boris Kochs Beitrag, der Humor und Erotik auf einzigartige Art und Weise verbindet und damit den krönenden Abschluss des ersten Bandes der Dark Ladies bildet. Im Anhang erfährt der Leser wer hinter den Geschichten steht.
Äußerlich gehören die Dark Ladies zu den edelsten Anthologien auf dem deutschen Buchmarkt. Eine erstklassige Papierqualität bringt die wunderbaren Grafiken von Gaby Hylla auch in schwarzweiß perfekt zur Geltung. Einige Bilder wirken aufgrund der 3D-Technik zwar etwas hölzern, doch der Großteil ist sehr kunstvoll ausgefallen und passt immer hervorragend zum Inhalt der Geschichten. Bei den Verschnörkelungen vor und nach den Storys, sowie bei den Szenentrennern wurde sich ebenfalls sehr viel Mühe gegeben. Um dem guten Eindruck die Krone aufzusetzen erwartet den Käufer ein einklappbarer Umschlag, auf dessen Innenseiten zusätzliche Grafiken aus Band 2 in Farbe zu betrachten sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewohnt, faszinierend, einfallsreich, 1. Oktober 2009
Für die zweiteilige Anthologie "Dark Ladies" ordnete die Herausgeberin Alisha Bionda dreizehn düstere 3D-Grafiken der Freizeitkünstlerin Gaby Hylla sowohl namhaften Autoren als auch talentierten Newcomern zu, woraufhin diese ihrer Phantasie freien Lauf lassen konnten.
Entstanden ist eine vielseitige Sammlung faszinierender Novellen, die beeindruckend die zahlreichen Facetten der Dark Fantasy widerspiegeln.
Die Leser dürfen sich auf ein Karussell der Emotionen in intensiver Atmosphäre, ungewohnte Denkansätze und nachhaltige Eindrücke freuen.
Unterschiede in Herangehensweise, Sprache und Stil der Autoren bieten Abwechslung und Originalität.
Mittelpunkt der verschiedenen Geschichten sind selbstverständlich die Dark Ladies von Gaby Hylla. Sie sind verführerisch, beängstigend, faszinierend oder abschreckend im Zusammenspiel mit den ebenso wichtigen Nebencharakteren. Auf das vorgegebene Erscheinungsbild gehen die Autoren in unterschiedlicher Intensität ein. Manch einer hält sich exakt an die Vorlage, andere wiederum lassen die illustren Damen nur vage in Erscheinung treten.
Ebenso wie die gut durchdachte Gliederung in Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Hauptteil mit jeweils einer vorangestellten Schwarz-Weiß-Grafik zu den Geschichten und einem informativen Anhang zur Herausgeberin, zur Künstlerin und zu den beteiligten Autoren, überzeugt auch die Gesamtaufmachung des Buches.
Die "Dark Ladies 1" erscheinen als qualitativ hochwertiges Softcover mit angenehm glattem Papier, in gut lesbarer Schriftgröße im Fabylon Verlag.
Der Umschlag in Hochglanz mit stabilen Innenklappen bietet Raum für vier 3D-Illustrationen der Anthologie in Farbe.
Innerhalb der verschiedenen Geschichten dienen sorgfältig gearbeitete Symbole der Übersichtlichkeit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Illustre Autorenriege, 4. April 2009
Alisha Bionda hat in diesen Anthologien eine illustre Riege von Fantasy-Autoren versammelt. Keine Hobbyautoren, sondern erfahrene deutsche Autoren mit mal mehr, mal weniger Veröffentlichungen. Mit Uschi Zietsch vom Fabylon-Verlag hat sie dabei eine engagierte Verlegerin gefunden, die zwei hübsche, drucktechnisch einwandfreie und gut lektorierte (mir sind höchstens vier oder fünf Fehlerchen aufgefallen) Bände auf den Markt gebracht hat.
Worum geht es?
Die Autoren hatten die Aufgabe, Geschichten zu den 3D Bildern der Künstlerin Gaby Hylla zu erfinden. Wer angesichts der Bilder fürchten sollte, nur Geschichten über spärlich bekleidete Vamps zu finden, den kann ich beruhigen. Die Autoren und Autorinnen dieser beiden Anthologien beweisen wesentlich mehr Phantasie, wie es bei diesen Namen auch nicht anders zu erwarten war.
Bildvorgaben sind m.E. nicht unproblematisch. Am besten gelöst haben die Aufgabe m.E. die Autoren, die sich von den Bildern haben inspirieren lassen, auf eine detailgenaue Beschreibung jedoch verzichtet haben. Nicht dass die bei gut einem Drittel der Geschichten vorkommenden Beschreibungen schlecht wären, nur irgendwann hatte ich keine Lust mehr, von "Stoffbahnen, die sich über wohlgeformte Brüste spannten" zu lesen.
Anthologien zu bewerten ist immer etwas schwierig. Jeder wird Geschichten finden, die ihn mehr begeistern und solche, die ihn weniger begeistern. Ich gehe im nachfolgenden mal auf die ein, die mir auch nach ein paar Tagen am lebhaftesten in Erinnerung geblieben sind.
Einer der bekanntesten Autoren liefert auch die aus meiner Sicht beste Geschichte:
Christoph Hardenbusch's "Tag & Nacht" wirft einen ganz neuen Blick auf die Begriffe Schönheit und Hässlichkeit. Diese Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich wirklich alles um mich herum (und ich habe sie im Zug gelesen) vergessen habe. Ich würde sogar so weit gehen, die Geschichte erotisch zu nennen, aber auf eine sehr subtile, ganz und gar nicht platte Art und Weise.
Martin Clauß liefert mit "Luzifers Schöfung" die Geschichte, über die ich am meisten nachgedacht habe. Eine umgekehrte Schöpfung, eine Idee wie in Benjamin Button, nur über das Einzelschicksal hinausgehend. Und eine völlig neue, ich würde mal sagen fernöstlich geprägte Interpretation Luzifers. Auf jeden Fall eine Geschichte, die es sich lohnt, mehrfach zu lesen. Martin Clauß konnte mich schon mit seinem Roman "Die Saat der Yokai" begeistern und ich werde weiter die Augen nach allem Neuen von ihm offenhalten.
Corina Bomann's "Der Fluch der Hexengräfin" nimmt den größten Teil des ersten Bandes ein und ist mehr ein Kurzroman, denn eine Kurzgeschichte. Wenn auch leicht klischeehaft und nicht ohne sprachliche Schwächen, so gelingt es der Geschichte doch, zu fesseln und eine dichte Atmosphäre zu schaffen.
Uschi Zietsch's "Dornröschen" ist eine intelligent böse Neuinterpretation des Märchens mit Überraschungseffekt. Die Geschichte hat mir richtig Spaß gemacht, genau das, was ich mag.
In Boris Koch's "Die, die tote Herzen bricht" begegnet uns die meiner Meinung nach erotischte der Dark Ladies, die auch prompt einen jungen Mann verführt und uns dabei tiefen Einblick in die Hölle gewährt - nicht ohne satirischen Unterton.
So, und wer noch wissen will, was in den anderen acht Geschichten passiert, der kauft am besten das Buch und liest selbst ;-)
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