Ein wunderbarer Film - mein erster Wes Anderson Film, in den ich nur gegangen bin, weil ich auf schöne Aufnahmen aus Indien hoffte.
Ich wurde nicht enttäuscht und fand noch etwas anderes, was ich aus Indien kenne. Wes Andersons chaotische Charaktere machen, so neurotisch sie auch sind, Bekanntschaft mit Indiens Zauber und werden berührt von der Seele Indiens, die einem sehr nah kommt, besonders dann, wenn man gar nicht damit rechnet.
In dem Film geht es um drei Brüder, die auf einer Reise durch Indien, einander wieder näher kommen und sich selbst finden wollen, irgendwie und angeblich jedenfalls. Sie reisen mit herrschaftlichem Gepäck in einem Luxus-Zug durch Rajasthan und versuchen sich mit klischeehaften Ritualen und allerlei albernem Schnickschnack spirituell zu bereichern, was natürlich, wen mag es wundern, schief geht.
Eigentlich ein einziges Desaster, diese gut geplante und wohl gemeinte Reise, auf der nichts gelingt und auf der sich das Versagen durchzieht wie ein roter Faden.
Und dennoch, als alle Bemühungen um Nähe und Spiritualität scheitern und während die drei Männer alles, einschließlich ihres Gepäcks, verlieren, werden sie doch noch ergriffen von dem Geist Indiens und gewinnen, wonach sie von Anfang an suchten.
Ein leiser, gut gemachter, kurioser und emotionaler Film mit wunderschönen Bildern und Metaphern.
Sicherlich nicht der letzte Film von Wes Anderson, den ich sehe.