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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurioser Trip mit ungewöhlichem Happy End, 7. April 2008
Ein wunderbarer Film - mein erster Wes Anderson Film, in den ich nur gegangen bin, weil ich auf schöne Aufnahmen aus Indien hoffte.
Ich wurde nicht enttäuscht und fand noch etwas anderes, was ich aus Indien kenne. Wes Andersons chaotische Charaktere machen, so neurotisch sie auch sind, Bekanntschaft mit Indiens Zauber und werden berührt von der Seele Indiens, die einem sehr nah kommt, besonders dann, wenn man gar nicht damit rechnet.
In dem Film geht es um drei Brüder, die auf einer Reise durch Indien, einander wieder näher kommen und sich selbst finden wollen, irgendwie und angeblich jedenfalls. Sie reisen mit herrschaftlichem Gepäck in einem Luxus-Zug durch Rajasthan und versuchen sich mit klischeehaften Ritualen und allerlei albernem Schnickschnack spirituell zu bereichern, was natürlich, wen mag es wundern, schief geht.
Eigentlich ein einziges Desaster, diese gut geplante und wohl gemeinte Reise, auf der nichts gelingt und auf der sich das Versagen durchzieht wie ein roter Faden.
Und dennoch, als alle Bemühungen um Nähe und Spiritualität scheitern und während die drei Männer alles, einschließlich ihres Gepäcks, verlieren, werden sie doch noch ergriffen von dem Geist Indiens und gewinnen, wonach sie von Anfang an suchten.
Ein leiser, gut gemachter, kurioser und emotionaler Film mit wunderschönen Bildern und Metaphern.
Sicherlich nicht der letzte Film von Wes Anderson, den ich sehe.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wes Anderson taucht in den indischen Subkontinent ein - endlich!, 1. Juli 2008
Dieser Film ist einmal mehr ein Beweis für Wes Andersons ganz eigenen Stil. Mag die Story doch auf den ersten Blick zusammenhangslos und unlogisch sein, so liegt die Stärke dieses Streifens für mich gerade in seinen skurrilen Szenen, die von den exzentrischen und kantigen drei Charakteren bestimmt werden.
Klar, dass Liebhaber des aalglatten Hollywood-Kinos (mit seinem voraussehbaren Szenen aus Action und Erotik mit Happy End) den Film schnell aus der Hand legen.
Ähnlich wie in Andersons Film "Die Tiefseetaucher" das Boot, spielt auch "The Darjeeling Limited" auf einem sich bewegendem Gefährt - einem Zug. Er gibt dem ganzen Film einen voranschreitenden Rahmen. So befinden sich die drei Brüder auf ihrer "spirituellen Reise" ständig in Bewegung. Getreu nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Wes Anderson hätte für seinen Streifen kein besseres Land als Indien aussuchen können - klar, zum einen der Bezug zur Spiritualiät. Aber auch das Land, seine Leute und seine Widersprüche haben eine gewisse Skurrilität und wirken auf den ausländischen Betrachter oft unergründlich. Wenn es etwas gibt, was direkt nach den Charakteren die Eigenart des Filmes ausmacht, dann ist es ganz klar der Drehort.
Gerade für Liebhaber von weitläufigen und einzigartigen Landschaftsbildern ist dieser Film ein Genuss, der Zug fährt durch die unendlichen Weiten der indischen Wüste und Gebirge.
Getragen wird der Streifen von indischer Musik und Rockmusik - eine bunte Mischung und irgendwie doch immer zur Szene passend (mal abgesehen vom französischen Chanson im Abspann, womit Wes Anderson ein letztes Mal den Zuschauer überrascht).
Fazit: Für mich gehört "The Darjeeling Limited" eindeutig zu meinen Lieblingsfilmen (nicht nur weil ich Indien-Fan bin) - ich kann ihn allen nur wärmstens empfehlen, die sich auch mal auf großes Kino jenseits von zu erwartenden Handlungsabläufen einlassen können!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist einer dieser kleinen, (relativ) unbekannten Filme.., 14. Juli 2008
...über die man durch Trailer, Mundpropaganda oder Zeitschriften aufmerksam wird und sich neugierig -aber unbefangen- ans Ansehen macht.
So ging es mir persönlich schon bei Little Miss Sunshine oder King of California.
Und diese 2 Filme haben durch eine Vielzahl an excellenten Elementen einen gewaltigen & bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Tja, was soll ich sagen- bei "The Darjeeling Limited" ist genau dieser Fall erneut eingetreten!Für einen wahren Film-Enthusiasten ist einfach alles Wichtige enthalten.
Die Hauptdarsteller sind perfekt ausgewählt (auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint) und spielen auf höchstem Niveau.
Die Nebenrollen stehen dem in nichts nach.
Die Story weckt viele Emotionen und sprüht nur so vor genialen Einfällen und skurilen Momenten.
Der Soundtrack ist sofort eingängig und richtig gut gewählt.
Die Kameraeinstellungen und Farbgebungen sind ein Fest für das Auge.
Es gibt unzählige intelligente Dialoge, die einen den Rede-Schwachsinn aus etlichen Hollywood-Blockbustern wohltuend vergessen lassen.
Und ganz wichtig-Die Filmfiguren bieten Tiefe und lassen den Zuschauer sehr oft ein Stück von sich selbst in ihnen erkennen.
Mein Fazit:Ein Film abseits des großen Mainstream-Kinos, den man so schnell nicht mehr vergisst.
Das Filmzitat:"Ich finde, wir haben die Chance, hier eine lebensverändernde Erfahrung zu machen. Und die haben wir auch nötig."
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