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Darfur - Der vergessene Krieg [Blu-ray]
 
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Darfur - Der vergessene Krieg [Blu-ray]

Matt Frewer , Edward Furlong , Uwe Boll    Freigegeben ab 18 Jahren   Blu-ray
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,66
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Produktinformation

  • Darsteller: Matt Frewer, Edward Furlong, Kristanna Loken, Billy Zane
  • Regisseur(e): Uwe Boll
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Splendid Film/WVG
  • Erscheinungstermin: 29. Oktober 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003OQDG08
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.802 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Seit 2003 begehen arabische Milizen namens Janjaweed in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der „schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt“. Eine kleine Gruppe internationaler Journalisten besucht ein noch unzerstörtes Dorf, um mehr über diese Massaker zu erfahren. Als sich herausstellt, dass die Janjaweed auf dem Weg zu diesem Dorf sind, stehen die Reporter vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder sie wenden die Augen von dem anstehenden Blutbad ab oder sie helfen der Bevölkerung, koste es, was es wolle.

Regisseur Uwe Boll, vor allem bekannt für seine Videospiel-Verfilmungen, nimmt sich eines überaus ernsten Themas an: des Völkermords im Sudan. Das aufwühlende Kriegsdrama schildert in aller Härte, wie plündernde Milizen das wahre Grauen über ein Dorf bringen. Dabei überzeugen nicht nur Kristanna Loken (Die Schwerter des Königs) und Edward Furlong (American History X), sondern auch die afrikanischen Laienschauspieler, die ihr eigenes, erlebtes Grauen einbringen.

Produktbeschreibungen

Seit 2003 begehen arabische Milizen in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der "schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt". Als eine kleine Gruppe amerikanischer Journalisten erfährt, dass solch eine Miliz auf dem Weg zum Dorf ist wo sie sich gerade aufhalten, stehen sie vor einer schwerwiegenden Entscheidung: entweder die Augen vor der anstehenden Vernichtung des Dorfes abzuwenden oder der Bevölkerung zu helfen, koste es was

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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schrecken ohne Ende 27. Oktober 2010
Von Daniel Fischer TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Am Anfang kurz die typische Uwe Boll Einleitung, die so typisch gar nicht ist, da sich mein Bild von ihm seit "House of the Dead" schon ziemlich geändert hat. Die miesen Computerspielverfilmungen ohne jeden Anspruch macht Boll meiner Meinung nach nämlich nur, weil sie Geld bringen. Mit genau dieser Kohle finanziert er dann Projekte, die ihm persönlich sehr am Herzen liegen. So kamen bis jetzt als Ausgleich für fiktiven Schrott wie "Alone in the Dark" oder "FarCry", anspruchsvolle, ambitionierte und teilweise auf wahren Begebenheiten beruhende Werke wie "Tunnel Rats", "Stoic aka. Siegburg" oder "Rampage" zu Stande.

Es ist dabei ja sicherlich kein Zufall, dass bei den für Boll wichtigen Filmen immer unangenehme Themen behandelt werden. Im Feindesgebiet durch enge Tunnel kriechen? Von den Zellengenossen gepeinigt und gedemütigt werden? Von einem Amok laufenden Jugendlichen ein paar Kugeln verpasst bekommen? Um wirklich auf etwas aufmerksam machen zu können, muss man es den Leuten in aller Deutlichkeit zeigen. Dies schien schon immer Bolls Weg zu sein, wachzurütteln und auf Missstände aufmerksam zu machen. Einen Film über einen Amoklauf darf man nicht bringen, da sonst nur Nachahmungstäter inspiriert werden könnten? Lieber schweigen und hoffen, dass nie wieder jemand soetwas machen wird? Die Diskussion werd ich hier und jetzt natürlich nicht anfangen, keine Sorge.

Darfur ist in jedem Fall noch eine weitere Steigerung für Boll, was die professionelle Machart des Filmes, den Anspruch und die schonungslose Darstellung des Gezeigten betrifft. Die paar bekannten amerikanischen Schauspieler arbeiteten dabei für wenig Geld und gaben alle ihre Bestes, die Dialoge wurden größtenteils während der Dreharbeiten improvisiert. Laiendarsteller spielten die afrikanischen Einwohner des Dorfes, die meisten von ihnen hatten dabei die im Film erzählten schrecklichen Dinge wirklich am eigenen Leibe erfahren. Die Kameraführung und die somit erzeugten Bilder wirken dank des zwar schon etwas abgenützten aber hier sehr gekonnt eingesetzten dokumentarischen "Wackelkamerastils" extrem authentisch.

"Dass wir den Genozid (Völkermord) nicht gestoppt haben beweist, dass wir nicht aus der Geschichte gelernt haben". Darfur ist nach eigenen Aussagen Bolls Kritik an der mangelnden Handlungsbereitschaft der Nato bei der Verhinderung des Darfur Massakers. Herausgekommen ist ein Film, nach dessen Betrachtung man sich schämt ein Mensch zu sein. Klarerweise beginnt die Geschichte völlig harmlos. Die fast schön übertrieben kitschige, die pure afrikanische Lebensfreude ausdrückende Musik begleitet die ersten Momente im Dorf. Nach anfänglichem Misstrauen erzählen die Einwohner beinahe erleichtert, dass sie die Last endlich teilen können, von ihren Leiden, Kinder lachen und spielen an allen Ecken und Enden.

Was dann folgt ist klar denkt ihr nun? Ja und nein. Was gezeigt wird war klar aber nicht wie. Ich werd hier mal mit einer indirekten Aussage versuchen das auszudrücken, was ich genau meine. Darfur ist ein Film, in dem die Vergewaltigungsszenen im Vergleich zur restlichen gezeigten Gewalt fast schon harmlos wirken. Auch Kopfschüsse bei Kindern und Babys, die (gnädigerweise außerhalb des gezeigten Bildausschnittes) aus zwei Metern auf den Boden geschmissen werden, gehören nicht zum Schlimmsten was hier abläuft. Sollte hier irgendein gewaltgeiler Psychopath beim Betrachten des Filmes Freude empfinden, kann ich ihn zu 100 Prozent und ohne jeden Zweifel als völlig krank einstufen. Was den Härtegrad der Gewalt in realistischen Filmen betrifft, ist dies eindeutig einer der ärgsten Beiträge zu diesem Genre, den ich jemals gesehen habe.

Was ich psychologisch interessant und abschreckend zugleich finde ist die Tatsache, dass man die gezeigten Bilder eigentlich nur erträgt, indem man sich aus dem Gschehen holt und sich vor Augen hält, dass das nur ein Film ist und hier keine Menschen sondern Puppen zerstückelt werden. In diesem Fall befindet man sich dann auf einer Ebene mit den Tätern des Filmes, die ihre Opfer auch nicht als Menschen sehen sondern als etwas minderwertiges. Kleiner Trick von Boll um sich als Zuseher irgendwie mitverantwortlich bzw. schuldig zu fühlen? Dies passiert sowieso, denn wer kennt das nicht dass man im Alltag gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen schimpft und ihnen alles mögliche schlechte wünscht wenn man gerade genervt ist oder einen schlechten Tag hat?

Danke an Mister Boll für diesen Film, nach dessen Betrachtung mir zwar schlecht war, ich aber nie bereut habe ihn gesehen zu haben. Empfehlen kann ich Darfur aber nicht wirklich, weil es wohl kein klares Zielpublikum gibt, da eigentlich alle angesprochen werden, doch nur wenige zusehen werden. Die deutsche Fassung kann übrigens nur geschnitten sein, anders dürfte dieser Film wohl nie auf den heimischen Markt gelangen.

Darfur bekommt von mir 8/10 menschenverachtende, ideologisch abschreckende Empfehlungspunkte
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und die Welt hat zugesehen 14. November 2010
Format:DVD
Der Film ist schockierend, verstörend und hinterlässt einen tiefen Eindruck. Leider ist all das Geschilderte vorgekommen, so oder noch brutaler, nicht vor langer Zeit und die Welt hat zugeschaut. Oder besser, die Welt hat weggeschaut, hat nichts gemacht, hat nicht interveniert, eingegriffen. Wir haben nichts dazugelernt lautet auch die traurige Botschaft am Ende des Films. Und da stellt sich die Frage, was sind die wirklichen Beweggründe von Kriegen, Öl, Gebiete, Vormachtstellung und das alles unter anderen Deckmantel.
Ein Film der wachrüttelt, jedoch ist es zu spät. Hochachtung vor denen, die seinerzeit alles versucht hatten, auf den Massenmord aufmerksam zu machen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Schon seit jeher ist Uwe Boll einer der umstrittensten Regisseure überhaupt und musste nicht gerade selten jede Menge Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Es gibt auch genügend Leute, die seine Filme von Anfang an schon rein aus Prinzip niedermachen, obwohl es gar nicht gerechtfertigt ist, denn der gute Mann hat auch schon einige recht gut anzuschauende Werke auf den Weg gebracht. Nun liegt mit "Darfur - Der vergessene Krieg" meiner Meinung nach sein bisher mit Abstand bester Film vor, in dem Boll dem Zuschauer die Grausamkeit des Völkermordes auf eine sehr schonungslose Art und Weise näherbringt, so das einem phasenweise fast zwangsläufig die Tränen in die Augen treten. Dies geschieht allerdings nicht weil der Film so schlecht, sondern das Gesehene teilweise so schockierend und bewegend ist, das man den Tränenfluss nur schwerlich zurückhalten kann.

Dabei hat es der umstrittene Filmemacher nahezu perfekt verstanden, erst einmal einen intensiven Eindruck über die ärmlichen Verhältnisse in einem der ärmsten Länder Afrikas (Sudan) zu vermitteln, so entsteht beim Zuschauer nicht selten das Gefühl, das man sich in einer vollkommen anderen Welt jenseits jeglichen Luxus befindet, in der es an den grundlegendsten Dingen mangelt. Stellvertretend dafür ist hier das kleine Dorf "Dafur", das sich abseits jeder Zivilisation befindet und auf das der Focus der vorliegenden Geschichte gerichtet ist. Die erste Filmhälfte beinhaltet noch keinerlei actionreiches Geschehen, sondern ist einzig und allein von Dialogen geprägt, die zwischen den ausländischen Reportern und den Bewohnern des Dorfes stattfinden. Für manch einen mag das eventuell etwas langweilig klingen, jedoch sind allein schon die geführten Interviews äusserst schockierend und stimmen den Zuschauer auf das folgende und an Grausamkeit kaum zu überbietende schreckens-Szenario ein, das noch folgen soll.

Nur die von der schwarzafrikanischen Bewohnern geschilderten Ereignisse, bei denen es um Vergewaltigungen und Völkermord handelt sind schon so schockierend, das einen fast zwangsweise eine Gänsehaut überkommt, da man sich die geschilderten Grausamkeiten kaum vorstellen möchte. Und obwohl man ganz genau weiss, das man es hier keineswegs mit Fiktion sondern mit der erschreckenden Realität zu tun hat, weigert sich ein Teil des eigenen Verstandes, das Gehörte zu glauben. Schon in dieser Phase des Filmes hat es Boll ausgezeichnet verstanden, seinem Werk eine ungeheure Intensität zu verleihen, die sich im laufe der Zeit noch um ein Vielfaches verstärken soll. Denn als die arabischen Milizen im Dorf eintreffen, spitzt sich die lage in einer Art und Weise zu, die man kaum in Worte fassen kann, das bis hierhin lediglich durch Worte beschriebene Szenario nimmt auf einmal auch visuelle Gestalt an und schockt den Betrachter dann auch mit einer Brutalität, die einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen soll, den man nicht so schnell wieder los wird.

Die nun folgenden Greueltaten muss man wirklich selbst gesehen haben um die Wucht beschreiben zu können, mit der sie einen im tiefsten Inneren treffen und erschüttern. Kompromisslos und erschreckend hart hat Uwe Boll in der zweiten Filmhälfte ein Szenario geschaffen, das an Eiseskälte und Brutalität nur schwerlich zu überbieten sein dürfte und das zudem noch einen so furchtbar authentischen und realistischen Eindruck hinterlässt, das es einem phasenweise die Luft zum atmen abschnürt. Die gezeigten Tötungsszenen sind an Intensität und Grausamkeit kaum zu übertreffen, jedoch hinterlassen insbesondere die Tötungen an Babys und Kleinkindern einen besonders nachhaltigen Eindruck im Kopf des Zuschauers, der vor allem bei diesen Szenen die aufsteigenden Tränen kaum unterdrücken kann. Man befindet sich nun zunehmend in einer Art Schockzustand und fühlt sich einer Ohnmacht nahe, sitzt man doch hilflos vor dem heimischen Bildschirm und kann die gezeigten Bilder kaum verarbeiten. Erschwert wird das Ganze durch die Tatsache das man ganz genau weiss, das es sich hier um keinerlei Fiktion, sondern um eine erschreckende Wahrheit handelt, die der eigene Verstand irgendwie am liebsten verdrängen möchte. Und obwohl es einem wohl bekannt ist wie grausam Menschen sein können, will oder kann man es kaum nachvollziehen, wie Menschen dazu in der Lage sein können, anderen menschen etwas so grauenvolles anzutun, wie es hier in unglaublich drastischen Bildern gezeigt wird.

Letztendlich müsste selbst der größte Boll-Kritiker erkennen, das unser Uwe mit "Darfur" einen hervorragenden Film abgeliefert hat, der extrem intensiv die Thematik eines sinnlosen Völkermordes bearbeitet. Geschickt wird der Betrachter dabei in der ersten Filmhälfte lediglich mit Interviews auf das folgende Schreckens-Szenario vorbereitet, das dann eine solche Wucht entwickelt die einen fast aus dem TV-Sessel wirft und mit der Wucht eines Keulenschlags die eigene Seele trifft, die eine gewisse Zeit braucht, um sich von den hier gezeigten Bildern wieder zu erholen. Selten habe ich in den letzten Jahren einen Film gesehen, der einen so nachhaltigen und intensiven Eindruck hinterlässt wie es bei "Darfur" der Fall ist, denn gerade die authentische Umsetzung des Geschehens ist es, die einen auch noch lange nach dem Ende des Filmes sehr stark belastet und nicht zur Ruhe kommen lässt.

Fazit:

Ganz egal wie man persönlich zum Regisseur Uwe Boll steht, hier wurde ein extrem intensiver Film abgeliefert, der selbst den hartgesottensten Menschen die Tränen in die Augen schießt und sie in eine Art ohnmächtigen Zustand versetzt, fühlt man sich doch bei den gezeigten Greueltaten nahezu wie paralysiert und weigert sich, die Authenzität der Ereignisse anzuerkennen. Zu schrecklich ist hier die Gewissheit, das es sich um die erschreckende Wahrheit handelt, die einem in dieser Geschichte kompromisslos und extrem brutal vor Augen geführt wird. "Darfur - Der vergessene Krieg" ist ein Film, den man auf jeden Fall gesehen haben sollte, entführt er einen doch in eine Welt, deren Existenz einem durchaus bewust ist, mit der man sich allerdings viel zu selten auseinandersetzt und sie nur zu gern verdrängt.
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