Aus der Amazon.de-Redaktion
Interessant an diesem Buch ist die Perspektive, aus der es erzählt wird. Jede der handelnden Personen schildert die Dinge aus ihrer persönlichen Sicht, ihrer Sprache und ihrer Façon. Ein "gesprochenes" Buch, das es in dieser Form bislang noch nicht gab. Der Leser wird direkt von den drei Hauptpersonen in Beschlag genommen, jede versucht ihn für sich einzunehmen und es gilt das russische Sprichwort: Er lügt wie ein Augenzeuge. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Audiobook-Rezensionen
Frech, witzig und charmant erzählt Julian Barnes von der ältesten Geschichte der Welt: Zwei Männer - zwei Freunde - und eine Frau. Der Langweiler Stuart findet endlich seine Traumfrau und heiratet sie, und Oliver, der Loser und Frauenheld hat nichts Besseres zu tun, als sich in sie zu verlieben. Gillian schlussendlich wird schwach. Scheinbar leicht im Ton wird das Tragische dieser Ménage à trois auf den Punkt gebracht. Im O-Ton, in ihrer ureigenen Sicht und Sprache kommen die drei zu Wort. Herrlich 'naiv' erzählen sie, was sie denken zu sehen, was sie meinen zu fühlen. Am Anfang eine banale Dreiecksgeschichte, entwickelt sich dieses Rollenspiel zu einer packenden Inszenierung von Lügen und Selbsttäuschung.
Unter dem Titel "Love etc." wurde der Stoff 1996 mit Charlotte Gainsbourgh, Yvan Attal und Charles Berling verfilmt. Die Hörspielfassung bearbeitet das Thema auf eine andere, wesentlich subtilere Art: Jeder der drei erzählt seine Gedanken, Ängste und Unsicherheiten einem fiktiven Zuhörer, einer Art Tagebuch. Am Anfang stellen sie sich vor, als ob sie in eine Kamera sprechen würden. Melancholische, etwas beunruhigende Klavierklänge sind im Hintergrund zu hören. Ein feinsinniger, intelligenter Beitrag über modernes Leben und über immer gleich bleibende Parameter mit brillanten Sprechern: Till Kretzschmar als Stuart, André Jung als Casanova und Susanne Bialucha als Gillian. Hörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 117 Minuten, 2 CD. Mit Booklet.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Klappentext
Die Zeit über "Der Zitronentisch"
"Dieses Buch gehört vor allem zur Gattung der Glücksfälle, (denn es ächzt nicht darunter, dass der Autor sich zuviel auf einmal vorgenommen hat, sondern sein Ton bleibt fast immer angelsächsisch locker, spöttisch bei allem Ernst, und der Blick, der hier auf die Welt der Literatur geworfen wird, ist von einer Intelligenz, die sich keinen Moment unangenehm spreizt."
Süddeutsche Zeitung über "Flauberts Papagei"
"Lesen Sie einen Roman von Barnes, und Sie wollen alle lesen."
Die Weltwoche
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.