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Daphnis et Chloé / La Valse
 
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Daphnis et Chloé / La Valse

Berliner Philharmoniker Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Musik

Bild des Albums von Berliner Philharmoniker

Fotos

Abbildung von Berliner Philharmoniker

Biografie

Die Berliner Philharmoniker spielen seit fast 125 Jahren eine der wichtigsten Rollen im Musikleben Berlins. 1882 machten sich 54 ambitionierte Musiker, die gegen ihren Dirigenten Benjamin Bilse aufbegehrten, selbstständig und gründeten das Berliner Philharmonische Orchester, das zunächst jedoch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. 1887 übernahm der Konzertagent Hermann Wolff das… Lesen Sie mehr im Berliner Philharmoniker-Shop

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Produktinformation

  • Komponist: Maurice Ravel
  • Audio CD (5. September 1995)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal)
  • ASIN: B000001GPI
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.621 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Daphnis et Chloé / Première partie - Introduction - Lent - Très modéréBerliner Philharmoniker 3:21EUR 0,99
Anhören  2. Daphnis et Chloé / Première partie - Danse religieuse - ModéréBerliner Philharmoniker 5:51EUR 0,99
Anhören  3. Daphnis et Chloé / Première partie - Danse des jeunes filles - VifBerliner Philharmoniker 3:14EUR 0,99
Anhören  4. Daphnis et Chloé / Première partie - Danse grotesque de Dorcon - Vif - Plus modéré - Trés modéré - PesantBerliner Philharmoniker 1:54EUR 0,99
Anhören  5. Daphnis et Chloé / Première partie - Danse légère et gracieuse de Daphnis - Assez lent - Animé - VifBerliner Philharmoniker 3:46EUR 0,99
Anhören  6. Daphnis et Chloé / Première partie - Lycénion entre - Lent - mois lent - Très libreBerliner Philharmoniker 4:17EUR 0,99
Anhören  7. Daphnis et Chloé / Première partie - NocturneBerliner Philharmoniker 4:33EUR 0,99
Anhören  8. Daphnis et Chloé / Deuxième partie - InterludeBerliner Philharmoniker 3:25EUR 0,99
Anhören  9. Daphnis et Chloé / Deuxième partie - Danse guerrièreBerliner Philharmoniker 4:16EUR 0,99
Anhören10. Daphnis et Chloé / Deuxième partie - Danse suppliante de ChloéBerliner Philharmoniker 5:32EUR 0,99
Anhören11. Daphnis et Chloé / Troisième partie - Lever du jourBerliner Philharmoniker 6:30EUR 0,99
Anhören12. Daphnis et Chloé / Troisième partie - PantomimeBerliner Philharmoniker 5:42EUR 0,99
Anhören13. Daphnis et Chloé / Troisième partie - Danse généraleBerliner Philharmoniker 4:24EUR 0,99
Anhören14. La Valse - Choreographic poem, for Orchestra - La ValseBerliner Philharmoniker13:43EUR 2,40


Produktbeschreibungen

Stereoplay

Darf man diese Aufnahme einen Glücksfall nennen? Ein Dirigent, der von der neuen Musik herkommend zu einer Art Altersweisheit gefunden und zugleich wie kein anderer die Musiksprache seines Landes in sich aufgesogen hat, musiziert mit einem Orchester, das durch die Erneuerung in den letzten fünf Jahren und die Zusammenarbeit mit einem Chefdirigenten, der aus einem ganz anderen Blickwinkel ebenfalls in dieser französischen Fin-de-siècle-Musik einen Focus seiner Arbeit sieht. Ohne die von Claudio Abbado gesteuerte Umgestaltung der Berliner Philharmoniker wäre dieser glitzernde, schmelzende, cremige wie auch alle Härten einer Partitur ausstellende Klang, den das Orchester jetzt zeigen kann und hier zeigt, nicht möglich. Man konnte das vor allem in den Live-Konzerten der letzten Wochen und Monate bewindern. Die Tonträger reportieren ja immer nur Annäherungswerte. Und die Interpretation dieses Chef d'OEuvre Ravels durch den Chefdirigenten französischer Moderne, Pierre Boulez? Sehr ausgespart setzt er die Akzente. Die Rauhigkeiten der Partitur erscheinen wie prismatisch das Licht brechende Quarze in einer spiegelnden Oberfläche. Ein Vergleich lohnt vor allem mit der Aufnahme, die vor sechs Jahren Abbado mit dem London Symphony Orchestra von diesem Ravel-Ballett eingespielt hat. Nicht nur, daß die Qualitäten von Abbados neuem Berliner Orchester noch strahlender leuchten. Fast ist seine Interpretation damals schroffer in den Konturen und direkter in der Attacken wo Boulez auf Nobilität, samtenen Glanz setzt.

© Stereoplay


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Der Rezensent hat die Boulez'sche Neuaufnahme zum Anlass genommen, sich den beiden Meisterwerken nach 35 Jahren mit neuen Ohren zu nähern. Wie ist es überhaupt möglich, Stücke wie Ravels »Daphnis et Chloe« und »La Valse«, die man schon unzählige Male angehört hat und ungeduldig als schon längst bekannt ablegt, aufs Neue für sich zu entdecken? Es ist nur möglich, weil intelligente Dirigenten wie Pierre Boulez den Zeitkern in den Werken aufspüren. Die Werke selbst verändern sich ja gemäß der Art und Weise, wie sie in der Zeit aufgenommen werden. Im Dämmerlicht des Fin de Siecle hat »Daphnis et Chloe« anders geklungen als heute, wo wir wissen, was in der Musik alles darauf folgte ...

Boulez bringt in beiden Werken klangliche Schärfen ans Tageslicht, die immer noch - um den Hörer zu »schonen« - in den meisten Deutungen geglättet werden. Davon mögen viele schockiert sein, und das zu Recht. Mit den fabelhaften Berliner Philharmonikern - und einer exzellenten Aufnahmetechnik - im Rücken kann er es sich zudem leisten, die Partituren subtil in fast kammermusikalischer Weise auszuleuchten. Und vielleicht bei keiner Ravelaufnahme offenbart das Schlagwerk seine dramaturgische Funktion so deutlich wie hier.

Ravels Ballett »Daphnis et Chloé« ist trotz seines Titels keine Darstellung einer Liebesgeschichte. Die eigentlichen Liebesszenen - etwa die sanften Pas de deux von Daphnis und Chloé gegen Ende - nehmen nur einen untergeordneten Raum ein und selbst in ihnen gibt es noch Nebenfiguren wie den Viehtreiber Dorkon oder die verführerische Lycanion. Das wirkliche Thema des Balletts ist die Entfaltung »kosmischer« Liebe innerhalb der Großen Natur (die symbolisch vom Gott Pan verkörpert wird). Es geht dabei um die elementare und mythisch vertiefte Natur, nicht um eine in süßlicher Sentimentalität weichgespülte mediterrane Postkartenidylle. Die Naturbilder und ihre geheimnisvolle Verknüpfung mit den mythischen Geistwesen machen den eigentlichen Reiz des Werks aus. Allen voran das farbige Lichtspiel der aufgehenden Sonne auf den tanzenden Meereswellen, das als synästhetisches Phänomen in der Musikgeschichte einzigartig dasteht. Übrigens bezieht die vielgerühmte Stelle ihre volle Wirkung erst aus dem dramaturgischen Kontrast zum unmittelbar vorausgehenden Nachtbild, wo alle möglichen Gespenster bis hin zu Pans Schatten beschworen werden, um Chloé aus der Gewalt der sarazenischen Piraten zu befreien. Die dunklen Kräfte der Natur werden vom liebenden Licht der aufgehenden Sonne erhellt und in flüssiges Leben aufgelöst. Das Erstaunlichste aber an dem Werk ist die Schlussszene, denn alle Beteiligten - auch die wilden Piraten, wie die Musik mit orientalischen Schalmeienklängen und der Reprise des Kriegstanzes verrät - werden in den orgiastischen Strudel einbezogen. Es gibt keine Trennung mehr zwischen Gut und Böse, sondern nur noch den wilden Tanz kollektiv entfesselter Liebe. Eine wahrhaft abgründige Apotheose.

Ausdrücklich zu loben ist übrigens der Rundfunkchor Berlin, der die oftmals stiefmütterlich behandelten Chorvokalisen - die zumeist nur irgendwo im Hintergrund wabern dürfen - mit polyphonem Leben erfüllt und der (in der Berliner Jesus-Christus Kirche, wo die Aufnahme entstand) an manchen Stellen fast wie ein edler Kirchenchor anmutet.

Die Abgründigkeit von Ravels »La Valse« ist oft hervorgehoben und auf die gesellschaftliche Zerfallssituation nach dem Ersten Weltkrieg bezogen worden. Doch mag Ravel auch die »immanente« Abgründigkeit des Walzers gemeint haben, den er in seinem »Poéme choreographique« zuerst aus Elementen aufbaut, die aus dem Nebel des Anfangs hervortreten, dann zu fragwürdigen Höhepunkten führt und am Ende schlicht und einfach - wie später den Bolero - in sich zusammenfallen lässt, als hätte - um mit Hegel zu sprechen - die Furie des Verschwindens ihre Hand im Spiel gehabt. Wer dieser atemberaubenden Aufnahme lauscht - in der sich Boulez erfreulicherweise viele für ihn untypische Rubati gönnt -, wird die ewige Walzerseligkeit der Neujahrskonzerte nie mehr wieder unbefangen genießen können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gemi-b
Format:Audio CD
boulez 2010 -
zu seinem jubiläumsjahr habe ich (auch) in seine dgg-aufnahmen um 1995
erneut reingehört und kann wiederum und nur beeindruckt feststellen, wie akribisch
und balanciert durch- und ausgehört seine ravel-einspielungen aus berlin sind,
vor allem auch sein kontemporäres 'bolero-ravel-recital'.Bolero / Mere l'oye u.a.

boulez' kongenial-kompetente akribische notenausleuchtungen bringen das i-mehr an
klanglichem raffinement, weil vor allen so exzellente streicher und bläser der berlin-phil.
ebenso kongenial mit den dgg-aufnahme-technikern in der idealen akustik der dahlemer
christus-kirche (anders als in cleveland) ein plus an klangrealisierung verantworten, so
wie in den 1960ern das karajan-team, das wie dieses heute ausnahmerang
beanspruchen kann und keinen vergleich zu scheuen braucht.

ein ravel-boulez für die sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andre Arnold TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Maurice Ravel bedauerte zeitlebens, dass nur sein Bolero zu einem Meisterwerk wurde, obschon dieser nach eigener Aussage gar keine Musik enthalte. Heute aber ist man darüber einig, dass besonders sein Ballett "Daphnis et Chloé" sein eigentlich großer Wurf war.

Es spielt in antiker Zeit auf einem heiligen Hain. Ravel entwirft dieses Klanggemälde genial voll Liebe zum Detail. Die Nähe zum Meer bringt er mit herrlichen Harfenakkorden zum Ausdruck, die pastorale Umgebung mit beinahe hypnotischen Flötenklängen. Der schöne Daphnis verliebt sich in die schöne Chloé. Nach einem spielerischen Tanzwettbewerb kommt es zur feierlichen Vereinigung der beiden. Grandiose Akzente abgewechselt mit bezaubernden Tonmalereien beschreiben die göttliche Idylle des ersten Teiles.

Doch dann, nach einem grandios inszenierten Sonnenaufgang, der durchaus mit den Sonnenaufgängen Richard Strauss' mithalten kann, kommen Piraten und rauben Chloé. Auf ihrem Schiff zwingen sie die Gottbegünstigte, zu tanzen. Mehrere verzweifelte Fluchtversuche misslingen. Währenddessen sucht der aufgelöste Daphnis bei den Musen und den Göttern Hilfe. Hier schafft es Ravel, die beklemmenden Szenen auf dem Schiff bestens in Musik umzusetzen. Das Rauschen des Meeres, das Brausen des Windes, alles ist zu hören, fast zu sehen.

Natürlich gelingt es den Göttern, besser gesagt Pan, die beiden Liebenden wieder zu vereinen. Am Ende steht ein allgemeiner Tanz voller Würde und Freude. Man sieht beinahe vor seinem inneren Auge, wie Daphnis und Chloé sich in der untergehenden Sonne herzen.

Ein weiteres Meisterstück des französischen Komponisten ist seine choreographische Studie "La Valse". Ravel liebte den Walzer und wollte mit dieser sinfonischen Dichtung eine Hommage an das Wien zur Zeit der Strauss Dynastie abliefern. Der hörende Betrachter dringt ein durch eine Wolke in einen ausbordenden Ballsaal. Der Walzer dröhnt, die verschwommene, verrauchte und berauschte Atmosphäre fühlt man sich vor Augen gerufen. Auch in den Gängen, vor dem Ballsaal befinden sich Menschen, die sich am Walzer freuen, Ravel lässt auch diese Nuance nicht außer Acht. Alles mündet in ein wundervolles Walzer Finale voller Anmut und Respekt.

Die Berliner Philharmoniker spielen detailverliebt und schnörkellos, der wortlose Gesang des Berliner Rundfunkchores - welch ein tolles Mittel zur klanglichen Färbung - ist nicht zu beanstanden. Der Analytiker Pierre Boulez ist gewiss einer der besten zeitgenössischen Interpreten französischer impressionistischer Musik. Er zeichnet mit den Berlinern jede Klangfarbe klar und deutlich, ohne dabei die verschwommenen Konturen zu schädigen. Wahrlich eine unsagbare Leistung! Die Klangqualität ist hervorragend. Eine Referenzeinspielung, die die Zeit überdauern wird!
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