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Daphne Du Maurier's "Rebecca" (2 Disc Set)
 
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Daphne Du Maurier's "Rebecca" (2 Disc Set)

Faye Dunaway , Charles Dance , Jim O'Brien    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Faye Dunaway, Charles Dance, Jonathan Cake
  • Regisseur(e): Jim O'Brien
  • Format: Dolby, PAL, Vollbild
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 4. Dezember 2008
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 191 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001EYVX02
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.641 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibung

Die Adaption eines guten und berühmten Romanes ist oftmals kein leichtes Unterfangen. Ab und an ist das auch schon mal gut in die Hose gegangen. Bei „Rebecca“, dem gleichnamigen Werk aus der Feder der berühmten englischen Autorin Daphne du Maurier aus dem Jahre 1938, ist jedoch das Gegenteil der Fall. Dem schottischen Regisseur Jim O´Brien ist 1997 wirklich eine äußerst gelungene Filmversion für das britische Fernsehen gelungen, die sogar mit einem Emmy, dem „Fernseh-Oscar“, ausgezeichnet worden ist. Dabei hatte es der Regisseur wahrlich nicht leicht: Hatte sich doch bereits 1940 die Regie-Ikone Alfred Hitchcock in seinem ersten Hollywood-Streifen - mit dem legendären Sir Laurence Olivier in der Hauptrolle- an die Verfilmung von „Rebecca“ gemacht. Doch den Vergleich mit dem berühmten Vorgänger braucht das Remake in keinster Weise zu scheuen. Das liegt zum einen an der erstklassigen Darstellerriege um Oscar-Gewinnerin Faye Dunaway („Bonnie & Clyde“, „Little Big Man“, „Chinatown“) und Diana Rigg („Sommernachtstraum“, „James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät), die in den 1960er-Jahren weltweit als scharfzüngige, schlagkräftige, emanzipierte und oft in Leder gekleidete Emma Peel in der britischen Fernsehserie „Mit Schim, Charme und Melone“ bekannt wurde. Zum anderen versucht Regisseur O´Bien überhaupt nicht, die wesentlich gruseligere und sehr viel subtilere Variante von Hitchcock zu kopieren, sondern er schafft es mit seiner Version von „Rebecca“ eine schöne und romantische Liebesgeschichte zu kreieren, die mit warmen Farben und herrlichen Kulissen glänzt.

Der adelige Maxime de Winter (Charles Dance, „Gosford Park“, „Alien 3“) hat einen großen Schicksalsschalg hinter sich, den er noch immer nicht richtig verdaut hat: Seine Frau Rebecca ist vor gut einem Jahr bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen. In seinem Versuch den Erinnerungen an Rebecca zu entfliehen, trifft der adelige Maxime De Winter in Monte Carlo auf die stets betrunkene und peinliche Mrs. Van Hopper (Faye Dunaway). Doch nicht diese weckt sein Interesse, sondern deren schüchterne Gesellschafterin (Emilia Fox, „Pride and Prejudice, „Der Pianist“). Deren Natürlichkeit und Naivität nimmt ihn schnell gefangen, so dass Maxime sich bereits nach kurzer Bekanntschaft in sie verliebt und um ihre Hand anhält. Da es der Dame genau so ergeht, nimmt sie den Antrag an und die beiden verbringen eine Hochzeitsreise voller Liebe und Romantik. Doch als die beiden schließlich auf den Herrensitz Manderlay der de Winters in Cornwall zurückkehren, beginnen die Probleme: Nicht nur die steife und seltsame Hausdame Mrs. Danvers (Diana Rigg) behandelt die „neue“ Mrs. De Winter ablehnend. Nein, es scheint auf Manderlay sogar zu spuken. Der Geist der verstorbenen Rebecca (Lucy Cohu) scheint sein Unwesen auf dem Anwesen zu treiben. Maxime leidet sehr darunter, alte Wunden brechen wieder auf, und die unheimliche Haushälterin versucht absichtlich, die junge Frau allmählich in den Wahnsinn zu treiben. Für die junge Mrs. de Winter scheint somit alles zu einem großen Albtraum zu werden...Können die beiden der gefährlichen Situation gemeinsam Herr werden ? Ist die Liebe des Paares stark genug, um auch den „Leichen der Vergangenheit“ zu trotzen ?

„Rebecca“ - eine tolle Literaturverfilmung eines echten Klassikers. Spannend, schaurig, rührend und romantisch zugleich ! Welcher Film kann das schon von sich behaupten ? Über drei Stunden beste Fernsehunterhaltung bietet Ihnen diese DVD aus dem Hause NewKSM. Prädikat: Unbedingt ansehen !

Movieman.de

Daphne du Mauriers Geschichte fesselt bis zur letzten Sekunde. Einen deratigen Stoff umzusetzen, danach hat sich schon 1940 Alfred Hitchcock die Hände gerieben. Seine Adaption ist und bleibt legendär, aber auch die deutsch-englische Koproduktion aus dem Jahre 1997 machte sich als TV-Zweiteiler ebenfalls erstklassig. Stimmungsvoll eröffnen sich die düsteren Geheimnisse der, perfekt die nichtsahnende Unschuld verkörpernden, Emily Fox als frisch vermählte Lady Winter. Das englische Landleben mit seinem beschwingten Wind und seinen düsteren Schattenseiten in den alten Gemächern der Schlösser wird eindrucksvoll in Szene gesetzt. Die Story ist so dicht gestrickt, dass man ihrem Bann von der ersten bis zur letzten Sekunde verfällt. In weiteren, durchaus extraordinären Rollen gibt es neben Emily Fox und einem hochherrschaftlichen Charles Dance übrigens noch Faye Dunnaway und eine tief besessene Diana Rigg zu sehen. Immer noch ein Film, der sich lohnt.Fazit Rebecca lebt!

Moviemans Kommentar zur DVD: Bedauerlicherweise leidet das Bild der DVD sehr stark unter heftigen Kompressionsschwierigkeiten. Details sind in Gesichtern aufgrund der breiten Klötzchen kaum zu erkennen (Gesicht, 00:06:56, DVD 2). Rauschen fällt dabei zwar weniger ins Gewicht, was aber nicht heißt, dass sich die prinzipiell wunderschönen Farben der Disc vereinzelt recht übersättigt präsentieren, vor allem was die Hautfarben angeht. Auch die Kontraste gehen in dunklen Innenräumen deutlich verloren (schwarzes Kleid ohne Struktur, 00:0:08, DVD2). Akustisch hinterlässt die DVD schon einen besseren Eindruck, denn die klingt knackig und verteilt ihre Signale schön über die Front. Musik und englische Dialoge klingen erstklassig! Als Sonderausstattung bietet sie den Trailer zum Film und sieben weitere Programmtipps an. Hinzu kommen Darstellerinfos zu Emily Fox, Charles Dance, Diana Rigg und Faye Dunnaway und eine Bildergalerie macht den Abschluss. --movieman.de


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bearuth
Der Inhalt in ganz kurzer Form, da dieser sicherlich hinlänglich bekannt ist:
In seinem Versuch den Erinnerungen an seine verstorbene Frau Rebecca zu entfliehen, trifft der adelige Maxime De Winter in Monte Carlo auf die stets betrunkene und peinliche Mrs. Hopper. Aber nicht sie erweckt sein Interesse, sondern ihre schüchterne aber kindlich-offene Gesellschafterin. Ihre Natürlichkeit und Naivität nimmt ihn gefangen. Nach kurzer Bekanntschaft verlieben sich beide ineinander und Maxime heiratet sie. Sie machen eine Hochzeitsreise voller Romantik und Liebe. Zurück auf seinem Herrensitz Manderlay in Cornwall, tritt ihnen, nicht nur die steife und seltsame Hausdame Mrs. Danvers entgegen, sondern auch überall der Geist der verstorbenen Rebecca De Winter. Maxime leidet darunter, alte Wunden brechen auf - für die junge Mrs. De Winter scheint alles zum Albtraum zu werden. Wie stark ist die Liebe des Paares...?

Film und Schauspieler:
Diese 189 minütige Neuverfilmung des berühmten Romans von Daphne Du Maurier ist sicherlich nur teilweise vergleichbar mit der legendären Hitchcock Verfilmung aus dem Jahre 1940. Er ist jedenfalls unserer Zeit angepasst etwas weicher gezeichnet: der Schwerpunkt liegt mehr auf der Beziehung des Paares und es sind weniger gruselige Momente zu finden, obwohl auch dieser Streifen äußerst spannend ist. Ich finde den alten Film grandios, ein Kultfilm ganz sicher, aber die Chemie zwischen den Protagonisten fehlte aus bekannten Gründen völlig: Sir Laurence Olivier wollte seine Freundin Vivian Leigh für die Rolle der 2. Mrs. De Winter und bekam statt ihrer aber Joan Fontaine, die er nicht mochte. Nun, letztlich tat dies dem Film als Hitchcock-Klassiker keinen allzu großen Abbruch, er ist so und so genial.
Ich möchte aber bewusst keine weiteren Vergleiche ziehen, denn dieser Film hier kann sehr gut auf eigenen Beinen stehen, er ist auf seine Art hervorragend. Durch die angenehme Länge des Filmes, darf man auch länger dem Paar in ihrer Entwicklung zusehen. Hier stimmt nun die so sehr ersehnte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, die dem Zuseher ein wirklich verliebtes, ja sich innig liebendes Paar darstellt. Es gibt einige sehr zärtliche Szenen zwischen den beiden, die recht glaubhaft herüber kommen.
Mag Charles Dance im ersten Augenblick vielleicht nicht ganz dem heutigen Ideal eines Englischen Lords gleichen, so muss man doch feststellen, dass er aber dem Ideal der damaligen Zeit durchaus entspricht, ganz abgesehen von der unwahrscheinlichen Wandlungsfähigkeit dieses britischen Schauspielers, der in einem Augenblick Verzweiflung und heftigen Ärger in Liebe und Zärtlichkeit umwandeln kann. Beides nimmt man ihm 100%ig ab!Außerdem ist das Aussehen sicherlich Geschmacksache. Er hat jedenfalls diesem zerrissenen, verzweifelten und liebeshungrigen Maxime de Winter Leben eingehaucht, das man nachempfinden konnte. Ich mochte ihn in der Rolle sehr und sah ihm sehr gerne zu. Ich fand ihn mit der Zeit sogar recht anziehend...:).
Emilia Fox, allen P&P (Stolz und Vorurteil) Fans bestens bekannt als Darcy's kleine Schwester Georgiana, spielte hier die zweite Mrs. De Winter einfach superb. Ihre Wandlung vom etwas schüchternen und leicht beeinflussbaren jungen Mädchen zu einer Frau, die zu einer echten Stütze für ihren Mann wird, ist sehr glaubhaft dargestellt. Emilia Fox spielt diesen kindlichen Charakter ausgezeichnet. Ihr hübsches, sauberes Gesicht ist so der sichtbare Gegenpol zum doppelt so alten, einiges hinter sich habenden Äußeren Maxims.
Diana Rigg als Mrs. Danvers spielt hervorragend. Sie bekam auch für ihre Rolle eine Emmy Award. Die Tiefe des Wahnsinns dieser Figur wird nach und nach offenbar, was der Zuseher beklemmend mitbekommt.
Faye Dunaway mimt die stets zu tief ins Glas guckende und peinliche Mrs. Hopper genial. Alle Schauspieler sind passend und wunderbar. Hervorheben möchte ich nur noch Geraldine James, die die liebenswerte und etwas vorlaute Schwester Maxims, Beatrice darstellt. Ich sah sie in dem Monumentalwerk 'Gandhi' als Mirabehn. Habe mich gefreut sie hier wieder zu sehen.

Fazit:
Eine äußerst gelungene Verfilmung des berühmten Buches von Daphne Du Maurier.
Ich habe den Film (in der englische Originalversion) in vollen Zügen genossen und mich von seiner Dramatik, seiner Romantik und Spannung tragen lassen. Wie schön, dass es dieses ITV-Leckerli nun auch bald in Deutscher Sprache gibt!
Ich empfehle diese DVD wärmstens. Das Bonusmaterial scheint zwar nicht wirklich groß erwähnenswert, der Film hingegen ist wirklich wunderbar! Und nur drauf kommt es ja eigentlich an!
Ich schlage vor: DVD kaufen oder schenken lassen und mit einem guten Getränk, ein paar Knabbereien diesen wunderbaren Film genießen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
"Nachts träumte ich, ich sei wieder auf Manderly..." Jeder, der Daphne DuMauriers Klassiker Rebecca: Roman kennt und schätzt, wird mit diesen Worten eine Flut von Ereignissen und Gefühlen in sich neu heraufbeschwören können. Umso geschickter ist man bei dieser Adaption vorgegangen und so werden diese berühmten Anfangsworte erst in die Schlussszene des Zweitteilers erklingen. Bis dahin wurde man auch sehr einfühlsame Weise mit der dramatischen Geschichte einer Ehe vertraut gemacht, die zwar aus Liebe geschlossen, aber unter dem Schatten einer mächtigen Vergangenheit leidet. Bis zuletzt fiebert man mit der bezaubernden, aber verzagten Heldin mit, die das dunkle Geheimnis ihres geliebten Ehemannes ergründet.

Verstohlen beobachtet eine junge Frau, die eben noch mit einer Kohlezeichnung die malerische, französische Küste im Bild festzuhalten versuchte, einen fremden Gentleman, der von der einem Ausblick am Straßenrande seinen Blick zum Horizont richtet. Ihr Interesse für den geheimnisvollen Mann wird vertieft, als ihre Arbeitgeberin Mrs. Van Hopper (Faye Dunaway) im mondänen Hotel von Monte Carlo ihren begehrlichen Blick auf eben diesen Engländer richtet und ihrer jungen Gesellschafterin triumphierend verkündet, dass es sich bei der neuen Bekanntschaft um niemand anderen wie Maxim de Winter handelt, der stolze Besitzer von Manderly. Der gute Maxim leidet noch unter dem schweren Verlust seiner wundervollen Ehefrau Rebecca, wie man vermutet, denn warum sollte er sich sonst dem Charme der aufdringlichen Mrs. Van Hopper entziehen? Allerdings entwickelt er ein recht eigentümliches Interesse für die unscheinbare Gesellschafterin, die von dem beinahe doppelt so alten Herrn fasziniert ist. So nimmt sie seinen überraschenden Heiratsantrag mit Freuden an und verbringt zauberhafte Flitterwochen mit ihrer großen Liebe. Ein kleiner Zwischenfall auf der Heimreise lässt ahnen, dass die Beziehung des jungen Paares unter den etwas seltsamen Anwandlungen des Ehemannes leiden könnte, doch die Schönheit von Manderly lasse trübe Gedanken zunächst in den Hintergrund treten. Es wird jedoch gleich klar, dass der Hausdrachen Mrs. Danvers ganz und gar nicht einverstanden ist mit der Anwesenheit der neuen Mrs. De Winter. Und so wird der Schatten der ersten Frau, Rebecca De Winter, die eine so perfekte Herrin für Manderly war, für die unsichere Nachfolgerin zum ganz persönlichen Albtraum. Ihrer eigenen Unzulänglichkeit nur allzu sehr bewusst, versucht sie ihr Bestes zu geben. Ihr geliebter Mann wird zunehmend ein Frem-der, da er sich offensichtlich mit schmerzvollen Erinnerungen herum schlägt, die er nicht mit ihr teilt. War der Verlust der wunderschönen Rebecca so schwerwiegend? Was geschah wirklich in der Nacht als sie ertrank?

Die zarte Emilia Fox (David Copperfield) ist eine Idealbesetzung der zweiten Mrs. Winter, die sich mit dem scheinbar übermächtigen Geist der verstorbenen Rebecca, auseinandersetzen muss. Charles Dance (Bleak House", als skrupelloser Anwalt einfach unschlagbar) ist vielleicht rein optisch nicht der romantisierte, gutaussehende Witwer der Buchvorlage, aber ohne Frage gleicht sein schauspielerisches Können diese Schwäche beinahe aus. Die fanatische Mrs. Danvers wird von Diana Rigg dargestellt, die ein sehr eindrucksvolles Spiel entwickelt und mit ihren gut gezielten Giftpfeilen, die arme Mrs. Winter um ihren Seelenfrieden bringt. Auch wenn sie kein so Ungeheuer wie in der Hitchcock Adoption ist, wirkt ihre menschlichere Interpretation nicht eben behaglicher.
Etwas seltsam wirkt die Kameraführung bei den Rückblenden, in der Rebecca zu sehen ist. Bis auf eine einzige Aufnahme ist Lucy Cohu (Geliebte Jane)hier nur teilweise zu sehen. Mal blicken spöttische Augen den Zuschauer an oder ein blutroter Mund spricht mit geschliffenen Dolchen. Sollte hier davon abgelenkt werden, dass die Schauspielerin nicht die fast mythische Schönheit von Rebecca besitzt? Oder sollte damit angedeutet werden, dass der Charakter der dargestellten Persönlichkeit nur schwer zu erfassen ist?
Generell kann man sagen, dass diese Verfilmung Schwerpunkte im zwischenmenschlichen Bereich der Beteiligten setzt und wenn auch die psychologische Analyse nicht allzu sehr in die Tiefe geht, werden die Charaktere des Romans von Du Maurier fein herausgearbeitet. Dabei hat man auf dramatische Effekthascherei und weitgehend auf die Erzeugung gruseliger Momente verzichtet und so einen klaren Abstand zu Hitchcocks (nicht unberechtigter) Interpretation des Stoffes geschaffen.
Das Ergebnis ist eine solide Literaturverfilmung, die bei all der Spannung den Zuschauer mit romantischer Nahrung versorgt und das Herz in der beruhigenden Gewissheit wiegt, dass wahre Liebe auch düstere Gespenster der Vergangenheit besiegt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ben M
"Rebecca", einer der berühmtesten Bestseller aller Zeiten, mag nicht unbedingt als anspruchsvolle Literatur gelten, ist jedoch sehr vielschichtig und vor allem eine geschickt konstruierte Verknüpfung einer Liebesgeschichte mit unheimlichen Elementen. Die Hitchcock-Verfilmung ist - völlig abgesehen von dem Buch - ein Klassiker an sich, wenn auch nicht ganz so detailgetreu wie die vorliegende.

Mit der vorliegenden BBC-Adaption wird die Geschichte um "Ich", die sich in den reichen Maxim de Winter verliebt und gegen dessen tote Frau Rebecca konkurrieren muss, sehr eng an der Buchvorlage auf den Bildschirm gebracht. Die Schauplätze sind sorgsam gewählt und sehr atmosphärisch; Manderley genauso düster und gewaltig, wie es im Buch beschrieben wird. Allen voran steht allerdings das meisterhafte Schauspiel der Darsteller - Emilia Fox als graue Maus, die einen glaubwürdigen Spagat zwischen Verzweiflung und Naivität schafft, Faye Dunaway, die optisch zwar nicht ganz der Mrs. Van Hopper entspricht, die man im Buch vorfindet, aber deren Charakter hervorragend wieder gibt, und allen voran Diana Riggs als Mrs. Danvers - teuflischer könnte sie wohl nicht sein. Charles Dance spielt ebenfalls solide, ist aber schlichtweg zu alt für die Rolle des Maxim de Winter. Sicherlich soll der Charakter älter sein als "Ich", aber er könnt ja glatt der Großvater sein, daher war die Liebesgeschichte für den Zuschauer fast schon unästhetisch.

Die Geschichte selbst wurde mit minimalen Änderungen sehr gut wiedergegeben; besonders gut gefallen hat mir die Idee, dass man Rebecca puzzlehaft eingebaut und dadurch sehr gut wiedergegeben hat, wie sich auch stückartig das Bild über sie und wer sie wirklich war zusammensetzt. Der Schwerpunkt lag letztlich doch ein wenig mehr auf der Liebesgeschichte als der mysteriösen Frage, wer Rebecca war und wie sie wirklich ums Leben gekommen ist, aber das war nicht weniger störend. Auch fand ich die Idee geglückt, die Flitterwochen von Maxim und "Ich" mit in den Film einzubauen - richtig gestört hat mich allerdings die "Quoten-Bettszene", so etwas Überflüssiges! Das ärgert mich dann richtig.

Abgesehen davon kann ich den Film für Fans des Romans wärmstens empfehlen - wer die Vorlage nicht kennt, mag sich mitunter etwas langweilen, zumal der Film auch sehr lang ist.
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