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5.0 von 5 Sternen
Geheimtipp, 22. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Danzig III: How the Gods Kill (Audio CD)
Danzig ist nicht jedermanns Sache, da die Röhre des Meisters Glen Danzig himself durchaus Geschmackssache ist. Daher würde ich jedem empfehlen, der noch nichts von dem Meister des Düster-rocks gehört hat, vor dem Kauf probezuhören.
Kommen wir aber nun zur Musik. 1992 erschienen, stellt „ Danzig III How the gods kill" den Höhepunkt des kreativen Schaffens dieses , um es vorsichtig auszudrücken, exzentrischen Künstlers dar. Die Band präsentiert sich gewohnt düster, ihre Musik klingt als hätte Led Zeppelin eine schwere Depression erfasst. Schwer wabern die Gitarren, der Gesang verdüstert in seiner schreienden Melancholie die Songs, die Platte wirkt wie aus einem Guß. Im Gegensatz zu vielen Doom-Bands, auf die diese Beschreibung auch zutreffen würde, rockt Danzig hingegen gewaltig, es fällt schwer bei Songs wie „ Dirty Black Summer" ruhig sitzen zu bleiben, wir haben es hier mit einer echten Rockband zu tun.
Der einzigartige Sound dieser Band hätte 1992 durchaus das Zeug gehabt, sich zu einer erfolgreichen Alternative zur Grunge-musik zu entwickeln. Nirvana haben es geschafft die ungezügelte Energie des Punk mit dem Flair eines melancholischen Beatles-Songs zu verbinden. Danzig haben die Härte und Düsternis der frühen Black Sabbath- Alben mit dem Flair eines Doors- Songs verbunden. Neugierig geworden ? Dann hört euch Songs wie „anything" den in seiner Intensität auch von Danzig selbst unübertroffenen Titeltrack, das wunderbar sinistre „ Sistinas „ oder den Hit „ dirty black summer" an und bildet euch selbst eine Meinung über diese außergewöhnliche Formation.
Warum der Band kein größerer Erfolg beschieden war ist schwer zu beurteilen. Vielleicht war die Musik der Band einfach zu „ Retro" , zu sehr an den 70'ern orientiert und dies zu einer Zeit, als dies noch keineswegs schick war. Danzig kopieren aber nicht den Sound der 70er, nein, sie klingen wie eine Band, die es eigentlich zu dieser Zeit hätte geben müssen, aber eben nicht gab. Black Sabbath standen mit ihrem Sound in dieser Zeit trotz ihres Erfolges ziemlich allein da. Danzig wäre die logische Weiterentwicklung dieses Sounds gewesen; stattdessen kam der Heavy Metal. Vermutlich sähe die heutige Musiklandschaft anders aus, wäre das Album „ How the gods kill" 1975 erschienen; ist es aber nicht, daher beschließe ich jetzt meine rein spekulativen Gedanken, hoffe ich habe euch ein wenig neugierig machen können und verbleibe mit 5 Sternen plus Originalitätsbonus für eine durch und durch gelungene CD.
Wirklich ein Geheimtipp !!!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
6 Sterne deluxe, 28. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Danzig III: How the Gods Kill (Audio CD)
Leider reicht die Skala der zu vergebenden Sterne nur bis Fünf, dieser Klassiker verdient eigentlich die doppelte Anzahl. Denn der Klassenunterschied zum konfusen Geschrebbel von "BlackAcidEvil" oder zum einfallslosen Geschepper von "I Luciferi" muss doch irgendwie deutlich gemacht werden. Dies ist eine Scheibe ohne Schwachpunkte, hervorragend produziert mit druckvollem Sound. Abwechslungsreicher, düsterer Hardrock mit genialen Gitarrenriffs, für mich ganz klar Danzigs Meisterwerk, knapp vor I und 4p, deutlich besser als II (Lucifuge) und Lichtjahre vor allem Schrott, der nach 4p kam. Ich erinnere mich, in einer Musikzeitschrift endete im Erscheinungsjahr die Kritik zu diesem Album mit den Worten "Laßt ihn uns einen Gott des Hardrocks nennen!" Dem ist nichts hinzuzufügen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5 Milliarden Sterne..., 8. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Danzig III: How the Gods Kill (Audio CD)
...müßten es für dieses Wahnsinnsalbum sein!!!
Nun ist es bereits (fast genau) 13 Jahre veröffentlicht,
aber hat für mich nicht an Anziehungskraft, Wärme, Kälte und überhaupt allen Emotionen verloren, die es damals schon
ausmachten!
Mit dieser Scheibe ist Glenn Anzalone damals das Meisterwerk
schlechthin gelungen.
Nun wurde in den USA gerade die Dvd "Il Demonio Nera" veröffentlicht, welche die Videos ab der "4p" bishin zur "Blackacidevil" beinhaltet; letztes Jahr erschien
die "Archive de la Morte", die alle Videos (und mehr) der
"III"- Phase demonstrierte..
Da dieses Album (neben der 4p) den perfekten Soundtrack zu dieser Jahreszeit bietet, wirds nun auch Zeit für 'ne Rezension:
Godless: Was für ein Knaller direkt als Opener (ähnlich abgehend, aber noch infernalischer als "Long way back from Hell")!!! Keineswegs eine Verleugnung in Richtung einer göttlichen Direktive, sondern 'mal wieder ein Seitenhieb zu jedweden religiösen Fanatikern (analog: "Snakes of Christ").
Sehr bedrohlich, auch wie Bisquits den Amboss mit den Drumsticks quält (oder eher umgekehrt- unvergessen auf der dazugehörigen Tour!)!
Anything: Wieder einmal derartig geniale Vocals, daß es mir oft die Tränen in die Gucker trieb und noch treibt! Die teuflische Verführung intoniert (quasi "Devil's Plaything" Pt.II, oder "Meister und Margherita", das ja auf dem Cover thront, vertont)!
Bodies: Wieder 'mal ein kleiner Ausflug in Danzigs Blueswelt, aber dieser ist wesentlich härter als jene auf der "II"!
Geil!
How the Gods Kill: ... ... Fast keine Beschreibung wird diesem überirdischen Lied gerecht!! Sicher nichts für suizidale Charaktere, schmachtet und "stirbt" Glenn hier doch nach allen
Regeln der (Romantik-) Kunst! Geniales Crescendo, göttlich gesungen (wie überhaupt auf dem ganzen Album; Glenn besorgte sich ab der "III" erstmals eine komplette 70'er Jahre Studio Ausstattung inklusive Mikrophone und Mischpulten, daher wirkt die Scheibe auch so 70's lastig, aber dennoch druckvoll produziert und modern!!)
Dirty Black Summer: DAS perfekte Herbstlied!! Absolut cool gesungen mit einer schwül-erotischen Atmosphäre.
Left Hand Black: "I'm gonna stand at the top of the world and challenge the heavens.." heißt es in diesem Song, welcher knallharte, geniale Riffs bietet. Und in der Tat erstieg G.D. mit dieser Scheibe den Gipfel des Rock Olymps!
Heart of the Devil: Sehr interessant und wieder leicht bluesig angehaucht. War für mich das un- eingängigste Lied der Scheibe, mitlerweile aber absolut stimmig.
Sistinas: siehe "How the Gods Kill"!! Absolute Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe und jedwede Traurigkeit wurde in diesem Stück vertont! Perfekt!!
Do you wear the Mark: Wieder brettharte Riffs (John Christ war und ist Gott, dagegen ist Tommy Victor, der ja "Circle of Snakes" mit Gitarren ausstattete, fast gar nichts)!
When the dying Calls: Perfekter "Closer"! Schön "halbruhig" aus der Scheibe "ausführend".
Jedwede Rezension für dieses Album wird demselben nicht gerecht!
Absolut jeder, der sich an härtere metallische Klänge herantraut, sollte es mit "III" versuchen!
Perfekt Perfekt Perfekt!!!
Und was die Wenigsten wissen: "I" bis "VIII" stellt eine Storyline dar! Wer sich also einmal durch alle Texte durcharbeitet, wird ein höchst interessantes Script entdecken..
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