Dies ist der erste Band einer fünfteiligen Serie über die Nekromantin Dante Valentine, die auch als Kopfgeldjägerin tätig ist. Eines Tages erhält sie einen Auftrag vom Teufel, einen Dämon aufzuspüren, der aus der Hölle geflüchtet ist und dabei ein wertvolles "Ei" entwendet hat. Dante würde am liebsten ablehnen, aber da sie selbst seit Jahren hinter dem gesuchten Dämon her ist, nimmt sie den Auftrag an. Als Vertrauten bekommt sie den Dämon Japhrimel zur Seite gestellt. Das gefällt ihr zuerst gar nicht, da sie lieber allein arbeitet und keine Dämonen mag. Schließlich gelten diese als verschlagen und als Lügner. Dante versucht Japhrimel loszuwerden, aber allmählich entdeckt sie, dass sie sich auf ihn verlassen kann. Nach und nach ändern sich ihre Gefühle für den schweigsamen Dämon.
Der Roman spielt in der Zukunft, in der sich die Erde ganz anders darstellt, als wir sie kennen. Neben den "normalen" Menschen gibt es viele magisch begabte Menschen und paralell dazu existiert die Hölle, in der sich der Teufel und die Dämonen aufhalten. Die Autorin hat eine gut durchdachte Welt geschaffen, mit vielen neuen Begriffen. Einige davon kann man im Glossar nachschlagen, andere Bedeutungen ergeben sich aus dem Text oder man kann sie vermuten. Das Buch lässt sich trotzdem flüssig lesen, schließlich wäre eine mögliche Zukunft, in der alles so ist wie jetzt, ja auch langweilig. Da nimmt man das gelegentliche Nachschlagen gern in Kauf.
Dante hat eine etwas ruppige Art, aber eigentlich versteckt sie dahinter nur ihre eigene Verletzlichkeit. Die anderen Charaktere waren auch interessant. Besonders angetan war ich von dem faszinierenden Japhrimel.
Das Ende konnte mir natürlich nicht gefallen, aber, ohne zuviel zu verraten, möchte ich jedem, dem es genauso geht, empfehlen, sich davon nicht abschrecken zu lassen und unbedingt den nächsten Band zu lesen.