Fred Vargas ist immer ein Lesevergnügen. Auch in diesem Krimi gelingen ihr wieder wundervoll verschrobene neue Charaktere und liebevolle Weiterführung der bereits lieb gewonnen Protagonisten. Wie immer kann man den Krimi sehr gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, auf die öfter verwiesen wird.
Der Krimi läßt sich im Französischen flüssig lesen, da die Grammatik meist unkompliziert ist. Vargas Wortschatz ist reich und differenziert, ohne dass man das Wörterbuch daneben liegen haben muß. Fast alles versteht man aus dem Sinnzusammenhang, so dass ein deutscher Leser seinen Wortschatz auf spielerische Art und Weise erweitern kann.
Der Plot selber kommt in gewohnt gekonnter Manier realistisch surreal daher. Man erfährt auch ein bisschen etwas von Fred Vargas' eigentlichem Metier als Archäologin, wenn Mathias die beiden Gräber aushebt. Ich persönlich habe inzwischen am meisten Spaß an den unglaublich witzigen Dialogen. Die Spannung der Krimihandlung führt einen zügig durch die knapp 500 Seiten, einen der längsten Vargas-Krimis.
Ein wundervoller Lesespaß!