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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr gutes buch, bei dem man richitg mitfühlen kann!, 3. Dezember 2003
in diesem buch geht es um ein fünfzehnjähriges mädchen, das sich für zu dick hält. sina bekommt eine enge weisse jeans von ihrer freundin geschenkt. als sie nach einem halben jahr nicht mehr hineinpasst, beschließt sie abzunehmen. anfangs sind alle von ihrem entschluss begeistert, aber allmählich seilt sie sich immer mehr von ihren freunden und ihrer familie ab. sie nimmt immer mehr mit ihrem hungern ab und geht fast täglich im sommer in eine schwimmhalle, um noch mehr kalorien zu verbrauchen. sie wird immer dünner, immer schwächer und sie friert zunehmend. eines tages kippt sie im schwimmbad aus schwäche um. sie wird ins krankenhaus gebracht und endlich merken alle die, die bis dahin sinas krankheit verdrängt haben, wie schlimm es um sie steht...
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wegmachen als Ausweg, 8. Mai 2006
Dieses Buch fand ich durch Zufall in der Leihbücherei.Ich habe es an zwei Tagen durchgelesen,es berührt zutiefst.Sina,ein junges Mädchen,fünfzehn Jahre alt steht vor einem massiven innerem Zwiespalt.Die dominante,schon übergriffige Mutter kontrolliert Sinas Leben.Sina führt kein autonomes Leben.Ihr Leben,im Reifeprozess, verläuft zunehmend anders.Sina versucht verzweifelt ihre Kontrolle über sich und ihre Gefühle zurückzuholen.Die Schule stellt hohe Anforderungen,dem Leistungsdruck dem Sina ausgesetzt ist,scheint sie nicht zu entkommen.Doch dann entkommt sie! Mit dem ja zuerst nachvollziehbarem Wunsch in eine Jeans zu passen,in die die Freundin hineinpasst,fängt die längste Diät ihres Lebens ans.Sie zählt Kalorien, mit jedem gespartem Kilogramm, auf der so schrecklichen Waage,distanziert sie sich von dem Leistungsdruck und dem inneren Konflikt zwischen Bindung zur Mutter und Autonomie.Die Magersucht hat sie gepackt,ein anderer Lebens(Leidens)weg fängt für sie an.Mit ihrer Magersucht verliert sie die Gefühlswelt ,die Nähe zu sich und anderen Menschen zunehmenst.So schrecklich und körperlich lebensbedrohlich ihre Krankheit ist, so hat sie doch die ursprüngliche Funktion,einen tiefen inneren Zwiespalt aufzulösen,scheinbar gelöst.
"Sina" hat mich berührt in diesem Buch.Die familiäre Atmosphäre ist erschütterlich gut beschrieben.Für Selbstbetroffene empfehle ich dieses Buch nur mit ,oder, nach einer Therapie.Es bedarf mehr als gute Lektüre zum Verstehen dieser Krankheit des 21.Jahrhunderts,die in den Fortschrittsländern zunimmt.Es bedarf Therapie , Geduld und Hilfe einen Lebensweg,wie Sinas weiterzugehen.Ich möchte ferner allen Betroffenen Mut und Kraft wünschen!
Das Buch bekommt fünf Sterne,es beschreibt so lebensnah genau den Auswegslosen Weg des Wegmachens !
Thomas Netzer
tomsangelart@t-online.de
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein verstörendes Buch über Magersucht, 16. Dezember 2005
Da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, erlebt der Leser Sinas Gefühle hautnah mit. Die Probleme und Sorgen, die andere Charaktere haben, bemerkt der Leser nur am Rande, wenn er Bemerkungen richtig interpretiert. Sina empfindet die Sorge ihrer Mutter und ihr Drängen, mehr zu essen, als Bevormundung, der Leser wird hierin eine Mutter erkennen, die unfähig ist, ihrer Tochter zu helfen. Doch durch diese Perspektive entsteht auch die Gefahr, dass Hungern als positiv empfunden wird. Sina wird tatsächlich anfänglich fröhlicher und offener, bevor die Magersucht sie wieder verschließt. Doch die Schilderung des rauschhaften Hungergefühls könnte bei Mädchen in einer ähnlichen Situation wie Sina bewirken, dass sie es auch „nur mal ausprobieren“ wollen. Dieser Effekt wird aber durch den dramatischen Verlauf und durch die Beschreibung der körperlichen Folgen hoffentlich wieder größtenteils rückgängig gemacht. Einem Menschen, der soweiso schon mit seinem Gewicht hadert, sollte man dieses Buch nicht unüberlegt in die Hand drücken, zu groß ist die Gefahr, dass die eigentlich abschreckenden Elemente wie die Tagebuchaufzeichnungen der Essensmengen verlockend wirken.Hier wird auch gezeigt, wie familiäre Probleme und schulischer Druck alles verschlimmern können. Sina leidet unter ihrer weiblichen Figur, als ein Onkel sie auf einem Familiengeburtstag an der Brust berührt. Dieses Erlebnis erfüllt sie mit einem solchen Ekel, dass sie allein, um die verhasste Figur loszuwerden, abnehmen will. In der Schule werden von ihr überdurchschnittliche Leistungen erwartet, diesen Standard kann Sina einfach nicht dauerhaft aufrechterhalten, doch wenn ihre Leistungen abfallen, enttäuscht sie ihre Familie, die sie sowieso nur noch über Noten wahrnehmen. Vor allem der Vater kümmert sich kaum um die Tochter, Sina fühlt sich als kompletter Außenseiter. Der Verlauf der Geschichte erscheint zwar vorhersehbar, doch ist es immer wieder erschreckend zu lesen, wie ein junges Mädchen, und mittlerweile auch immer mehr Jungs, in diese Krankheit abstürzen können. Fazit: Ein verstörendes Buch über die Gefahr der Magersucht und über die enorme Kraftanstrengung, die benötigt wird, um den Fängen der Sucht zu entfliehen. Doch wie Sina auch am Ende des Buches merkt: Der Kampf hört nie auf. Nicht nur gefährdeten Mädchen kann man dieses Buch empfehlen, auch ihr Umfeld sollte es lesen, da es zeigt, wie man nach Möglichkeit nicht mit Magersüchtigen umgehen sollte.
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