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Danke, emanzipiert sind wir selber: Abschied vom Diktat der Rollenbilder [Broschiert]

Kristina Schröder , Caroline Waldeck
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. April 2012
Feministinnen wie Alice Schwarzer und Strukturkonservative wie Eva Herman haben eines gemeinsam: Sie wissen genau, wie das richtige Frauenleben auszusehen hat. »Hört auf damit!«, sagt Kristina Schröder. »Wir brauchen keine Rollendiktate, weder von der einen noch der anderen Seite, und auch nicht von der Politik.« Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat. »Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat. Politik sollte keine Leitbilder vorgeben, sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden können. Welche Wege dahin führen zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch – angriffslustig und klar.

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Danke, emanzipiert sind wir selber: Abschied vom Diktat der Rollenbilder + Wir Alphamädchen: Warum Feminismus das Leben schöner macht
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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Piper (16. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492055052
  • ISBN-13: 978-3492055055
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 113.078 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein anregendes und unterhaltsames Buch mit tollen Ansichten.«, Echo Salzburg

Über den Autor

Kristina Schröder, geb. Köhler, Jahrgang 1977, Dr. phil., ist Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre Tochter kam im Juni 2011 auf die Welt.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende der Leitbilder 2. Mai 2012
Von k_taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Mit diesem Buch wollen Kristina Schröder und Caroline Waldeck die Diskussion um die Frauen- und Familienpolitik entideologisieren. "Wir haben dieses Buch geschrieben, weil wir die Rechthaberei derjenigen leid sind, die sich als Fortgeschrittene auf ihrem persönlichen Pfad der Erkenntnis im Besitz allgemeinverbindlicher Wahrheiten wähnen." Die Kritik richtet sich gleichermaßen gegen Feministinnen wie Strukturkonservative.

Das Buch gliedert sich sich in 3 Teile mit jeweils mehreren Kapiteln. Im ersten Teil geht es um den Feminismus als Weltanschauung, im zweiten Teil um Rollenleitbilder für Frauen und Männer und im dritten Teil erläutern die Autorinnen ihre Zukunftsvorstellungen zu Familie, Arbeitswelt und Partnerschaft.

Autorin Schröder berichtet aus ihrer eigenen Erfahrung, dass sie ständig Rechenschaft ablegen muss für ihren eigenen Lebensentwurf und projiziert diese Erfahrungen auf die Situation der Frauen im Allgemeinen. Daraus resultiert ihre Einsicht als Ministerin, die Familien dabei zu unterstützen, ihr Leben so zu leben, wie sie es gerne leben wollen.

Der Feminismus, einst Motor des Fortschritts, erweist sich heute als dogmatisch und damit nicht zukunftstauglich. "Deshalb schließt weibliche Emanzipation heute auch die Emanzipation von den Wegbereiterinnen weiblicher Emanzipation mit ein". Wenn Emanzipation gepredigt, aber Bevormundung ausgeübt wird, verstrickt sich der Feminismus in Selbstwidersprüchlichkeiten.

Im zweiten Teil des Buches befassen sich die Autorinnen ausführlich mit Rollenleitbildern und ihren Wirkungen. Beeinflusst werden Frauen und Männer gleichermaßen. Das feministische Rollenleitbild erhebt weibliche Selbstverwirklichung zum Mantra, so wie das traditionelle Rollenleitbild mütterliche Verantwortung. Selbstverwirklichung gibt es für Feministinnen nur innerhalb der Berufstätigkeit, so wie Fürsorge für Strukturkonservative nur in Vollzeitmutterschaft denkbar ist.

Wenn Rollenleitbilder einmal als Fesseln erkannt sind, ist der Weg frei für individuelle Lösungen. Betroffen sind nicht nur Familien, sondern auch Arbeitgeber, die ihren Beitrag leisten müssen, damit individuelle Arbeits- und Betreuungsmodelle realisiert werden können. Die Arbeitswelt muss familienfreundlicher werden.

"Danke, emanzipiert sind wir selber!" ist ein mutiges Buch, in dem Feminismus und traditionelle Modelle gleichermaßen kritisch untersucht werden. Zukunftsweisend sind (individuelle) freiheitlich liberale Modelle, die als Rahmen eine offene Arbeits- und Unternehmenskultur erfordern. Die notwendigen Voraussetzungen für individuelle Modelle sind erst in Teilbereichen unserer Wirtschaft vorhanden.

Das Buch enthält zahlreiche Beispiele und Literaturhinweise. Zentrale Gedanken wiederholen sich in verschiedenen Kapiteln. Das wirkt so, als ob das Buch nicht in einem Guss, sondern in mehreren Teilen entstanden wäre. Es hätte m.E. bei gleichem Inhalt kürzer gefasst werden können. Trotzdem handelt es sich um ein erfreulich undogmatisches Werk, welches ich empfehlen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutig, jedoch kein tragfähiges Konzept 19. April 2012
Von Lulu TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
Ich muss gestehen, Kristina Schröder lange Zeit unterschätzt zu haben. Vielleicht habe ich sogar selbst hin und wieder so gedacht, wie man es beispielhaft im Vorwort lesen kann. Mehr und mehr gefiel mir dann, wie sie aufrecht ihren Weg geht und für ihre Meinung einsteht.

Das Buch ist natürlich insoweit hochpolitisch, als sie und ihre Mitautorin Caroline Waldeck sich darin offen mit dem Feminismus anlegen. Dazu gehört Mut, weil sie es dann mit der gesamten Mainstream-Presse zu tun bekommt (was Kristina Schröder - siehe Vorwort - offenkundig weiß: ungeheuer viel Mut), die in diesem Punkt (und in vielen anderen auch) gleichgeschaltet ist. Gleichgeschaltet ist sie nicht, weil man sich dort ständig zum Kaffeekränzchen trifft, um z. B. zu beraten, wie man Frau Schröder fertig machen kann, sondern weil in den Medien immer nur solche Frauen Karriere machen können, die Karriere generell über Familienarbeit stellen, mit anderen Worten: die klassischen Feministinnen. Alle anderen scheiden frühzeitig aus dem Rennen um die entscheidenden Positionen aus und damit natürlich auch bezüglich der Möglichkeit, meinungsbildend tätig zu werden. Auf diese Weise schalten sich Meinungen sukzessive gleich.

Kristina Schröder vertritt in ihrem Buch im gewissen Sinne die Auffassung, dass die Gleichstellung der Geschlechter irgendwann einmal angekommen sein muss, und das wäre jetzt. Jede weitere Einflussnahme auf Rollenbilder und weibliche Lebensplanungen mündete in Bevormundung, gegen die sie sich wendet. Das gilt für sie in gleicher Weise auch für die "Strukturkonservativen", die den Frauen (und damit auch den Männern) ebenso vorschreiben möchten, wie sie zu leben haben, nur halt eben ganz anders, als es die Feministinnen gerne hätten. Auch mit solchen Vorstellungen hat sie nichts am Hut. Sie tritt stattdessen für die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht des Individuums ein. Wenn eine Frau lieber Kinder groß ziehen möchte als in einem Unternehmen Karriere zu machen, dann wäre das nicht - je nach Weltbild - mal ganz schlimm (Feminismus) oder auch ganz großartig (Strukturkonservatismus), sondern die private Entscheidung dieser einen Person.

Leider hat die Sache einen Haken - und ich war fast geneigt, deshalb einen Stern abzuziehen, fand es aber nicht angemessen angesichts ihres förderungswürdigen Mutes: Frauen haben in unserer Gesellschaft keineswegs die Möglichkeit, sich frei für einen bestimmten Lebensweg bzw. für Familie oder Karriere zu entscheiden, da bestimmte Lebenswege substanziell benachteiligend sind. Aus diesem Grund macht es auch keinen Sinn, zu sagen: "Da hat jetzt sogar eine Familienministerin während der Ausführung ihres Amtes ein Kind bekommen - wie man sieht, können sich Frauen sogar sowohl für Karriere als auch Kind entscheiden." Zum Ersten hätte sie die gleiche Möglichkeit als Außen- oder Verteidigungsministerin wohl kaum gehabt und zum Zweiten kann sie als Frau dann keine drei Kinder haben. Familien mit drei und mehr Kinder muss es aber auch geben, und zwar umso mehr, je mehr karriereorientierte Frauen kinderlos bleiben oder sich mit einem Kind begnügen. Nur bleiben die dann eben leider arm oder entstehen unmittelbar in Armut, wo der Staat die Finanzierung der Kinder übernimmt. Die Crux ist nämlich weiterhin: Die Zahl der Ernährer einer Familie sinkt mit ihrer Kinderzahl.

Frauen und Männer haben unterschiedliche Kompetenzen. Frauen können zum Beispiel Kinder in ihrem Bauch heranwachsen lassen und nach der Geburt stillen. Männer können das nicht. Die haben meist andere Fertigkeiten, in denen sie Frauen (zumindest im Mittel) überlegen sind. Das Problem ist nun aber, dass man in unserer Gesellschaft mit praktisch jeder Kompetenz Geld verdienen kann, mit dieser einen, für das Überleben unserer Gesellschaft entscheidenden Kompetenz jedoch nicht. Es gibt bei uns keinen Beruf für Familienarbeit mit eigenen Kindern. Man kann nur mit dem Erziehen der Kinder anderer Eltern Geld verdienen. Auch kann eine Frau mit ihren weiblichen Kompetenzen Geld verdienen, indem sie beispielsweise Männern einen halbstündigen Beischlaf anbietet. Oder sie wird stattdessen Model oder Pop-Sternchen, wo sie ihre guten Sachen gleichfalls reichlich zeigen kann. Ihre wesentlichste weibliche Kompetenz kann sie jedoch immer nur "privat" zur Geltung bringen, obwohl die Sache angesichts von Rentenversicherungen und sonstigen sozialstaatlichen Einrichtungen längst nicht mehr privat ist. Ich befürchte, wir haben es hier mit einer selbst vom Feminismus nie infrage gestellten Vorgabe zu tun, die bis an die Grundfesten des Christentums und damit des Patriarchats zurückreicht. Es handelt sich um ein Thema, das nicht wirklich thematisierbar ist. Vielleicht kann man irgendwann Kinder vollständig in Brutkästen heranwachsen lassen und das Problem so lösen. Möglicherweise ist so etwas weniger tabuisiert.

Mersch hat in seinem aktuellen Buch, das ich ganz nebenbei für einen der lesenswertesten Beiträge zur Geschlechterdebatte halte (selbst zum Thema Quotenregelung), noch einmal sehr deutlich gemacht, dass Frauen und Männer in unserer Gesellschaft nicht wirklich gleichberechtigt sind, solange dieses Thema nicht gelöst wird. So wie es die Feministinnen, aber auch Kristina Schröder vorhaben, geht es jedenfalls nicht, auch nicht in 100 Jahren und mit Kinderkrippen an jeder Ecke. Es geht prinzipiell nicht auf diese Weise. Immerhin könnten die Strukturkonservativen von sich behaupten, dass ihr Rollenbild erwiesenermaßen funktioniere, wie die letzten 2000 Jahre gezeigt hätten. Allerdings ist so etwas heute weder zeitgemäß noch durchsetzbar.

5 Sterne für den Mut, diese für die Zukunft unserer Gesellschaft so entscheidende Debatte (die Gesellschaft schafft sich nämlich sonst ab) noch einmal mit einem gegenläufigen Standpunkt reaktiviert zu haben. Ob das, was Sie in ihrem Buch als eigenen Standpunkt vorträgt, jedoch wirklich dauerhaft tragfähig ist, möchte ich ein wenig bezweifeln.
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53 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Emanzipation ohne Emanzen? 3. Mai 2012
Von Die Debo
Format:Broschiert
Rechts die Wertkonservativen, links die Feministinnen, in der Mitte, ständigen Angriffen von den beiden extremen Positionen ausgesetzt, steht die wahre emanzipierte Frau und das ist, man glaubt es kaum, Frau Schröder selbst. Wie die Familienministerin es schafft, die Emanzipation von den Emanzen zu trennen, ist wirklich faszinierend. Es ist, als habe sie sich diese Chimäre der männerfressenden Feministin bei Manndat abgeschrieben. Da werden jahrzehntealte Klischees hervor gezerrt, wie z.B. Feministinnen wollten Frauen zu Männern machen und ihnen das Kinderkriegen abgewöhnen. Die wirklichen feministischen Positionen zur weiblichen Selbstbestimmung gibt sie dreist als eigene Ideen aus. Es ist nicht so, dass Schröder nicht wüsste, wo unsere Gesellschaft krankt, nur ihre Ratschläge, wie das Dilemma zu beheben sei, treiben einem das Wasser in die Augen. "Durchwurschteln und zwar jede für sich" ist ihre Parole. Frauen sind selber verantwortlich. Hilfestellung sieht sie als Bevormundung und deshalb auch ihr "Nein" zur Quote. Sie sagt durchaus, in der Arbeitswelt müsse sich etwas ändern - eine feministische Position - damit Frauen Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen können. Dann schildert sie, wie sie im eigenen Ministerium eine Schwangerschaftsvertretung für die Schwangerschaftsvertretung suchte, während sich die Herren aus anderen Ressorts über die hohe Geburtenrate im Familienministerium lustig machten. Sie beschreibt auch, wie froh sie war, dass sich Kanzlerin Merkel hinter sie stellte, als sie kundtat ihr Ministeramt trotz Schwangerschaft weiterführen zu wollen. Glaubt sie wirklich, das hätte auch ihr Namensvetter der "Frauen und Gedöns"-Kanzler getan? Sie führt also zwei Beispiele an, die zeigen, dass es Frauen viel bringt, wenn andere Frauen in übergeordneter Position ihnen den Rücken stärken. Wie kann sie dann gegen eine Quote sein? Schröder schreibt, die bösen Feministinnen wollen die Frauen nicht Hausfrauen sein, oder in Teilzeit arbeiten lassen, dabei sei Frauen Geld nun mal nicht so wichtig, die wollen mehr Lebensqualität. Mal abgesehen davon, dass Mutterschaft verbunden mit einem Teilzeitjob von 20 oder 30 Wochenstunden enormer Stress ohne hohe Lebensqualität ist, verliert sie kein Wort darüber, was es für Frauen nach dem neuen Scheidungsrecht bedeutet, wenn die Ehe scheitert, sie keinen Anspruch mehr auf Unterhalt haben und für den Rest ihres Lebens schlecht bezahlte Arbeit haben werden, weil sie zulange aus dem Job raus waren. Und noch ein wichtiges Wort habe ich im ganzen Buch nicht gefunden. Das Wort Rente. Wie sieht die Rente der Frauen aus, die Vollzeitmütter oder Teilzeitarbeiterinnen waren? Kein Wort davon. Einen Tipp hat die Familienministerin für Familien aber doch parat. Frauen UND Männer sollen zurückstecken im Beruf und einfach beide Teilzeit arbeiten. Alles gar kein Problem, wenn man nur will. Wenn der Chef des Mannes kein Verständnis zeigt, egal, dann sucht sich der Vater eben einen neuen Job und die liegen in Frau Schröders Welt anscheinend auf der Straße. Wie die Familie dann von zwei Teilzeitstellen leben soll, darüber macht sie sich hingegen keine Gedanken. Und dass dann beide - Mann und Frau - keine ausreichende Altersversorgung haben werden, kommt auch nicht vor.
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Brauchen wir in Deutschland eine Frauenquote? 99 Vor 15 Tagen
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