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Daniel & Oleg: Du weisst, ich weiss
 
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Daniel & Oleg: Du weisst, ich weiss (Broschüre)

von René Roggmann (Autor), Oli Ferreira (Autor), Mawil (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 10,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Broschüre: 66 Seiten
  • Verlag: Zwerchfell (17. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3928387820
  • ISBN-13: 978-3928387828
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16,6 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 498.539 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Daniels größter Wunsch: einmal auf dem Cover der Spex sein. Olegs größter Wunsch: bis zum Ende seines Lebens nur noch kiffen und daddeln. Zusammen wohnen die beiden am Hamburger Schulterblatt, mitten im hippen Schanzenviertel, und das ist auch schon die Basis für Olli Ferreiras und René Roggmanns Comicstripsammlung. Mit wenigen Strichen und sehr viel Dialog erzählt "Du weisst, ich weiss" von Daniels Leben als ultracooler Indie, der Hamburger Poser- und Szenelocations abgrast und dabei ständig mit seiner eigenen Unsicherheit konfrontiert wird. Das ist treffsicher, das ist lustig, und das ist bisweilen verdammt schwer zu lesen: Halbe Romane sind in die Sprechblasen der Quatschtüte Daniel gepresst. Für kritikfähige Indieboys und -girls aus der Hansestadt sind die Schwarz-Weiß-Zeichnungen allein schon wegen des hohen Wiedererkennungsfaktors ein Muss. Für White-Stripes-, Charlotte-Roche- und Seitenscheitel-Fans aus der ganzen Republik sind sie beste Vorbereitung für einen Trip in die Hansestadt. Schließlich lernt man nirgendwo besser, dass "das Molo" ein Kellerclub auf dem Kiez ist und man "bei Zardoz" die richtigen Platten kaufen und die hübschesten Mädels treffen kann. (jul)


Pressestimmen

Neben den Dialogen ist die zweite große Stärke von Daniel und Oleg die hervorragende Beobachtung. Jeder kennt diese Typen. Oder zumindest Typen wie sie. René Roggmann und Oli Ferreira kennen sich in der ganzen spex-Indie-Szene bestens aus und halten ihr einen wunderbar, oft nur leicht überzogenen Spiegel vor. Und wer auch nur entfernt mit dieser ganzen Szene in Kontakt gekommen ist, der wird bei vielen der kurzen Strips aus dem Lachen nicht mehr herauskommen, aber auch selbst komplette Szene-Abstinenzler kommen hier auf ihre Kosten - Daniel, Oleg und ihr seltsamer Bekanntenkreis mit dem ebenso ungepflegten wie antriebslosen Millbrandt und dem "affektinkontinenten Aggro-Stresser" Stefan mögen in einem ganz spezifiellen Umfeld aktiv sein, die köstlichen Absurditäten erschließen sich dennoch allen. Das Daniel und Oleg von Beobachtung und Texten leben ist offensichtlich - die schwarz-weißen Zeichnungen zeigen genau das, was man sehen muss - Figuren und Mimik, Hintergründe und großartige Details sind hier völlig überflüssig, die ausgeprägte Körpersprache der Protagonisten unterstreicht ihren Artikulationsschwall dafür ausgezeichnet. Wir habens schon geschrieben - ihr müsst weder angesagte Musikzeitschriften lesen, noch im geilsten In-Viertel von gant Überall wohnen um euch mit bzw. über Daniel und Oleg zu amüsieren - wenn ihr für Gag-Strips auch nur annähernd etwas übrig habt solltet ihr die 10 Euro definitiv mal investieren. Lest ihr dagegen spex, pflegt die Plattensammlung oder teilt Olegs Buddha-Mentalität und seinen Hang zu nicht ganz legalisiertem Rauchwerk, dann gibt es keinen Grund, warum die beiden nicht schon längst Einzug in euer Comic-Regal gehalten haben! (g wie gorilla)

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Großartige Beobachtungen treffend formuliert, 26. Februar 2008
Im "Hamburger Szeneposerpool Schanzenviertel" wohnt Daniel mit Oleg zusammen. Oleg ist eher so der Ruhige - Köpfchen rauchend und Playsstation zockend; Daniel dagegen mehr so der Stylishe und Coole, immer darauf bedacht, auch so rüberzukommen. Sein Sprachdurchfall und seine Komplexe aber machen jede erwünschte Wirkung zunichte; Oleg hat längst kapiert, was Daniel für ein Typ ist und nimmt es gelassen.

In Form von Comicstrips erzählen René Roggmann und Olli Ferreira von Daniels und Olegs WG-Leben, das hin und wieder von Olegs Freunden, dem antriebslosen Milbrandt und dem "affektinkontinenten Aggro-Stresser" Stefan, bereichert wird. Daniel ist immer auf der Suche nach dem perfekten Style und nur allzu bereit, seine Umwelt an seinen tief greifenden Erkenntnissen dazu teilhaben zu lassen.

Eine ganz bestimmte Szene wird hier aufs Korn genommen, und die gibt es nicht nur im Hamburger Schanzeviertel. Die Autoren beschreiben es so: "Klar ist man links & politisch hier in der Schanze, aber acht Euro für einen Galao zu zahlen, findet da auch jeder okay." Wahrscheinlich kennt jeder jemanden wie Daniel und vielleicht erkennen einige Leser sogar sich selbst wieder. Natürlich werden hier Klischees präsentiert, Karikaturen der alternativen Szene gezeichnet, allerdings auf ziemlich amüsante Art und Weise. Mit authentischen und witzigen Texten treffen Roggmann und Ferreira zielsicher das Schwarze. Der Sprachduktus der Figuren zeugt von den "intimen" Szene-Kenntnissen der Autoren und damit von einer sympathischen und gesunden Selbstironie.

Die Zeichnungen sind schlicht, schwarz-weiß gehaltene Skizzen der Figuren ohne viel Hintergrund und Kontext, sodass Mimik und Gestik an Bedeutung gewinnen und ihre ganze Wirkung entfalten können.

Die großartigen Beobachtungen, die Roggmann und Ferreira hier präsentieren, werden viele Lacher, zumindest aber Schmunzler, provozieren. Allerdings muss man Comicstrips mögen. Wer hier eine Geschichte in Form eines Graphic Novel erwartet, wird enttäuscht sein. Man bekommt einzelne, kurze Karikaturen, dessen authentische Texte man nicht oft genug loben kann, die aber nur lose miteinander verbunden sind und kaum aufeinander aufbauen.
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