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Dandys [Taschenbuch]

Thomas Kastura
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann; Auflage: 1.Auflage (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442077354
  • ISBN-13: 978-3899412864
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 516.587 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Kastura
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Phänomen des Dandytums, das um 1800 mit Lord Byron beginnt und um 1900 mit Oscar Wilde, Charles Baudelaire, Max Beerbohm und anderen einen deutlichen Höhepunkt verzeichnet, erlebt zurzeit eine erstaunliche Renaissance. Namen wie Tom Wolfe, Benjamin von Stuckrad-Barre oder Christian Kracht sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Aber was ist überhaupt ein Dandy? Der Brockhaus schreibt: "Das indische Wort dandi (Stockträger) wurde seit 1815 auf den durch Kleidung und Lebensform auffälligen Angehörigen des englischen Adels angewandt. Aus einer zunächst noch geistreichen Clique extravaganter Adeliger mittleren Alters entwickelte sich durch Zustrom von Mittelmäßigkeit das Dandytum als Inbegriff des blasierten Dünkels und des seichten Genusses." Dass das Dandytum in Wahrheit vielschichtiger ist, zeigt Thomas Kastura in seiner Anthologie. Zu den Stichwörtern "Erwachen", "Kleidung", "Bildung", "Auftreten", "Geld", "Wohnen", "Cafes, Clubs und andere Etablissements", "Bälle und Parties", "Affären", "Tafelfreuden", "Alkohol", "Drogen", "Sonstige Zerstreuungen", "Auf Reisen", "Bonmots" und"Beisetzungen" versammelt der Herausgeber Texte von 1800 bis heute und entwickelt so eine Phänomenologie des Dandys. Der essayistische Anhang enthält ein Nachwort, Informationen zu den Autoren und bibliographische Hinweise. Eine kleine und nicht stellvertretende Auswahl der Autoren: Gabriele D'Annunzio, Charles Baudelaire, Max Beerbohm, Lord Byron, Christian Kracht, Stephane Mallarme, Marcel Proust, Franziska Gräfin zu Reventlow, Vita Sackville-West, Lytton Strachey, Benjamin von Stuckrad-Barre, Frank Wedekind, Oscar Wilde.

Autorenportrait

Thomas Kastura studierte Germanistik in Bamberg. Nach einer Tätigkeit als Lehrbeauftragter der Universität Bamberg arbeitet er als freier Journalist für den Bayerischen Rundfunk und verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Für den Goldmann Verlag hat er die Anthologie "Unter dem Rohrstock" herausgegeben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dem Autor ist nicht nur gelungen, eine äußerst unterhaltsame und amüsante Mischung von Texten zusammenzustellen, die den Leser an die verschiedenen Spielarten des Dandytums heranführen. Schon allein diese Zusammenstellung ist den Kauf des Buches wert.

Doch der Höhepunkt ist ein mit spitzer Feder geschriebenes essayistisches Nachwort, das sich nochmals mit dem Thema auseinandersetzt. Hier gelingt Kastura mühelos der Spagat zwischen damals und heute. Dandys sollen veraltet sein, ein Thema von gestern? Vergessen Sie dieses Vorurteil, und lassen sie sich entführen in die Welt der Bonvivants und Lebemänner mit Stil. Ein Lese-Buch im besten Sinne!

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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dandys?
Wer oder was sind das eigentlich?
Viele werden nur Oscar Wilde und seine Exaltiertheiten kennen oder ahnen oder gar (fälschlich) den Dandy mit dem Snob gleichsetzen. Und snobistisch, nein, das geht ja nicht, das tut man nicht. Thomas Kastura hat in der vorliegenden Anthologie Texte zusammengestellt, die den Dandy vorstellen, seine Haltung zum Leben, seine Gewohnheiten (Garderobe, Essen, Wohnen, Amüsement, Zeitvertreib usw.), seine Vorlieben und Abneigungen. Autoren und Autorinnen des 19. und 20 Jh. (Wilde, Balzac, Puschkin, Tom Wolfe, Max Beerbohm, Julian Barnes, Bret Easton Ellis, Evelyn Waugh, Baudelaire, Otto Julius Bierbaum ...) beschreiben das Phänomen, die Menschen und ihre Marotten: Amüsant, aufschlussreich, überraschend, interessant, geistreich.
Dandys standen und stehen häufig in der Kritik: Verliebt in Äußerlichkeiten, verschwenderisch im Lebenswandel, oberflächlich und desinteressiert für die Belange der Gesellschaft. Eine Kritik, die auch der Generation Golf und ihren Pop-Literaten vorgeworfen wird.
Die Anthologie zeigt, was Dandytum bedeutet, und das ist weit mehr, als Polo Ralph Lauren Hemden unter Kenzo-Jackets spazierenzutragen und sich blasiert abzuwenden von sozialen und politischen Themen.
Kasturas als Postludium bezeichnetes, umfangreiches Nachwort brilliert durch immensen Witz und fundierten literaturwissenschaftlichen Hintergrund. Es gelingt dem Autor hervorragend, das Phänomen Dandys in ein umfassendes historisches und kulturelles Panorama einzuordnen. Er korrigiert so Fehlurteile über das Dandytum, wobei das ganz nebenbei, fast unbeabsichtigt geschieht. Kastura schärft das Bild für eine Geisteshaltung, die seit dem frühen 19. Jahrhundert periodisch große Wirkung erzielte. Nur periodisch? - Nein, denn Kastura hat Texte von Autoren und Autorinnen gefunden, die man bislang den Dandys nicht zugerechnet hatte.
Fazit: Ein sehr unterhaltsames und aufschlussreiches, längst überfälliges Buch.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Große Bandbreite 10. März 2005
Format:Taschenbuch
Leider ist das Buch nicht mehr regulär zu haben. Es beinhaltet nicht nur Texte von ausgewiesenen Dandys wie Wilde & Co., sondern auch Texte über Dandys, z. B. von E. M. Forster oder Aldous Huxley. Die Bandbreite dieser Auswahl ist immens, viele (Wieder-)Entdeckungen sind darunter: Lermonontow, Musset, Bulwer-Lytton, vor allem die englische und französische Literatur des 19. Jahrhunderts ist stark vertreten.

Dass der Dandy letztlich eine Figur des aufgeklärten Bürgertums ist, ein subversiver Anti-Revolutionär, war mir so noch nicht klar. Geistesaristokrat - ja! Aber nicht aus Dünkel wie ein Snob, sondern aus Bildungstreben. Ein klasse Buch.

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