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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk des unabhängigen Kinos - Björk brilliert als erblindende Kämpfernatur, 23. August 2007
Lars von Triers bestürzender, erschütternder und herzzerreißender Film "Dancer in the Dark" ist wohl einer der mit Abstand schonungslosesten und gerade wegen seines Realismus gausamsten und emotionalsten Filme der letzten Jahre. Angesiedelt im Amerika der 60er Jahre wird die Geschichte der langsam erblindenden, musicalvernarrten Selma (unfassbar ergeifend verkörpert von der isländischen Sängerin Björk), einer Immigrantin aus der Sowjetunion erzählt. Um ihrem Sohn dasselbe Schicksal zu ersparen, an einer Erbrankheit schließlich der Blindheit ebenfalls zum Opfer zu fallen arbeitet sie hart, um das Geld für eine rettende Operation zu sparen... doch nicht nur der amerikansche Kapitalismus, sondern gar ihre augenscheinlichen Freunde machen ihr ein Kreuz durch die Rechnung - mit fatalen Folgen für die naive aber herzensgute Selma. Obwohl der Film wie ein Musical aufgebaut ist, und folglich Gesangseinlagen immer wieder eingestreut sind, ist es vor allem der fast grausame Realismus, der diesen Film, der die wohl bedingungsloseste Liebe die es gibt, die zwischen Mutter und Kind, zum Thema hat, so schockierend macht. Der grandiose Soundtrack, aus der Feder der Hauptdarstellerin Björk, unterstreicht mit seinen teils mechanisch anmutenden Klängen die zwei Welten, in denen sich die potagonistin wähnt. Da ist zum einen die Gesellschaft, die sie immer mehr zurückweist und die sie körperlich wie geistig erschöft; Daneben die Welt des Musicals, in die sie sich zusehends, bald auch in Tagträumen, flüchtet. Zuletzt seien noch einmal die außergewöhnichen schauspielerischen Leistungen der Besetzung hervgehoben; Allen voran Björk, die für ihre Darstellung beim Filmfestival von Cannes verdient als beste Schauspielerin geehrt wurde. Dieser Film wird sie jedoch für einige Zeit nicht mehr loslassen und Taschentücher sollte man in jedem Fall bereit halten - die habe sebst ich gebraucht.
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69 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das mit Abstand krasseste Ende aller Zeiten, 16. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Dancer in the Dark (DVD)
Die Genialität des Streifens rührt von der Genialität des Regisseurs her. Doch eigentlich müsste man ihn für diesen Film küssen und schlagen zugleich. Küssen für seine Offenheit. Schlagen für seine Offenheit: Der Geniestreich, den zum Happy-End hochstilisierte Schluss innerhalb einer Zehntelsekunde ins größtmöglich entmenschlichte, ja menschenverachtende Gegenteil zu kehren, nimmt dem Zuschauer jede Gelegenheit, seine innersten Regungen für sich zu behalten. Der Zuschauer wird förmlich seelisch ausgezogen. Keine Chance, sich hinter einem aufgesetzten Lachen zu verstecken. Es war das erste mal in meinem Leben, dass ich in einem vollbesetzten Kinosaal saß, der auf den Schlag verstummte dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können... Es traute sich niemand mehr zu atmen. Wie auch soll man sich verhalten, wenn jeder Kinogänger von einem Augenblick zum anderen den innersten Gefühlszustandes eines jeden anderen Kinobesuchers kennt, weil er ihn gerade selbst erlebt?!? ...wenn selbst augenscheinlich harte Männer plötzlich nur noch mit flatterndem Atem und blassen Gesicht dastehen und sich nicht trauen, jemand anderem ins Gesicht zu sehen, weil diese Fenster zur Seele, die Augen, plötzlich so klar und weit aufstehen... Hier kommt man sich entblößt, vergewaltigt vor. Da nützen keine geheuchelten Scherze mehr. Es ist sofort klar, dass alle Ablenkmanöver nichts bringen werden... Der Dieb Lars von Trier hat uns in die Falle des absolut unerwarteten tappen lassen und aller Waffen beraubt, um anschließend erbarmungslos zuzuschlagen. Eine Meisterleistung mit Bestand. Dem Regisseur bleibt zu danken, dass er das Wort "Tabulosigkeit" in einer Zeit, in der vermeintliche Tabus wie Sexualität durch ihre inflationäre Verbreitung die Bedeutung verloren haben, neu definiert hat! Missstände kritisiert man eben am besten, wenn man sie in ihrer ganzen Blüte der wahren Natur zeigt.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich bewegend !, 27. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Dancer in the Dark (DVD)
Mich hat dieser Film zutiefst gerührt ! Björk spielt absolut überzeugend, und einzelene Szenen in der Kombination mit ihrer Stimme ..., kurz : mir liefen nur so die Tränen runter ! Diesen Film empfehle ich jedem, der nicht auf laute dümmliche Effekthascherei steht und der wirkliche Gefühle sehen und empfinden will. Der gesamte Film ist TRAUMHAFT gut umgesetzt ! Wunderschöne Musik. Und wenn der Film zuende ist, braucht man erst eine Weile um wieder im Hier anzukommen. Ein unglaublich bewegender Film.
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