Als leidenschaftliche Tänzerin verschlinge ich förmlich jeden Tanzfilm, der so auf den Markt geworfen wird. In den Kinos blieb "Dance with me" ja eher auf der Strecke. Im Prinzip schon schade. Schade sind immer wirklich schlechte Tanzfilme, doch dieser gehört nicht wirklich dazu.
Story: Rafael (Chyanne) beschließt nach dem Tod seiner Mutter in den USA seinen leiblichen Vater suchen zu gehen, den er allerdings niemals kennengelernt hat. Also macht sich der junge Mann von Kuba aus nach Texas, wo sein Vater angebliche leben soll. Schnell macht Rafael den Besitzer einer Tanzschule aus, der sich als sein Vater heraus stellt. In diesem Tanzstudio trifft er auf die Tanzlehrerin Ruby (Vanessa Williams). Eine ehrgeizige Tänzerin, die allerdings die Leidenschaft und die Seele des Tanzen komplett verloren hat. Die hübsche Frau ist eher genervt von den romantischen Anfällen des Kubaners und versucht Distanz zu wahren. Doch ihre Mauern schmelzen durch die zauberhafte, fast naive Art des jungen Mannes förmlich dahin. Aus beiden werden zuerst Freunde, bis sie zusammen tanzen gehen. Erst jetzt beginnt Ruby wieder Spaß am Tanzen zu finden und los zu lassen. Eine zerbrechliche Liebe blüht zwischen der Tanzlehrerin und Rafael auf. Doch aus Angst verletzt zu werden blockt die Tänzerin ab und beschließt aus Texas weg zu gehen, um wieder Turniere zu tanzen. Mit ihrem Ex- Tanzpartner der sie und ihren gemeinsamen Sohn auf schändliche Weise verlassen hatte, noch bevor das Kind auf der Welt war. Rafael kann nicht verstehen, was mit Ruby los ist. Doch auch er will an diesem Tanzwettbewerb teilnehmen.
Eine wirklich nette Geschichte mit tollen Klängen und hervorragenden Tanzeinlagen. Ein traumhafter Chayan als Rafael bringt Frauenherzen zum Schmelzen, wie seinerzeit Patrick Swazy. Eine klasse Steigerung vom Latino- Musikstar zum Schauspieler und Spitzentänzer. Auch Multi- Talent Vanessa Williams liefert einen verletzlichen und faszinierenden Charakter ab. Auch ihre tänzerische Leistung ist beeindruckend und lobend hervorzuheben. Die Mischung von authentischen, kubanischen Tanzstilen und dem kontrollierten Turniertanz ist hervorragend gelungen. Ein schöner Stilmix, der einiges her macht. Auch die Musik ist klasse. Denn auch hier verschmelzen Latino- Rhythmen mit Klassikern des Turniertanzes.
Fazit: Ein schöner Tanzfilm, der zwar nicht zu den Kronjuwelen (z.B. Dirty Dancing, Grease) gehört, aber doch zum oberen guten Drittel gehören. Wer einen schönen Mann beim Tanzen beobachten will, sollte den Film auf keinen Fall verpassen. Eine kleine Anregung doch mal bei der Tanzschule seines Vertrauens vorbei zu schaun ...!