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Danach war alles anders: Suchtgeschichten
 
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Danach war alles anders: Suchtgeschichten (Taschenbuch)

von Jörg Böckem (Autor)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 324 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (8. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442154448
  • ISBN-13: 978-3442154449
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 83.740 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kollegen aus der Branche staunten im Jahr 2004 nicht schlecht angesichts der Enthüllungen eines der Ihren. Ein angesehener Journalist hatte sich als langjähriger Heroin-Junkie geoutet. Der Begriff vom "Doppelleben" klebte fortan wie eine Marke an Jörg Böckem. Sein Bekennerschreiben Lass mich die Nacht überleben machte Furore, Beckmann rief, 3sat Kulturzeit berichtete, Spiegel und Stern, für die Böckem tätig war, widmeten Artikel dem aus der Drogenhölle Zurückgekehrten. Böckem schien in ein Wespennest gestochen zu haben, wie die zahlreichen Briefe von Angehörigen und Betroffenen zeigten, die in der Folge bei ihm eintrudelten. Eine deutliche Sprache über die ungeheure Dunkelziffer an Suchtkranken in unserer Gesellschaft. In seinem neuen Buch hat Böckem sieben dieser Schicksale näher beleuchtet. Keine schöne Lektüre, womöglich aber lebensrettend!

Eines vorweg: Sieben ähnlich bedrückende Abstiege in Drogenabhängigkeit, Alkoholismus und Essstörung, wie bei der 17-jährigen Laura --, dies alles im sachlichen Reportagestil gehalten --, solch thematische Engführung kann auch für den seriösesten Leser zum Bleigewicht werden, zumal Böckem, willentlich oder aus Unfähigkeit, seinen Schilderungen sämtliche Farben entzieht. So entsteht auch hier der "Grauschleier eines merkwürdig distanzierten Therapieprotokolls", wie schon die TAZ angesichts des ersten Buches feststellte.

Prägende Muster lassen sich allemal herauslesen, wie der alkoholkranke Vater im Falle des Hamburger Drogenfahnders, der selbst auf bedrückende Weise dem Stoff zum Opfer fiel. Böckem interviewt Co-Abhängige, blättert die Geschichte des Schauspielers Alexander Scheer auf, der nach dem Mauerfall im Westen zum Höhenflug ansetzte -- und ganz unten landete. Stellt uns den Theaterregisseur Georg und seinen unmenschlichen Kampf gegen die Flasche vor. Langsam beginnt man sich zu fragen, in welch schockgefrorener Gesellschaft wir eigentlich leben, wenn selbst in kreuzbürgerlichen Kreisen nur noch die Droge Linderung zu verschaffen mag. Im Anhang erklärt ein Wissenschaftler der Uni Heidelberg Wirkungsweisen psychoaktiver Substanzen und Mechanismen des Suchtverhaltens anhand der geschilderten Fälle

Düstere und aufrüttelnde Biografien -- einige vorzeitig beendet --, die man sich tunlichst nur häppchenweise zuführen sollte. –Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Extreme, fesselnde Geschichten." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung )

"Keine Betroffenheitsprosa... Böckem berichtet sachlich, sorgfältig zeichnet er Wendungen und Umschwünge einzelner Drogenkarrieren nach! (NDR Kulturjournal )

"Eine verstörende Reise durch ein Land, in dem viel Bürger glauben, ohne Drogen nicht leben zu können." (Der Spiegel )

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen unglaubliche suchtgeschichten, 13. Mai 2006
dieses buch ist erschreckend realistisch,da ich selbst trockener alkoholiker bin aber auch umgang mit heroin und anderen drogen hatte kann ich nur bestätigen das dieses buch nicht übertrieben verfasst worden ist.ich habe schon mehrere bücher über süchte gelesen und dies ist eines der besten vor allem durch seine verschiedenen geschichten.ein buch was sicherlich selbst für völlig aussenstehende lesenswert ist. die dramatischen lebensgeschichten sind gut nahe gebracht worden und nicht zu langatmig gehalten."danach war alles anders" ist sein geld absolut wert !
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Suchtgeschichten - Überlebende blicken zurück, 12. April 2006
Der Journalist und Buchautor Jörg Böckem setzt sich auch in seinem zweiten Buch „Danach war alles anders" mit dem Thema Sucht auseinander. Diesmal jedoch haben andere ihm ihre Suchtgeschichten und Drogenerfahrungen erzählt. Die Geschichten, die dabei zusammen gekommen sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Ebenso die sieben Leben, die Böckem porträtiert. Da ist der hyperaktive Schauspieler Alexander Scheer („Sonnenallee", „Berlin, Berlin") zu finden, dessen Bericht über durchtanzte Nächte und wilde Aktionen bis zu einem gewissen Punkt fast wehmütig klingt. Doch da ist auch das essgestörte Mädchen, dass sich seiner angeblich überflüssigen Pfunde und seines schwer alkoholkranken Vaters schämt. Sensibel und ohne Wertung oder Schuldzuweisungen erzählt Böckem ihre Geschichten und macht ihre Entwicklung nachvollziehbar. Dabei ist es ihm anzurechnen, dass er das Verhalten seiner Protagonisten nicht wertet und sie nie der Lächerlichkeit preisgibt. Wie zum Beispiel den jungen Mann, der unter Drogeneinfluss in den Liedern von Heinz-Rudolf Kunze und Westernhagen geheime Botschaften empfing und sich sicher war, bald König von Deutschland zu werden. Spätestens, wenn er der Polizei sein gesamtes Drogennetzwerk mit Namen und Adressen offenbart, weil er glaubt, sein neues Regierungskabinett zusammen zu stellen, möchte man laut loslachen. Doch er ist dem totalen Absturz nur knapp entkommen und hat eine starke psychische Krankheit zurückbehalten, die sein Leben noch heute einschränkt.
„Sucht hat immer eine Geschichte", lautet ein Leitsatz in der Suchtprophylaxe. Mit seinem zweiten Buch ist es Böckem gelungen, einige dieser Geschichten nachvollziehbar zu machen. Die Menschen, die ihm ihre eigenen oder die Geschichten ihrer Angehörigen erzählt haben, stammen aus allen Schichten und Regionen des Landes. Trotzdem weisen ihre Geschichten Parallelen auf.
Auch Prominente haben sich an ihn gewandt, um ihre Geschichte loszuwerden. Die Frau des Versandhaus-Millionärs Albert Schöpflin, deren Ehe am Drogentod des Sohnes zerbrach. Marilies Schöpflin hat inzwischen gelernt, dass sie ihrem Sohn nicht helfen konnte. Trotzdem bleibt die nicht zu beantwortende Frage der Mutter: „Hätte ich es vielleicht verhindern können?" Die Schöpflins haben einen Weg gefunden weiterzuleben: Sie haben eine Stiftung ins Leben gerufen, deren Hilfsangebot sich an Angehörige Suchtkranker wendet.
Böckems erstes Buch wurde kritisiert, weil viele Leser Antworten gesucht haben, die er nicht geben konnte oder wollte. „Danach war alles anders" gibt Antworten, viele verschiedene.
Am Ende des Buches findet der Leser ein Interview Böckems mit dem Heidelberger Suchtforscher Dr. Hendrik Jungaberle, der für eine wertfreie Betrachtung von Droge und Rausch plädiert und Konzepte im Bereich der Therapie und Prävention entwickelt. Darüber hinaus befindet sich im Anhang des Buches eine Liste von Informationsstellen für Süchtige und deren Angehörige im deutschsprachigen Raum.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aufmerksam, 20. März 2007
Wer sich für seine Mitmenschen interessiert und auch sich berührt fühlt von schweren Schicksalen dieser, sollte diese Buch unbedingt lesen!
Der eigene Tunnelblick verwandelt sich in die Vogelperspektive.

Jörg Böcken hat einen sehr eigenen Stil, der sich flott durchliest.

Die Fallgeschichten berühren und machen nachdenklich.
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2.0 von 5 Sternen Keine konkrete Hilfe
Viele unterschiedliche Geschichten. Dadurch wird einem das Suchtproblem richtig bewusst. Leider konnte ich keinen Rat in dem Buch finden, wie man aus dem Teufelskreis der... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Schmökermaus veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Empfehlung
Dieses Buch ist sehr gut beschrieben und die einzelnen Personen haben über sich selbst sehr realistisch erzählt. Der Autor ist verdammt gut.
Vor 12 Monaten von Gabriela Rehfeldt veröffentlicht

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