Mehr durch Zufall habe ich mir diese Komödie ausgeliehen. Auf ganz leisen Sohlen kommt dieser Film daher, ruhig und ohne die sonst gewohnte Hektik und "Kriegt-er-sie-oder-kriegt-er-sie-nicht"-Quatsch.
Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines Mannes mit drei Kindern, dessen Frau vier Jahre zuvor gestorben war. Er lernt in einer Buchhandlung seine Traumfrau kennen, während er für einige Tage bei einem Familientreffen ist. Zurück bei der Familie erzählt er allen von seiner Begegnung - und just in diesem Augenblick stellt sein Bruder seine Freundin vor: die Frau aus der Buchhandlung. Beide scheinen sich zu lieben, doch die Umstände erlauben es nicht, dass sie das dürfen ...
Der Film zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass die Charaktere - und zwar wirklich alle! - so liebevoll dargestellt sind, dass allein dieses Familientreffen, mit all seinen Facetten, so richtig Spaß macht zu betrachten. Man möchte Teil dieser netten Familie sein.
Der Humor ist nicht so platt wie in den vielen herkömmlichen Komödien - auch wenn an der ein oder anderen Stelle ein paar nette "platte" Gags eingebaut sind, die dann aber, so dezent wie sie gesetzt sind, umso mehr Spaß machen.
Der Film nimmt sich Zeit für seine Charaktere, zeigt die Menschen so, wie "du und ich" und man bekommt nie das Gefühl, dass hier lauter Hollywood-Beaus über die Leinwand huschen. Auch wenn sie es letztendlich ja doch sind. Will sagen, der Film wirkt echt, nicht gekünstelt. Die Geschichte überzeugt, wirkt nicht konstruiert. Man kann sich gut vorstellen, dass es diese Geschichte wirklich genau so gibt.
Zuletzt sei erwähnt, dass den Film eine wunderbare Musik begleitet, Musik, die aus lediglich einfachem Gesang mit Gitarrenbegleitung besteht.
Für mich der beste Film, den ich in diesem Jahr zu sehen bekam und einer der sehr seltenen Perlen, die ich mir auf jeden Fall auf meine Liste der besten Filme schreiben werde.
Schön, dass es so gute Filme gibt!