Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dan Brown entschlüsselt, 15. Mai 2006
In einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen des zurzeit wohl bekanntesten und umstrittensten Bestsellerautors der Welt, zeigt Lisa Rogak wie aus dem Sohn eines ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Organistin, der Englischlehrer und zunächst erfolglose Autor Dan Brown wurde.
Inhalt:
Erst mit dem grandiosen Erfolg des Da Vinci Codes gelangte Brown in die Bestsellerlisten und damit in das Licht der Öffentlichkeit, bis dahin hatte er aber bereits einen weiten Weg zu beschreiten, der ihn nach seinem Schulabschluss zunächst nach Hollywood brachte, wo er sich als Singer-Songwriter versuchte und seine Frau Blythe kennen lernte. Wie sich nun auch noch herausstellt, ist und war diese auch nie die viel zitierte Kunsthistorikerin, was vielen Vorwürfen, sie hätte Brown vor gewissen Fehlern in Sakrileg und Illuminati abhalten müssen, die Grundlage entzieht. Nach der gescheiterten Musikerkarriere sah sich Brown wieder gezwungen seinen Beruf als Lehrer für Englisch und Spanisch aufzunehmen. Doch Diabolus war nicht Browns erste Veröffentlich, wenngleich seine beiden „geheimen" Werke eher bescheiden ausgefallen sind und alles andere als skandalöses Potential aufweisen. Mit der gesammelten Erfahrung wagte sich Brown schließlich an Diabolus bzw. Digital Fortress, womit ihm zwar eine Veröffentlichung, jedoch kein Bestseller gelang. Als Illuminati/Angels and Demons, sowie Meteor/Deception Point schlussendlich auch bestenfalls mittelmäßige Verkaufszahlen schrieben, schien seine Karriere gelaufen. Das Buch, das sein Schicksal zu besiegeln drohte, mauserte sich schließlich entgegen aller Erwartungen zu einem weit größeren Erfolg als zu erwarten war, nicht zuletzt durch die überraschend heftigen Kritiken. Zunächst noch begeistert von der damit eröffneten Diskussion, wandelte sich der Traum vom Weltbestseller schließlich zum Albtraum.
Wer glaubte, alles über Dan Brown zu wissen, der wird überrascht feststellen dass dies nicht der Fall ist, wenn er oder sie sich dieses Buch zu Gemüte führt. Vorwiegend befasst sich die Autorin mit den Fragen:
- Wer ist Dan Brown und wie ist sein Leben bisher verlaufen?
- Wie kamen seine Bücher, allem voran The Da Vinci Code zustande?
- Was plant er für die Zukunft (weitere Robert-Langdon-Romane) und wann wird sein nächstes Buch (The Solomon Key) endlich erscheinen?
Unter anderem erfährt man von Browns erster Begegnung mit Codes und Rätseln, die ihn nun schon seit seiner Kindheit begleiten, ebenso wie elitäre Kreise. Vor allem Browns grundlegende Idee für Sakrileg entstammt seiner einjährigen Auslandsstudienzeit in Sevilla, wo er während einem Vortrag in Sevilla von geheimen Botschaften in den Gemälden Leonardo da Vincis erfahren hat. Trotz allen Erfolges, ist ihm auch das Scheitern nicht unbekannt, was anhand seiner gescheiterten Musikerkarriere und den erfolglosen Anfängen seines Schriftstellerdaseins deutlich wird. Für Fans seiner „Romane" dürften zweifellos die zahlreichen Informationen über die Konzepte zukünftiger Bücher, wie auch von The Solomon Key sein von großem Interesse sein, welche auf mehr aus Browns Feder hoffen lassen.
Fazit:
Wer mehr über Dan Brown erfahren möchte oder sich einfach für den Mann hinter dem Da Vinci Code interessiert, dem ist dieses Buch ebenso zu empfehlen, wie den zahlreichen Kritikern Browns, die mit der Lektüre lernen könnten, dass Dan Brown auch nur ein Mensch ist.
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9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ein cleverer literarischer Fischzug, 9. Juni 2006
In amerikanischen Buchläden gibt es heutzutage schon ganze Regale mit Anti-Da-Vinci-Code Büchern, die im Gefolge des Megabestsellers eine dankbare Leserschaft bedienen. Auch die Biographie eines 42jährigen, der in seinem Leben noch nicht viel gemacht hat - außer eben Autorenschaft für das meistverkaufte Buch des 21. Jahrhunderts - passt hier ins Bild. Lisa Rogak hat hier wirklich viel zu tun, um aus dem Ganzen ein Buch zu schmieden, aber auch sie wird finanziell auf ihre Kosten kommen, nebst allen anderen Trittbrettfahrern, die so ein durchschlagender Erfolg eben auf den Plan ruft.
Was ich ihr vorwerfe: Faulheit beim Recherchieren. Dass Dan Brown wirklich ein stocklangweiliger Mensch ist, der einmal versucht hat, Popstar zu werden, einige Jahre Gymnasiallehrer für Englisch war und fünf erfolglose Bücher verfasst, bevor er seinen Treffer landete - für diese mangelnde literarische Vorgabe kann sie nichts (er übrigens auch nicht). Aber sie hätte trotzdem mehr aus dem Thema machen müssen. Dan Brown und seine Frau haben mit Rogak offenbar nicht sprechen wollen - ob sie es jemals versucht hat, erzählt sie uns nicht einmal. Dann gibt es einen einzigen Menschen, den sie über die Zeit der Browns in Kalifornien befragt hat, und zwei ehemalige Schüler, die mit ihm auf der High-School waren. Das ist äußerst mager. Die Autorin macht sich auch nicht die Mühe, die Kontroverse, die der Da-Vinci-Code hervorgerufen hat, überhaupt zu beleuchten. Sie erwähnt nur, dass ihm was vorgeworfen wurde. Was? Nun, es lohnt sich nicht, darüber näher zu sprechen. Auch Browns Behauptung, 99% der Thesen des Buchs sei Fakt, lässt sie ihm durchgehen, obwohl jeder mittlerweile weiß, dass das Buch ein Krimi ist, nicht mehr.
Ich habe das Buch im Laden liegen sehen und dachte: Ausgezeichnete Gelegenheit, sich wieder einmal unter Niveau zu amüsieren. Von daher war es wirklich lustig, auch wenn es nichts ist als ein Souffle aus Vermutungen, Verdächtigungen, bereits bekannter Presseinfos und Faszination über Bucherfolge, alles ergoogeltes Zeug. Wenn man diese mangelnde Substanz berücksichtigt, ist es ganz gefällig geschrieben, aber das ist noch nicht viel.
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