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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bittersüße Verdammnis, 9. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Damnation/Lim.Digipack (Audio CD)
Zugegeben, auch ich war skeptisch als man verkündete, das neue Opeth Album sei "anders als alles bisher Dagewesene, neuartig, innovativ". Derlei Phrasen wecken die düstere und leider oft berechtigte Ahnung, daß man sich aus kommerziellen Gründen oder einfach aus einer fixen Idee heraus als Band derart verändert, daß kein Fan mehr auch nur einen Ton hören will. Nun, Opeth haben sich verändert, vergebens wartet man auf aggressive Growls und brechende Gitarrenriffs. Doch von Enttäuschung keine Spur. Opeth haben mit "Damnation" ein großartiges Stück Musik geschaffen, das Seinesgleichen sucht. Losgelöst von jeglichen Schubladen gräbt sich jeder einzelne Song tief ins Bewußtsein und weiß auf eine ganz eigene Art zu verzaubern. Wie durch einen schweren Regenschleier dringen die Gitarren und Akerfield's ausnahmslos klare Stimme dem Hörer entgegen. Man fühlt sich einen herbstlichen, tiefen Wald versetzt, und über allem breiten die 8 Songs des Albums ihren Schleier der Melancholie aus. Wer dieses Album uninspiriert und langweilig nennt, der hat eindeutig keinen Sinn für Musik an sich. Opeth auf die Death - Metal Schiene zu reduzieren wird dem Können der Musiker in keinster Weise gerecht. Damnation erinnert stellenweise an Pink Floyd, ein wenig psychedelisch, dazu traurig und sehnsüchtig. Und einfach einzigartig. Fazit: Großartiges Werk das einen nicht mehr los läßt. Unbedingt testen. Anspieltips: Keine. Im ganzen Genießen!
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniales Meisterwerk für Einsteiger und Fortgeschrittene, 29. Juni 2006
Bis vor kurzem war diese CD nur über das Label "Pinnacle I" bei Amazon erhältlich, weshalb man unter der dortigen Produktbeschreibung auch schon einige (durchweg lobende) Rezensionen lesen kann. Was kann ich dem noch hinzufügen? Zunächst mal, dass ich ich "Damnation" für ein grandioses Meisterwerk halte :-) Für mich war es das erste Album, das ich von Opeth gehört habe, und ich bin heilfroh, dass es so gekommen ist. Als jemand, der allzu brutalem Geknüppel und besonders Growls nicht viel abgewinnen kann, hätte ich ein anderes Opeth-Album wahrscheinlich vorschnell ad acta gelegt (was ein schwerer Fehler gewesen wäre). So war ich hingegen überrascht vom völligen Fehlen von Growls, Double-Bass oder auch nur harten, verzerrten Gitarrenriffs. Die außergewöhnlich klare Gesangsstimme und die abwechslungsreichen Gitarrenläufe und Rhythmen haben mich schnell in ihren Bann gezogen und seitdem nicht mehr losgelassen. Obwohl ich wie erwähnt noch kein anderes Album von Opeth kannte, war mir von Anfang an klar, dass es sich um eine echte Death Metal Band handelt; jedes einzelne Lied des Albums baut eine unglaubliche Spannung auf, die den Zuhörer kaum loslässt, und permanent wartet man darauf, dass diese Spannung in einem Double-Bass-und-Gitarren-Gewitter gipfelt - was jedoch nie geschieht. Diese Spannung und die melancholische Grundstimmung sind es dann auch, die in meinen Augen den Bogen spannen zu anderen Alben von Opeth, z.B. zum "Schwesteralbum" "Deliverance", das ursprünglich zusammen mit "Damnation" als Doppel-CD erscheinen sollte. Wer "Damnation" kennengelernt und liebgewonnen hat, hat dadurch mit höchster Wahrscheinlichkeit auch einen Zugang zur ungleich härteren "Deliverance": Zwischen brutalen Growls und harten Gitarrenriffs finden sich auch hier vereinzelt klarer Gesang und unverzerrte Gitarrenläufe, und beim Hören werde zumindest ich fast ebenso melancholisch. Kurzum: Die mitreißende Melancholie ist in meinen Augen das, was "Damnation" mit anderen Opeth-Alben gemein hat und vermutlich auch der Grund, warum sie scheinbar auch unter eingefleischten Death-Metal-Fans auf Akzeptanz stößt (Ich entsinne mich da einiger anderer Bands, denen Heerscharen von Fans den Rücken kehrten, als sie weniger harte Alben herauszubrachten ;-). Fazit: Wer abwechslungsreiche, melodische Musik mag, aber Opeth noch nicht kennt, für den bietet dieses Album den optimalen Einstieg in eine neue Klangwelt. Wer es schon längst kaufen wollte, bislang aber aufgrund des hohen Preises bei Amazon noch gezögert hat, sollte jetzt unbedingt diese Veröffentlichung unter dem Label Zomba kaufen... Und da der Preis so extrem niedrig ist, kann man bedenkenlos noch die "Deliverance" drauflegen :-)
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wirklicher Geheimtipp, 7. Januar 2004
Da sucht man Sie immer, die geheimen Meisterwerke. Was steckt alles noch in den hintersten Schubladen, verbarrikadiert vom heutigen Mainstream ? Über die Begeisterung für die (etwas bekannteren) Porcupine Tree kam ich auf den neusten Output der skandinavischen Death Metal Band Opeth, welche augenblicklich von Steven Wilson produziert werden. Opeth-Mastermind Akerfeldt hatte die Idee im Zuge der Bewunderung für das neuste Werk von PorcupineTree „In Absentia" ebenfalls ein sphärisches, anspruchsvolles Pop-Kunstwerk zu schaffen. Dabei geht er stilistisch genau in die entgegengesetzte Richtung seiner sonstigen Arbeit. „Damnation" klingt still, melancholisch und fragil. Inhaltlich wird eine Reise in dem durch Hoffnungslosigkeit, Depression und Sinnlosigkeit herbei gewünschten Tod, abgearbeitet. Dabei erinnert mich die CD von der thematischen Stimmung und der textlichen, wie musikalischen Einheit her an Friedrich Schuberts „Winterreise". Akerfeldt zaubert eine Fülle wunderschöner Gitarren-Pickings, intelligenter Kompositionen und sphärischer Klangbilder hervor, welche den zerbrechlich wirkenden Gesang umspielen. Trotz Einsatz von Keyboards ist die Produktion eher akustisch gehalten und perfekt abgemischt, so daß jedes Instrument einzeln heraushörbar ist, was die virtuose Einspielung der CD unterstreicht. Nach zu kurzen 40 Minuten ist auch Akerfeldt, wie Schubert, am Ende seiner Reise angelangt. „Save me .... take me to my home" haucht er in das Mikro und es laufen einem Gänseschauer über den Rücken ...
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