Damlo ist ein Feigling und er ist anders als die anderen Kinder in Waelton. Das liegt an seinen roten Haaren, denn alle Kinder, die mit diesen roten Haaren geboren werden, sterben in jungen Jahren. Nur Damlo erlebt seinen vierzehnten Geburtstag, die Schwelle zum Mann werden. An diesem Tag begibt er sich - nicht ganz freiwillig - auf eine Reise. Diese Reise wird ihn verändern, in jeder Hinsicht...
Zu Beginn habe ich lange gebraucht, mich in den eigenen Stil von Luca Trugenberger ein zu lesen. Zugegeben, es hat gute 80 Seiten gedauert, dann allerdings ging das Lesen flüssiger von der Hand. Das lag allerdings auch daran, dass dann erst die Geschichte langsam in Fahrt kommt. Zu Beginn von DAMLO UND DER WEG ZUM GLÜCK erzählt uns der Autor viel (aber sagt doch wenig).
Luca Trugenberger vermischt hier einige Fantasymerkmale miteinander. Da ist der Außenseiter (der letztendlich der Held der Geschichte ist), es gibt riesige Bäume (die manchmal auch sprechen), Zwerge, Orks, gefährliche Männer in Wolfspelzen, Schwarze Männer mit einem Schwarzen Degen, einen Zwergenprinzen, der inkognito unterwegs ist, fliegende Drachen, einen weißen Turm Magie und Zauberei, die doch nicht vor tausend Jahren gestohlen wurden und natürlich wächst Damlo über sich hinaus undentwickelt seltsame Kräfte...
Alles ganz nett und sicherlich gewisses Potential vorhanden, nur wollte bei mir der Funke nicht ganz überspringen. Oft dachte ich beim Lesen an Elemente aus DER HERR DER RINGE oder anderen Fantasy-Epen. Alles in DAMLO war schon irgendwie mal da und leider ist die Umsetzung nicht so herausragend wie erwartet. Wenn der Rückentext des Buches von bezwingender Intensität und feinem Humor spricht, kann ich nur letzteres bestätigen - zumindest teilweise. Die bezwingende Intensität lässt (für mich zumindest) missen.
Schade also, denn ich habe mir viel mehr erhofft von DAMLO UND DER WEG ZUM GLÜCK. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt und das Buch dümpelt in Mittelmäßigkeit dahin.