"Liebe Freunde. Ich sterbe. Doch das soll euch nicht betroffen machen, denn ich sterbe schon seit dem sechsten Juli 1917!" spricht der Rabbi in seiner Predigt. Wir werden geboren um zu sterben zitiert er dann weiter den Palmisten.
"Würden Sie meine Trauerrede halten?" ist die entscheidende Frage die an Mitch Albom von dem Rebbe (Rabbi) gestellt wurde und zu diesem Buch führte. Mitch Albom erzählt er war etwas verwundert, dass er die Trauerrede für einen Rabbi halten sollte. Der Rebbe war aber noch ganz fit und so hatte Mitch Albom nun Zeit sich gedanklich mit Fragen zu dem Leben und den Einstellungen des Rebbe vertraut zu machen, um ihn als Menschen kennenzulernen und uns diese Geschichte nun zu erzählen. Die Geschichte entwickelt ihre eigene Dynamik zwischen Mitch Alborn und dem Rebbe und gleichzeitig trifft Mitch Albom Henry Covington, der ein sehr bewegtes Leben hinter sich hat und nun Pastor ist.
Die Kapitel des Buches werden in Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt, die dem Naturzyklus gleichkommen. Das Buch fesselt dann den Leser mit seinen kleinen Geschichten und Witzen; es ist vergleichbar mit seinem früheren Werk:
Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens und enthält Lebensweisheiten sowie grundlegende Gedanken zu Gott, dem Leben und den Menschen.
Nebenbei werden auch die zwei religiösen Welten des Rabbi und des Pastors ein wenig miteinander verglichen und der Leser merkt schnell, die sind gar nicht so weit auseinander.
Fazit: Mitch Albom hat hier wieder ein sehr schönes Buch geschrieben, gut formuliert nie langweilig und mit einigem Tiefgang!