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90 Jahre Frauenwahlrecht. Und heute? Spitzenpolitikerinnen erzählen von ihren ersten Schritten in die Politik. Ein "EMMA"-Buch von Alice Schwarzer. Vor 90 Jahren, am 19. Januar 1919, wählten zum ersten Mal in der deutschen Geschichte nicht nur Männer, sondern auch Frauen die Abgeordneten des Deutschen Reichstags. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen war nach langen Kämpfen Wirklichkeit geworden. Und heute? Welche Rolle spielen Frauen in der Politik? Wie sehen politische Karrieren von Frauen aus? Was motiviert Frauen, sich politisch zu engagieren? Welche Hindernisse müssen auch heute noch überwunden werden? Die Journalistinnen Tissy Bruns und Chantal Louis sprechen ungeschminkt und offen mit den führenden Politikerinnen dieses Landes über ihre Anfänge, über ihre Erfolge und Niederlagen in der Politik: mit Ursula von der Leyen, Ulla Schmidt, Andrea Nahles, Renate Künast, Petra Pau und vielen anderen. Und Kanzlerin Merkel erzählt von ihrem steilen Weg in die Politik. "EMMA" erinnert an den leidenschaftlichen Kampf von Frauen für das Wahlrecht. Denn was heute selbstverständlich scheint, das galt damals noch als skandalöse, ja völlig verrückte Forderung. Nicht nur notorische Frauenfeinde waren gegen das Frauenstimmrecht, sondern lange auch alle Parteien, von rechts bis links. Doch dann taten die Frauen sich zusammen, weltweit: von der scharfzüngigen Hedwig Dohm in Deutschland über die kämpferische Emily Pankhurst in England bis zur legendären Susan B. Anthony in Amerika.
Chantal Louis, geboren 1969, hat Journalistik und Politikwissenschaften in Dortmund studiert. Volontariat bei den "Ruhr-Nachichten", seit 1994 ist sie Redakteurin bei "EMMA", sowie frei tätig für WDR und Deutschlandfunk.
Alice Schwarzer, geboren 1942, Journalistin und Essayistin, seit 1971 eine der erfolgreichsten Buchautorinnen in Deutschland. Ihre Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Weitere Titel von Alice Schwarzer bei Kiepenheuer & Witsch: u.a. "Alice Schwarzer/Simone de Beauvoir. Weggefährtinnen im Gespräch", KiWi 1021, 2008. "Romy Schneider. Mythos und Leben", KiWi 1074, 2008. "Marion Dönhoff. Ein widerständiges Leben", KiWi 1075, 2008.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Manchmal interessant, manchmal einseitig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Damenwahl: Vom Kampf um das Wahlrecht bis zur ersten Kanzlerin (Broschiert)
Das Buch besteht aus einer Einführung von Alice Schwarzer, einem Vorwort von Angela Merkel, 18 von Tissy Bruns und Chantal Louis verfassten Portraits ("Mein erstes Mandat") über deutsche Politikerinnen - von Hildegard Hamm-Brücher bis Brigitte Zypries - und ihre ersten Schritte in die Politik, ferner zwei Beiträge über den Weg zum Frauenwahlrecht (166) und den sogenannten Gender-Gap (208) bei Wahlen ("Frauen wählen anders").Recht interessant fand ich den Artikel zur Geschichte des Frauenwahlrechts, ebenfalls einige der Politikerportraits, wenngleich mir diese hin und wieder etwas zu selbstdarstellerisch waren. Störend fand ich im ganzen Buch den etwas suggestiven Umgang mit Fakten. Beispielsweise liest man über das unterschiedliche Wählerverhalten von Frauen und Männern bei der letzten Bayern-Wahl (210): "Dramatisch wird der sogenannte Gender Gap, die Geschlechterkluft, wenn man die Kategorie 'Alter' hinzuzieht: So hätte die CSU bei Männern über 60 mit 55 Prozent noch immer die absolute Mehrheit. Bei Frauen zwischen 33 und 44 Jahren jedoch würde ihr selbst eine Koalition mit der FDP nicht weiterhelfen, denn hier kommt sie gerade noch auf ein Drittel der Stimmen, nämlich 33 Prozent. Eine stolze Differenz von 22 Prozent." Leider kann man aber in dieser Sache 60-jährige Männer nicht mit 40-jährigen Frauen vergleichen. Tut man es doch, macht man sich automatisch verdächtig, nicht sachlich, sondern politisch argumentieren zu wollen. Ähnlich auch die Ungenauigkeiten zum Frauenwahlrecht. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen (beschlossen im November 1918) war sicherlich ein historisch bedeutsames Ereignis. Allerdings sollte man dann fairerweise auch dazu sagen, dass das allgemeine, gleiche Wahlrecht für Männer auch erst zu diesem Zeitpunkt kam. Davor bestand im Deutschen Reich nämlich lediglich ein Dreiklassenwahlrecht. Männer unter 25 Jahren und Empfänger öffentlicher Armenunterstützung waren vom Wahlrecht ganz ausgeschlossen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Buch!,
Von Sternblumennacht (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Damenwahl: Vom Kampf um das Wahlrecht bis zur ersten Kanzlerin (Broschiert)
Ein kurzweiliges Buch über spannende Frauen und viel Wissenswertem... nicht nur was für FeministInnen, sondern auch für an der Menschheit interessierte politisch denkende Leute... Viel Spaß beim Lesen und auch Verschenken!
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