Die Geschichte kommt anfangs ganz unspektakulär daher, und sie will zunächst auch nicht so richtig in Schwung kommen. Aber wer dranbleibt, wird belohnt. Ganz unauffällig nimmt einen das Buch schließlich gefangen. Und irgendwann ist man richtig gebannt. Viele Geschichten erlebt die Hauptfigur (Pathologin) in "Dame sticht Bube" - makabere, zärtliche, hochspannende, skurrile und kleinbürgerliche. Was man bei diesem Buch wirklich loben muss: Es ist sprachlich alles andere als Durchschnittsware. Immer wieder gibt es Sätze, die man sich am liebsten anstreichen würde. So wahr oder treffend sind sie. Wer also der Geschichte Zeit gibt, sich zu entwickeln, der wird das Buch sehr mögen.