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Damals nach dem Krieg: Eine Geschichte Deutschlands - 1945 bis 1949 [Gebundene Ausgabe]

Sven Reichardt , Malte Zierenberg
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 8,95  

Kurzbeschreibung

28. Januar 2008
Als Deutschland in Trümmern lag

Schwarzmarkt, Besatzung, Trümmerfrauen. Betrachtet man die Jahre unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, so vermitteln sie Chaos und Elend, und gleichzeitig hat man den Eindruck: So offen waren Deutschlands Gegenwart und Zukunft nie. „Damals nach dem Krieg“ nimmt diese ersten Jahre vor der Gründung der Bundesrepublik und der DDR in den Blick.

Hätte sie auf ihrem Heimweg von einer Vorstellung im Deutschen Theater nicht die Ruine des Reichstags entdeckt, so eine Berlinerin im Sommer 1946, sie hätte sich in den Trümmern ihrer Heimatstadt, wo weder Straßen noch Gebäude erkennbar waren, hoffnungslos verirrt. Die Trümmerlandschaft ist das zentrale Merkmal dieser schwer fassbaren Zeit kurz nach Kriegsende. Sven Reichardt und Malte Zierenberg eröffnen dem Leser einen eindrucksvollen und lebendigen Blick auf die Alltagsgeschichte der Nachkriegszeit und lassen zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen. Wie gestalteten sich die ersten Begegnungen zwischen der deutschen Bevölkerung und den Soldaten der alliierten Armeen? Wie sah der Alltag aus? Und wie ging man mit den »Schatten der Vergangenheit«, der deutschen Schuld, um? Die Menschen waren hin und her gerissen zwischen der »Bewältigung« des Vergangenen, einem alltäglichen »Weitermachen« und der Furcht, aber vielleicht auch der Hoffnung, die mit einer ungewissen Zukunft verbunden waren.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (28. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421043426
  • ISBN-13: 978-3421043429
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 549.522 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Reichardts und Zierenbergs Geschichte ist ein ausgezeichneter, informativer und tiefgehender Einblick in die deutsche Gesellschaft der unmittelbaren Nachkriegsjahre – eine Verbindung von professioneller Geschichte und individuellen Geschichten, die man nur empfehlen kann.« (literaturkritik.de, Nr.3/ März 10 )

"Was das Buch auszeichnet, sind die unzähligen Zeitzeugenberichte, die im Rahmen eines TV-Filmprojekts – das Buch ist Begleitbuch einer ARD-Serie – angefertigt wurde. Davon lebt die Darstellung, dies macht sie lebendig, ja hier wurden, das ist verdienstvoll, mit Hilfe der Oral-History-Methode alltagsgeschichtliche Quellen erstellt." (Damals )

"Es ist wichtig, gelegentlich daran zu erinnern. Reichardt und Zierenberg tun dies unprätentiös, anschaulich und in begrüßenswerter Klarheit. Allein dies macht ihr Buch lesenswert." (Die Welt )

Klappentext

"Was das Buch auszeichnet, sind die unzähligen Zeitzeugenberichte, die im Rahmen eines TV-Filmprojekts - das Buch ist Begleitbuch einer ARD-Serie - angefertigt wurde. Davon lebt die Darstellung, dies macht sie lebendig, ja hier wurden, das ist verdienstvoll, mit Hilfe der Oral-History-Methode alltagsgeschichtliche Quellen erstellt."
Damals

"Es ist wichtig, gelegentlich daran zu erinnern. Reichardt und Zierenberg tun dies unprätentiös, anschaulich und in begrüßenswerter Klarheit. Allein dies macht ihr Buch lesenswert."
Die Welt

"Ein lohnenswertes Buch zur ARD-Dokumentation "Damals nach dem Krieg"."
Hannoversche Allgemeine


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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die beiden jungen deutschen Geschichtswissenschaftler Sven Reichardt (geb. 1967) und Malte Zierenberg (geb. 1975) legen mit diesem eindrucksvollen und für breite Leserschichten gut verständlichen und informativen Geschichtsbuch eine Geschichte der ersten Nachkriegsjahre in Deutschland vor, die sich in mehrfacher Hinsicht von Vorgängern, die es selbstverständlich schon gegeben hat, unterscheidet.

Zum einen sind die beiden jungen Autoren schon biographisch meilenweit entfernt von den ideologischen Grabenkämpfen der Geschichtswissenschaft im Nachkriegsdeutschland. Zum anderen profitieren sie von den Entwicklung besonders nach 1989, die in vielerlei Hinsicht einen anderen Blick auf bestimmte Vorgänge erlaubt; man nehme als Beispiel nur die Art und Weise, wie die Vertreibung von Millionen von Deutschen mittlerweile, auch in öffentlich-rechtlichen Medien, beschrieben und dargestellt werden kann, ohne dass sofort der Verdacht des Revisionismus oder des Revanchismus laut würde.

"Das vorliegende Buch nimmt diesen doppelten Charakter der Zeit 'damals nach dem Krieg' ernst. Indem es sowohl die wichtigen Stationen der deutschen Nachkriegsgeschichte darstellt als auch den vielen 'kleine' Geschichten der Jahre nach 1945 nachspürt, verknüpft es Alltags-, Politik- und Wirtschaftsgeschichte miteinander."

Und das ist die nächste wesentliche Unterscheidung dieses Geschichtsbuchs zu seinen Vorgängern aus den fünfziger- sechziger, aber auch noch aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Autoren lassen Menschen, betroffene Menschen, Augenzeugen, berichten und zu Wort kommen. Sie lassen sie erzählen von ihrem Alltag und ihren Erfahrungen und zensieren nicht.
Diese authentischen Berichte von Menschen und die konsequenten Einhaltung des Präsens in ihrer Schilderung einer vergangenen Epoche, machen das Buch zu einer spannenden, unterhaltsamen und doch überaus lehrreichen Lektüre.

Junge Menschen würde man wünschen, dass sie mit diesem Buch in Kontakt kommen, älteren erst recht, dass sie auf eine würdige und angemessene Art vielleicht endlich einmal ihre bisher unbearbeiteten Lebenserfahrungen beschrieben sehen.

Was dem Buch leider fehlt, sind Bilder. Bilder, die das Beschriebene anschaulich machen und besser begreifen ließen. Das ist um so erstaunlicher, als die beiden Autoren den gesamten Stoff auch verfilmt haben für eine ARD-Produktion, deren Logo auf dem Titelbild des DVA Buchs erscheint.

Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch für Menschen von 18 bis 90 Jahre. Das hat man wirklich selten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschaulich und authentisch 8. August 2008
Von Raimund Hug-Biegelmann VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Anschaulich und authentisch wird ein Bild der unmittelbaren Nachkriegszeit von 1945 bis 1949 entworfen. Besonders gelungen finde ich die durchgängige Gegnüberstellung von wichtigen Fakten der "großen Politik" und wenigen unverzichtbaren Zahlen mit dem Erleben und der Wahrnehmung der Zeitgenossen. Auf diese Weise werden die Sorgen und Nöte der Menschen in den Begegnungen von Besatzern und Besetzten, auf dem Schwarzmarkt oder in Vertreibung und Flucht ebenso deutlich wie das Verdrängen der nationalsozialistischen Vergangenheit und das Scheitern der Entnazifizierung.
Die Themenauswahl ist eher sparsam und auf das Wesentliche beschränkt - insofern weniger ein Kompendium als eine Einführung in fünf Kapiteln: 1. Als der Krieg zu Ende war - Erste Begegnungen und Neuanfänge; 2. Alles in Trümmern? Abbau und Wiederaufbau der Wirtschaft; 3. Flucht und Vertreibung - Die Suche nach Heimat; 4. Auf der Flucht vor dem Gestern - Die Schatten der Verangenheit; 5. Neue Freunde, neue Feinde - Das Verhältnis der Deutschen zu den Supermächten und die Teilung des Landes. Jedem dieser Kapitel ist ein einziges eingängiges und symbolträchtiges Foto vorangestellt, ohne auf die üblichen Klischees zurückzugreifen. Sparsamer, aber gerade deswegen um so einprägsamer kann eine Bebilderung nicht sein.
Mehr Bilder sind bei der ausgezeichneten Anschaulichkeit des Textes auch nicht erforderlich. Nichtsdestoweniger ist die Darstellung fachlich fundiert, Quellen- und Literaturhinweise sind auf dem neusten Stand. Fazit: Fachlich ebenso wie publizistisch unbedingt empfehlenswert. Zur weiteren Vertiefung empfehle ich Jörg Echternkamp: Nach dem Krieg. Alltagsnot und die Last der Vergangenheit 1945-1949. Zürich (Pendo) 2003.
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