In Italien lernt eine junge attraktive Amerikanerin einen etwas förmlichen jungen Amerikaner namens Winterbourne auf unkonventionelle Art und Weise kennen. Fasziniert von ihrem Charme, läßt er sich auf einen Flirt mit ihr ein, auch wenn sie mit ihrer extrovertierten Art einige Grenzen des gesellschaftlichen Umgangs überschreitet. Die junge Frau sprüht vor Vitalität und Lebensfreude, und schart eine ganze Schar Verehrer um sich, meist nicht standesgemäße Italiener, was ihr einen zweifelhaften Ruf und Ausschluß aus der Gesellschaft einbringt. Winterbourne hält den Kontakt zu ihr aber trotzdem aufrecht, auch wenn es bald so scheint, als ob sie sich mit einem attraktiven Italiener namens Giovanelli verlöbe. Doch am Ende kommt alles ganz anders...
James kleine Novelle ist eine hervorragende Charakterstudie im südlichen Milieu, auch wenn er sich mit der Darstellung des Italieners eines Stereotyps bedient. Das Thema der Sprengung gesellschaftlicher Konventionen zum Preis der gesellschaftlichen Isolation ist meisterhaft dargestellt. Die Sprache ist lebhaft und amüsant, das Buch ist ein echter Spaß zu lesen.