Also... Die Diskussionen um den Kommerz sollten einen sowieso nicht interessieren und die Diskussionen, ob Dirk Scheuber denn nun noch wirklich dazugehört bei Project Pitchfork, lassen wir an dieser Stelle auch einmal außen vor, denn schließlich geht es ja um die Musik. Und die kann sich auf dem neuen Album durchaus hören lassen. Die Eon:Eon (die ja vielen Fans mißfiel) dürfte damit vergessen sein, denn Daimonion ist ein deutlicher Schritt nach vorne. Die ersten beiden Stücke Daimonion - you here me in my dreams und Timekiller sind gleich zwei richtige Hammer. Gut tanzbarer EBM mit schönen Harmonien und durchdachten Texten liegt hier vor. Auch im MidTempo-Bereich läßt sich auf Daimonion einiges zeigen, wie unter anderem Jupiter. Dabei handelt es sich um ein schönes Liebeslied, was von Leuten, die die Band nicht mögen, vermutlich als Pop abgestepelt würde (you are like the ocean - and I'm like the moonlight). Daß Pitchfork es auch immer noch richtig krachen lassen können, beweisen z.B. Existence (was aber eines der schlechteren Stücke des Albums ist) und Mine/Beast of Prey, die mit Gitarren-Samples daher kommen. Weitere Anspieltips sind definitv We are one (ebenfalls extrem gut tanzbar) und auch Drone state. Dazu kommt dann noch als Draufgabe das Booklet, was schön ausgearbeitet ist und alle Texte beinhaltet. Fans des Genres kommen an diesem Album ohnehin nicht vorbei und auch alle anderen, die irgendwie auf Independent stehen, sollten es wagen, einmal in die Daimonion reinzuhören.