Aus der Amazon.de-Redaktion
"Menschen stellen die verrücktesten Sachen für religiöse oder politische Ziele an", weiß der Autor, "doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was sie anstellen, um an einen zusätzlichen Euro zu gelangen". Geld, ehedem nur Mittel zum Zweck, sei zum Synonym für Glück geworden. Tatsächlich aber verflüchtige sich oberhalb eines Jahreseinkommens von gerade einmal 10000 Dollar die wohltuende Wirkung des Wohlstands: Multimilliardäre verfügten den Forschungsergebnissen der Happiness Economics zufolge "über ganz ähnliche Zufriedenheitswerte wie ostafrikanische Massai, die mit ihren Rindern und Hütten aus getrocknetem Kuhdung in der kenianischen Steppe leben".
Mehr noch als die oft nicht sehr schönen Bedingungen der Jagd nach dem Geld, schmälert die Erkenntnis, dass man von dieser Jagd nicht mehr lassen kann, die Freude, die Geld ansonsten zweifellos zu schenken vermag. Ein sehr starkes, wenn nicht gar das stärkste Motiv für die Geldhatz nämlich, auch dies zeigt Willenbrock sehr anschaulich, ist die (nicht unberechtigte) Angst vor dem ökonomischen Absturz. "Unser Denken und Handeln ähnelt immer mehr einer Kolonie Pinguine, der das Eis unter den Füßen wegzuschmelzen beginnt. Je dünner die Eisdecke, umso heftiger wird das Gedrängel um Plätze auf den vermeintlich sicheren Schollen." Keine gute Ausgangslage für ein entspanntes und glückliches Leben. Da wäre man schon lieber ein mit sich und der Welt zufriedener Massai -- Andreas Vierecke
Financial Times Deutschland, 26.04.2006
Spiegel online, 27.03.2006
Kurzbeschreibung
Millionen Menschen hoffen ihr Leben lang auf einen Sechser im Lotto, spekulieren mit Aktien, betrügen das Finanzamt und reiben sich in Jobs auf, in denen sie alles andere als zufrieden sind. Macht Geld am Ende vielleicht doch glücklich? Eigentlich wissen wir es alle besser. Dennoch handeln wir genau entgegengesetzt - so wie Dagobert Duck, der trotz seines sagenhaften Reichtums immer unglücklich und auf der Jagd nach noch mehr Geld ist. Dieses Dilemma ist der Grundwiderspruch der Gesellschaft, in der wir leben.
»Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld, wenn man Geld hat, denkt man nur an Geld«, erkannte schon Ölmilliardär Paul Getty, und tatsächlich fasziniert und fesselt kein anderer Stoff die Menschheit so wie Geld. Geld ist der Stoff, aus dem Träume sind - der Traum von der großen Freiheit, von der Abkürzung zum Glück, vom Maß aller Dinge, frei nach dem Motto: Geld haben ist gut, mehr Geld haben ist besser. Mal heiter, mal ernst, mal entlarvend nähert sich Harald Willenbrock von vielen verschiedenen Seiten dem »schönen Schein«: Er lässt Geldmacher zu Wort kommen, Superreiche, Aussteiger und Neider, interpretiert neueste Studien und zeigt auch die Kehrseite der Medaille. Am Ende wird deutlich: Geld kann zwar viel, bringt aber kein dauerhaftes Glück. Es ist ein Irrglaube zu denken, nur wer Geld hat, kann Zukunft horten. Ein ebenso unterhaltsames wie intelligentes Sachbuch zu "dem" Trendthema unserer Zeit!
Klappentext
Spiegel online
"Wir jagen dem Geld nach und wollen so das Glück fangen. Warum wir am "Dagobert-Dilemma" scheitern, beschreibt Harald Willenbrock in einem anregenden Buch. [...] Willenbrock hat sich durch Studien gewühlt, Ökonomen, Psychologen und Evolutionsforscher gefragt, eine Frau interviewt, die seit zehn Jahren ohne Geld lebt, sich in die junge Disziplin der Glücksökonomie eingearbeitet und daraus Rückschlüsse für eine praktische Politik formuliert."
Financial Times Deutschland
"Der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist Willenbrock analysiert den "schönen Schein", erzählt vom ultimativen Abenteuer, einem Leben ohne Geld nämlich, und von der Glücksforschung als Quelle einer neuen Politik. Lektüre als Investition mit großen Gewinnchancen."
GQ