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Da ward es Morgen
 
 
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Da ward es Morgen [Gebundene Ausgabe]

Sayed Kashua , Mirjam Pressler
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827005736
  • ISBN-13: 978-3827005731
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 538.085 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sayed Kashua
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein junger Journalist kehrt in sein arabisches Heimatdorf zurück, unweit von Jerusalem. Schon immer hat man hier isoliert gelebt, schon immer hat man sich inmitten der jüdischen Bevölkerung als Außenseiter gefühlt. Nun aber umstellen israelische Panzer das Dorf, und die Bewohner werden unter Arrest gestellt.
Eine bewegende dunkle Vision der Post-Intifada - ein Buch von ungeheurer Wucht und Sprengkraft.

Über den Autor

Sayed Kashua wurde 1975 geboren und lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Er ist Filmkritiker und Kolumnist der in Tel Aviv erscheinenden Wochenzeitung Ha’Ir. Sayed Kashua ist verheiratet und hat eine Tochter. 2002 erschien im Berlin Verlag sein Debütroman "Tanzende Araber".

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Sayed Kashua Da ward es morgen Bvt
ISBN-13: 978-3833304002

In diesem Roman werden Probleme abgehandelt, die sich aus der Zugehörigkeit zum israelischen Staat für Araber ergeben.

Ein Dorf bei Jerusalem, eine Art israelische Enklave: die Einwohner sind Araber, gehören aber zum israelischen Staatsgebiet und sind israelische Staatsbürger.

Ein Journalist hat sich mit seiner Frau und der kleinen Tochter in dieses Dorf seiner Herkunft zurückgezogen, nachdem ihm die Stelle bei der Zeitung in Jerusalem gekündigt wurde und er nur noch als freier Mitarbeiter beschäftigt wird.
Er verheimlicht seinen beruflichen Rückschlag vor seiner Familie. Seine Frau verdient als Lehrerin mit, so dass sie ohne seine Einkünfte keine unmittelbare Not leiden. Sie ist sehr unglücklich über die Rückkehr in das Dorf der gemeinsamen Familien. Man siedelt eng mit den übrigen Angehörigen zusammen an einem Ort. So verbringt man auch die meiste Freizeit und die Mahlzeiten zusammen.
Eines Tages wird das Dorf von israelischem Militär abgeriegelt. Niemand kann heraus oder herein kommen. Damit bricht die gesamte Infrastruktur des Dorfes zusammen: Angefangen vom Müllabtransport über die Stromversorgung, Telefon, Wasserversorgung, Lebensmittel und Kühlaggregate: es herrscht der totale Ausnahmezustand. Palästinenser aus den angrenzenden Gebieten, die in dem Dorf Arbeit hatten, sollen an die Israelis ausgeliefert werden. Es herrscht Chaos und Ausnahmezustand und es zeigt sich, dass in dieser Situation einer dem anderen zum Feind wird. Gegenseitige Überfälle ums tägliche Brot und um das lebensnotwendige Wasser vergiften das nachbarschaftliche Miteinander.
Die israelischen Araber haben Arbeit und sind versorgt und wollen bis auf Ausnahmen an ihrem Lebenszustand nichts ändern.
Am Ende aber werden die Bewohner in einem Abkommen zwischen Israels Ministerpräsident und der palästinensischen Führung mit ihrem Grund und Boden palästinensischem Hoheitsgebiet zugeschlagen, verlieren ihre israelische Staatsbürgerschaft und sind keinesfalls froh darüber.

Die ganze Geschichte verdeutlicht den katastrophalen Zustand, in dem sich Palästinenser und Israelis befinden. Irritationen darüber, wer zu welchem Staatsgebiet gehört, wo es sich besser lebt, und wie und wo man seine Identität findet, durchziehen die ganze Geschichte, so wie in der Wirklichkeit.

Der Autor, selbst Palästinenser mit israelischem
Pass, hat seine Situation sehr gut eingefangen und beschrieben. Ein tiefer Zug von Trauer, Resignation und Hoffnungslosigkeit haftet seinem Alter Ego, dem Journalisten in der Erzählung, an.

Ich möchte das Buch jedem empfehlen, der ein wenig mehr von den menschlichen Schicksalen in diesem unlösbaren Staatenkonflikt verstehen möchte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem Kashuas Romandebüt „Tanzende Araber“ von der Kritik in Europa sehr positiv aufgenommen wurde, erscheint nun sein zweiter Roman „Da ward es Morgen“ zeitgleich in Israel und in Deutschland. Die Übersetzungen ins Englische und Französische werden – wie beim ersten Buch – sicher folgen.

Sayed Kashua, Jahrgang 1975, ist ein arabischer Journalist und Autor mit israelischer Staatsbürgerschaft. Er lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Schon durch diese beiden Angaben wird die ganze Problematik seiner Existenz deutlich: hin- und hergerissen zwischen arabischer und moderat-islamischer Identität und gleichzeitiger Kritik an der Rückständigkeit seiner Glaubensbrüder auf der einen und seiner Identität als israelischer Staatsbürger und gleichzeitiger Kritik an der Palästinenserpolitik der israelischen Regierung auf der anderen Seite, zeichnet er, mit viel biographisch geprägtem Einfühlungsvermögen, seine Hauptfigur.

Ein ehemals in der Stadt erfolgreicher Journalist zieht mit seiner Frau und seinem Kind in sein ehemaliges Dorf zurück, das er vor über einem Jahrzehnt zum Studium verlassen hatte. Schon damals haben sich die Bewohner inmitten der jüdischen Bevölkerung als Außenseiter gefühlt. Er findet sich nicht mehr zurecht, denn zu weit hat er sich durch sein Studium und sein Leben in der Stadt von der Kultur seines Dorfes entfernt.

Die von Sayed Kashua fiktiv angenommenen Friedensverhandlungen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten und dem palästinensischen Präsidenten nach dem Ende der Zweiten Intifada stürzen das Dorf und seine Bewohner in große Verwirrung, denn es scheint Teil des großen Planes zu sein, das Dorf den Palästinensergebieten zuzuschlagen. Als eines Tages das Dorf komplett von der israelischen Armee abgeriegelt wird, ist das Dorf sogar bereit, von sich aus mehrere hundert Palästinenser aus den besetzten Gebieten des Westjordanlandes und des Gazastreifens an die israelische Armee auszuliefern, um einen Abzug der Soldaten zu bewirken.

Besonders in der Schilderung dieses Vorgangs zeigt sich die Kritik und auch die Abscheu des Autors vor der heuchlerischen und verlogenen Haltung seiner Landsleute. Sie, die jahrelang von der billigen Arbeitskraft der Palästinenser gelebt haben, indem sie als israelische Staatsbürger Baufirmen ohne Ende gegründet und ihre Glaubensbrüder als billige Sklavenarbeiter ausgebeutet haben, sind bereit sie um des eigenen Vorteils willen dem sogenannten Feind als Geiseln zu opfern.

Das Buch, das sich liest, wie ein Tatsachenbericht aktueller Geschehnisse, ist in seiner Vision voller Sprengkraft. Gleichzeitig atmet es wenig Hoffnung für die Situation der Palästinenser. Es ist, als würden durch den Autor die Ergebnisse des dritten, unter der Ägide der UN verfassten Arab Human Development Report bestätigt, die von einem völligen kulturellen und politischen Versagen der arabischen Welt schreibt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Autoren ausschließlich arabische Intellektuelle und Akademiker sind ( ähnlich wie die Hauptfigur in Kashuas Roman).
Zitat: „Fremde Intervention hin oder her – die Freiheit wird von zwei Sorten (innerer) Machtausübung bedroht: von undemokratischen Regimen sowie von Tradition und Tribalismus, die im Gewande des Glaubens auftreten.“

Wer eine weniger wissenschaftliche Beschreibung der Vorgänge, speziell in Palästina vorzieht, dem sei der Roman von Sayed Kashua dringend ans Herz gelegt. Er ist erfrischend undogmatisch, nicht antijüdisch, und doch auf eine schmerzhafte Art und Weise dem Schicksal seines Volkes verbunden.

Man wird mit Sicherheit von diesem Autor noch hören.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Ehras
Format:Broschiert
Das Buch nimmt den Leser mit nach Israel und bietet ihm Einblicke in den Alltag und beschreibt in einer besonderen Art das Leben der israelischen Araber. Es beschreibt eine Möglichkeit für ein Friedensabkommen und gibt den Leser einen Anstoß zu überlegen, ob das wirklich eine Lösung wäre. Aber es zeigt auch was Demokratie in der Region bedeutet!

Ich kann es jedem empfehlen, der sich für den Konflikt und die Leute vor Ort interessiert!
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