Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anspruchsvoller Soundtrack, 10. Juni 2006
Wie auch schon bei Batman Begins hat man das Gefühl, dass Hans Zimmer diesen Soundtrack stark auf den Film zugeschnitten hat. Ich habe ein derartig nahtloses Zusammenspiel von Musik und Film bisher nur selten erlebt. Der "Nachteil" solcher Soundtracks, insbesondere für Filmmusikfans, die nicht so tief in die Materie einsteigen wollen, ist natürlich, dass sie weniger überragende Themen und erinnerbare Elemente erhalten. Und gerade Hans Zimmer hat ja einige Soundtracks mit sehr starken Themen komponiert.
Professionellen Kritikern hingegen dürfte der Score gefallen, so liest man es ja auch auf diversen einschlägigen Seiten. Wenn man genau hinhört, erkennt man die musikalischen Raffinessen, die aufwändig produzierten Chöre, die durchaus vorhandenen, aber subtilen Themen und die atmosphärische Gesamtstimmung. Der Score passt perfekt zum Film, große heroische Melodien machen hier einfach keinen Sinn. Es ist ein komplizierter, intellektueller und verworrener Film, der gleichzeitig als Thriller daher kommt.
Von Bombastik kann bei diesem Soundtrack überhaupt keine Rede sein, Zimmer hält sich zurück und richtet die Musik sehr stark auf die Charaktere aus. Es findet sich ein sehr dunkles Thema für den kirchlichen Geheimbund "Opus Dei", tragisch-schöne Chorgesänge, die an "Hannibal" erinnern und schaurige Violinen wie in "The Ring". Nur ganz vereinzelt trumpft der Soundtrack auf, nämlich wenn es um die Erfolgserlebnisse der Figur "Robert Langdon" geht (z.B. in Track 13). Dann hören wir den typischen Hans-Zimmer-Sound. Fans, die vor Themen nur so strotzende Musik wie bei "Gladiator" erwarten, werden von dem Soundtrack bis auf weinige Passagen enttäuscht sein. Wer jedoch das perfekte Zusammenspiel von Musik und Film erleben will, wird seine Freude haben.
Alles in allem sollte man also den Film gesehen haben, um den Soundtrack zu verstehen. Vor allem braucht es Zeit, um die Struktur dieser schweren musikalischen Kost zu erkennen. Hans Zimmer hat hier, passend zum Film, einen anspruchsvollen Soundtrack hingelegt und unterstreicht damit nach Batman Begins erneut, dass er zu Experimenten bereit ist. Ich würde fast soweit gehen zu sagen, dass dieser Score bisher seine handwerklich beste Arbeit ist, der Unterhaltungswert für den themenorientierten Hörer bleibt dabei leider auf der Strecke. Doch ein schwer verständlicher Film wie dieser verlangt einfach nach einem Score, der dem Zuschauer die Figuren näher bringt - und nicht durch allein stehende pompöse Melodien ablenkt. Dies ist ein Thriller, kein Epos. Von daher: perfekte Arbeit, Hans Zimmer!
|
|
|
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich mal wieder ein schöner Zimmer!, 8. Oktober 2006
Und damit meine ich nicht, "Endlich mal wieder Zimmer", denn die Betonung liegt auf "schön"! Wenn man sich die anderen Filmscores von Zimmer zu den vorherigen großen und aufwändigen Produktionen anhört, stellt man fest: Kennst man einen, kennt man alle. "Fluch der Karbik" und "Gladiator" ähneln sich zu über 75% und auch "King Arthur" brachte nichts Neues. Allerdings merkte man, dass Zimmer bei dem Letztgenannten mehr Wert auf düstere Sequenzen legte, tiefe Männerchöre und tiefer Synthesizer, der allderings bei einem Film, der in der Antike spielt, etwas fehl am Platze war.
So kommt diese Musik auch recht düster daher, es gibt kaum fröhliche Teile, alles umgibt einen und lässt einen aus der dunklen Athmosphäre nicht mehr los. Die Musik weist kaum die früher für Zimmer typischen Hymmnen auf, die schmetternd und pompös daherkamen, auch bleibt diese meditativ summende Lisa Gerrard aus. Beides vermisst man überhaupt nicht. Diese Musik passt wunderbar zum und ist perfekt auf diesen zugeschnitten.
Dieser beschäftigt sich viel mit Religion, sodass Zimmer auch der Musik religisöen Charakter einhauchte, allerdings nur zu einem gewissen Teil, da er der Meinung war, zu religiöse Musik könnte den Zuschauer des Filmes verletzen, warum auch immer... Das einzige neben "Kyrie for Magdalena" sehr religiös anmutende Stück ("7. Salvete Virgines") ist im Film nicht verwendet worden. Also ein weiterer Pluspunkt für diese CD, die nach meinem Eindruck den gesamten Score enthält. Jedenfalls ist sie "bis zum Rand" mit grandioser Musik gefüllt, die perfekt zu diesem Film passt. Zimmer scheint sich also endlich einmal auf einen Film eingelassen zu haben und nicht nur seine Standartmusik irgendwie reinzwängen zu wollen.
Das hat den Nachteil, dass es beim Hören nicht ganz so leicht zugeht wie bei dem "Fluch der Karibik"-Soundtrack. Man muss sich konzentrieren und nach dem ersten Hören kann man sich nicht einmal 25% der CD in Erinnerung rufen. Diese Musik lebt hauptsächlich zum Film und den Bildern, eignet sich daher auch auf Wanderungen oder im Hintergrund zu hören. Hört man sie allerdings konzentriert, so steigen einem entweder eigene Bilder oder die aus dem Film wieder vor's geistige Auge.
Die CD ist sehr schön umgesetzt mit einem Booklet voll mit Bildern und Informationen über den Film. Außerdem enthält die Deckelseite der Hülle ein Deckblatt, sodass, auch wenn man das Booklet der Hülle entnimmt, ein Cover zurückbleibt. Da haben die Hersteller endlich einmal mitgedacht.
Alles in Allem bleibt mir nun etwas zu sagen, was ich von wenigen Zimmer-CD's sagen konnte: Kaufen!!! Die Musik ist herrlich und die Umsetzung auf CD ist göttlich! Alle, die von Zimmer positiv überrascht werden wollen oder die auf düstere Klänge stehen, sollten diese geniale CD nicht verpassen!
|
|
|
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wirklich gut...., 4. Juni 2006
Also erst einmal: Ich bin ein wahnsinniger Hans Zimmer Fan, also neige ich ein wenig zur Übertreibung, wenn es um Rezensionen von ihm geht, aber eines schon mal vorweg: Jede Übertreibung ist berechtigt!!!
Hans Zimmer schafft es wie sonst keiner, die Musik in den Film einfließen zu lassen, das einem alle Nackenhaare zu Berge steigen.
Die Musik ist größten Teils ruhig, wird aber zunehmend "spannender", so wie auch der Film, bzw. das Buch, und steigert sich in ein "Chevalier des Sangreal" das seines Gleichen in "Cameroon Border Post" vom "Tears of the Sun - Score" findet.
Wenn Tom Hanks am Schluss vom Film der "Roseline" folgend durch die Gassen läuft, mit dem "Chevaliers des Sangreal" im Hintergrund, hat man das Gefühl, mitlaufen zu können, und wenn sich das Lied dann zu seinem Höhepunkt bewegt und "Robert Langdon" an sein wahres Ziel gelangt, mit der wahnsinnig toll inszenierten Kamerafahrt, könnte man fast aufspringen und die gleiche Geste im Kinosaal machen, wie Tom Hanks auf der Glaspyramide, und gemeinsam mit ihm unter dem Sternenhimmel auszuharren (Jetzt wisst ihr was ich mit meinen Übertreibungen meine :-))
Aber es gibt auch etwas "negatives": Der Score ist am Anfang so ruhig, das man sich ihn beim Einschlafen anhören könnte, wenn da nicht immer diese kleinen, spannungsgeladenen Hochpunkte wären, bei denen es dich wieder mit Getöse aus dem Schlaf reißt. Im Film ist das sicher ein Vorteil, aber allein im Dunkeln kann man es schon mit der zu tun Angst kriegen. (wieder eine kleine Übertreibung;-))
Zum Abschluss bleibt nur zu sagen, dass es wieder mal ein großartiger Score von einem großartigen Komponisten ist, den man aber am Besten genießen kann, wenn man den Film gesehen hat.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|