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DZ. Roman [Gebundene Ausgabe]

Selim Özdogan
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. August 2013
Zwei Geschwister, zwei Welten: Um seiner Mutter ihren letzten Wunsch zu erfüllen, macht sich Ziggy auf die Suche nach seinem Bruder Damian. Vor Jahren hat Damian Europa mit seinen strikten Gesetzen und Überwachungssystemen verlassen und eine Heimat in der DZ gefunden, einem Land, das unter der tropischen Sonne Südostasiens ein Leben in Freiheit und grenzenlosen Zugang zu Drogen verspricht. Während Ziggy in eine Welt von Chatrooms und Onlinecommunities einer modernen Drogenszene eintaucht, um dort eine Spur von Damian zu finden, stößt sein Bruder in der DZ auf eine neuartige Substanz, die den Geist für ungekannte Wahrnehmungen und Einsichten öffnet. Rasch erkennt Damian die Macht und die Gefährlichkeit der Substanz und beschließt, in den Untergrund abzutauchen. In seinem großen neuen Roman erzählt Selim Özdogan von der schönen neuen Drogenwelt des Internets, der Suche nach dem Glück und brüchigen Utopien. Er nimmt seine Leser mit auf eine atemberaubende Reise, die hinter unsere Horizonte führt.  

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (2. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3709970849
  • ISBN-13: 978-3709970843
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 153.538 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Selim Özdogan, geboren 1971, Studium der Völkerkunde, Anglistik und Philosophie. Veröffentlichungen seit 1995.

Schreiben ist wie Sandburgen bauen. Du setzt dich hin und baust etwas und willst, dass es schön wird, du gibst dir Mühe mit dem Ding. Vielleicht bekommst du einen Sonnenbrand, hast Durst und schwitzt, aber du kannst völlig darin versinken, diese Burg zu bauen, es ist eine schöne Beschäftigung. Es geht nicht darum, dass Leute vorbei kommen und dein Werk bewundern, aber es ist fein, wenn ab und an einer stehenbleibt, um sie sich anzusehen. Irgendwann stellst du fest, dass du deine Zeit mit dieser Sandburg vertrödelt hast, während die andern gearbeitet und Geld verdient haben. Und nun bist du fast schon gezwungen, Eintritt zu nehmen, wenn jemand kommt, um sich deine Burg anzusehen.

www.selimoezdogan.de

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Selim Özdogan, geboren 1971, lebt in Köln. Verfasst Romane und Kurzgeschichten. Mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (1999). Veröffentlichte u.a. die Romane 'Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist' (1995), 'Im Juli' (2000) und 'Heimstraße 52' (2011), zuletzt bei Haymon: 'Der Klang der Blicke'. Geschichten (2012), 'DZ'. Roman (2013).

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5.0 von 5 Sternen Ein traumhaftes Buch 30. September 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Seit ich dieses Buch gelesen habe, habe ich einen neuen Lieblingsschriftsteller. Selim Özdogan zeigt in DZ eine auf den ersten Blick „Schöne neue Drogenwelt“ des Internets. Aber durch die Hauptfiguren Damian und seine Freundin Zoe erfahren wir, dass die Menschen die dort leben, noch die „alten Menschen“ sind. Es gibt viele Arme und wenig Reiche, die totale Überwachung auch in den ferngesteuerten Rikschas, Geheimagenten, die durch Drogen gefügig gemacht werden. Regelungen im Gebrauch und der Verbreitung von Drogen gibt es auch hier. Drei Pharmakonzerne (be)herrschen die DZ, sie bestimmen welche Drogen, wann, zu welchem Preis zu haben sind.
Ein neues, gefährliches Stimulans verstärkt die Wahrnehmung. Ein Sohn, Damian ist dem Ruf der Drogen gefolgt und lebt in der DZ, einer Welt in Ostasien in der Drogen zum Teil erlaubt sind. Er probiert mit seiner Freundin alles aus, kennt sich aus und lässt uns teilhaben an den Drogenerfahrungen. Aber eine neue Droge bringt Damian in Gefahr, er taucht unter in den Bergen. Seine Mutter, eine Frau aus der „Flower-Power-Zeit“ wird bald sterben und regelt ihren Abschied abgeklärt und souverän, bewundernswert. Ein letzter Wunsch ist, ihren verlorenen Sohn noch einmal zu sehen. Ihr angepasster zweiter Sohn, der Akademiker Ziggy versucht ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Er blieb im Land, hat studiert, forscht über Träume und hat immer noch viel zu viele Fragen. Er sucht seinen Bruder im Internet, in gefährlichen verbotenen Foren des Drogenhandels. Er hält sich auf in versteckten, geschlossenen Foren und agiert mit Verschlüsslungen, damit er nicht entdeckt wird. Auch er lebt in einem Überwachungsstaat -alles zum Wohle der Bürger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial ausgedacht 28. August 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Vorab: Ich mag eigentlich keine Romane, die in der Zukunft spielen - meist sind sie fantasielos, unlogisch, oder gar auch noch schlecht geschrieben. Deshalb hat mich DZ in jeder Hinsicht positiv überrascht, das alles trifft auf diesen Roman ganz und gar nicht zu - da hat Selim Özdogan alles Mögliche sehr konsequent weitergedacht und daraus eine durchaus stringente und spannende Geschichte um zwei Brüder, die praktisch in zwei verschiedenen Welten leben, gemacht.

PS: Das einzige, was ich mit diesem Roman nicht machen würde: ihn meinem jugendlichen Sohn empfehlen, da ist mir vieles zum Thema Drogen zu heftig. Obwohl das natürlich nichts nützen wird, und gerade die Passagen, in denen sich der Autor mit dem zynischen Umgang der Pharmaindustrie mit den Konsumenten auseinandersetzt, besonders gelungen sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen träumen, singen, lieben 16. August 2013
Von bjs
Format:Gebundene Ausgabe
Wir kommen aus der Unendlichkeit, deswegen sehnen wir uns nach ihr, heißt es bei Selim Özdogan an anderer Stelle. Vielleicht ist es diese Sehnsucht, die uns träumen, singen, lieben, verzweifeln oder Drogen nehmen lässt. Und die sich auch immer wieder in seinen Geschichten, Texten und Romanen wiederfinden lässt.

Auf der Suche in DZ geht es um mehr als Drogen, ihre Wirkungen, ihre Verlockungen, ihre Grenzen, ihre Endlosigkeiten und ihre Gefahren. Denn um seinen Bruder zu finden, muss Ziggy nicht nur immer tiefer in Chatrooms und Foren, in die Welt der illegalen Substanzen eindringen. Er muss auch seine Gewohnheiten und Sicherheiten überdenken, andere Blickwinkel nutzen und andere Sichtweisen gewinnen. Gleichzeitig taucht in der DZ eine neue Droge auf, die neue Einblicke und vielleicht neue Einsichten verspricht. Und dies bleibt auch für Damian nicht ohne Folgen.

Es beginnt eine Suche, an deren Ende alles stehen könnte. Oder alles verloren sein könnte. Wenn es denn etwas zu verlieren gibt.

Wie so oft kann man die Bücher von Selim Özdogan auf verschiedene Weisen lesen. Dieses zum Beispiel als Buch über Drogen. Oder über Familienbande. Oder über Partnerschaften, Liebe und Träume, oder über Wahn und den Vorstellungen davon. Über Ideen, die sich in vielen Religionen wiederfinden lassen. Über Klang, Musik und deren Wirkungen. Oder einfach als wundervolle Geschichte, die in warmen Worten und Farben einen Klang, eine Musik beschreibt, zu fassen versucht, die jeder anders hört, die aber jeder hört und damit die Individualität eins werden lässt.
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4.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Ideen und Fragestellungen. 12. März 2014
Format:Gebundene Ausgabe
Der erste Satz aus DZ: Wir kennen hier kein Wort für Schmerz. “Hier” meint in diesem Kontext die DZ, die niemals ausgeschriebene Abkürzung für ein Land, das in naher Zukunft etwa inmitten des jetzigen Indien entsteht und in dem alle Drogen legal sind. Selim Özdogan schafft in seinem Roman eine Welt, von der viele Menschen hier träumen. Und führt gleichzeitig all die Probleme damit auf. Wer in der DZ lebt, gilt in der restlichen Welt ans Junkie und wird an jeder Grenze bis auf die Knochen durchsucht. Und wer einen Touristenstempel der DZ im Pass hat, wirkt so unschuldig wie heutzutage einer, der gerade von einem Wochenendtrip aus Amsterdam kommt.
Damian und Ziggy sind Brüder, Damian lebt in der DZ, Ziggy ist in Deutschland geblieben und hat eine Familie gegründet und schon lange keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder. Allein der Kontakt in die DZ macht einen schon verdächtig. Aber als die Mutter der beiden im sterben liegt, bitte sie Ziggy, sich auf die Suche nach seinem Bruder zu machen, damit sie ihn ein letztes Mal sehen kann.
Da ist diese neue Droge, wmk, die dich alle Sprachen der Welt verstehen lässt, aber auch zur Folge hat, 12 Stunden lang überhaupt keiner Sprache mehr fähig zu sein. wmk bedeutet ausgeschrieben aber wortmachtklang und ist im gesamten Internet verstreut der Nickname von Selim selbst. Ich glaube, DZ kann vieles bedeuten, neben dem offensichtlichen Drogenzone aber auch einfach die Zusammensetzung von Damien und Ziggy, deren Namen wiederum beides derer von Söhnen Robert Nesta “Bob” Marleys sind. Bezeichnenderweise heißt auch der Vater im Roman Robert.
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