Wenn der sensible Franz aus Wien in seiner Eigenschaft als Kunstmaler nicht gerade im Museum die Werke alter Meister kopiert oder mit seiner zänkischen Exfrau um das Besuchsrecht bei der siebenjährigen Tochter streitet, leidet er nicht zu knapp unter einer feindlichen Umwelt mit ihrem aufdringlichen Konsumterror und gedankenlosen Miteinander. Frustriert von einigen Wendungen zum Schlimmeren und unterstützt von einer neuen Freundin, beschließt er, den bewaffneten Widerstand aufzunehmen.
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Ulrich Tukur ist der Rächer der Entnervten in diesem metapherngetränkten Arthouse-Melodram über die Einsamkeit des Individuums in der Moderne im allgemeinen und die Qualen des Ästheten in den Zeiten des kulturellen Werteverlustes im speziellen. In langsamen, den portraitierten Stilleben gleichenden Einstellungen und unter Verzicht auf alle Genrefilm-Ingredienzen folgt der Film dem Protagonisten auf einem zunehmend irreal anmutenden Weg von funktionierenden Teilchen zum gejagten Outlaw. Feine Wahl für den anspruchsvollen Dramenfreund.
Ein Film den man ruhigen Gewissens zu den besten Filmen des österreichischen Kinos der letzten 20 Jahre zählen kann. Vielfältig humorvoll und rätselhaft. Mit großartigen Darstellern und einer fein ziselierten und sich nie in den Vordergrund spielenden Regie. Auf eine angenehme Art zeitlos und gut auch noch nach 10 Jahren anzusehen.
Wer abgefahrene Geschichten mag, besser gesagt abgefahrene österreichische Geschichten mag, dem wirds gefallen. Im Film geht es um einen Kopisten der Malerei und Wirklichkeit vermischt. Ich fand ihn ein bißchen anstrengend, aber auf alle Fälle sehenswert.
(Mal wieder) ein guter U. Tukur. Die teilweise etwas groben bildlichen Mittel wirken im Kino etwas überzeugender als auf dem heimischen Schirm. Trotzdem ein gutes Stück Kino aus Österreich.