Da ist es also wieder. Kings Bounty. Nach Kings Bounty (A500), Kings Bounty - The Legend, Kings Bounty - Armored Princess und Kings Bounty - Crossworlds nun Kings Bounty - Warriors of the North. Als Fan der ersten Sunde war ich über die Neuauflage vor einigen Jahren sehr erfreut und habe seither viele Stunden mit den "KB`s" verbracht. Neben Heroes of Might and Magic und Disciples eine sehr schöne Serie für alle die Rundenstrategie im Fantasy Genre lieben.
Wie hat also der neueste Ableger abgeschitten?
Kommen wir zunächst mal zum überleidigen STEAM Thema.
Kings Bounty verwendet also zum ersten Mal STEAM. So ist es nun einmal und der Hersteller wird, was sein gutes Recht ist, seine Gründe dafür haben. An alle STEAM Nörgler kann ich nur betonen, LEBT DAMIT oder LASST ES. STEAM hat nichts, rein gar nichts mit den Spielerlebnis selber zu tun und was hier bewertet werden sollte ist das Spiel und nichts anderes? Wie meine Vorgänger schon gesagt haben STEAM gibt es seit 8-9 Jahren und ihr nörgelt immer noch? Wenn Euch das nicht gefällt, dann kauft es erst gar nicht und gut ist. Das liest sich als ob ihr ein Auto runterbewertet nur weil Euch die Spritsorte nicht passt.
Im übrigen habe ich KB-WotN zwar mit STEAM registriert, aber ich habe das Spiel dann auf Offline Modus gestellt, so das ich es auch ohne STEAM spielen kann. Diese sogenannten STEAM Fortschrittbelohnungen brauche ich nicht. Ich möchte einfach nur das Spiel spielen und gut ist.
Was ich allerdings gegenüber dem Hersteller bez. STEAM doch bemängeln muss, ist, das der Hinweis das KB-WotN ein STEAM Konto braucht auf der Rückseite der Verpackung recht klein angebracht ist. Steht zwar unter Sytemanforderungen, aber dennoch. Ich wusste es vorher nicht und habe jetzt halt ein STEAM Konto und gut ist.
Zum Spiel selber.
Inhalt:
Nach den Helden (Offiziell Bill Gilbert) in The Legend und Prinzessin Amelie (Armored Princess) darf also nun Olaf der Wikinger ran.
Scharen von untoten machen den Wikingern auf ihren Inseln zu schaffen und der geneigte Spieler darf als Olaf der Bedrohung ein Ende machen.
Oder es zumindest versuchen.
Einheiten:
War man bis jetzt gewohnt mit klassischen Menscheneinheiten (Ritter, Bogenschützen, Magier usw.) anzufangen so muß man sich hier nun umstellen. Man geht mit Wikingereinheiten los, die aber den Mischprinzip Fern/Nah/Magierkampf treu bleiben. Zusätzlich haben diese Einheiten Runenmacht, eine kleine und hübsche Neuerung, die ein Kampf ein bischen beeinflussen kann. Später gibt sich für die Leute die lieber mit den "alten" Einheiten spielen die möglichkeit umzusatteln.
Wie auch schon zuvor bei anderen Rezessionen muss auch ich bemängeln das man in der Überzahl Untote bekämpft, was das ganze etwas linear werden läßt. Sicherlich gibt es auch andere Einheiten, aber die Untoten sind, auch aufgrund der Storyline, in der Überzahl. Bosse (Umherziehend oder an festen Punkten wie Burgen) gibt es reichlich. Ein Wiedersehen gibt es auch mit großen Bosskreaturen wie der Riesenspinne.
Heldenfähigeiten und Aufbau:
Bill Gilbert hatte sein Buch, Prinzessin Amelie hatte ihren Babydrachen und Olaf? Ja der gute Olaf darf selber zur Tat schreiten. Zu Anfang noch mit einen dürftigen "Klingenwirbel" ausgestattet geht es später zum mächtigen "Fürst des Nordens" Zauber über, der in meinen Augen ganz schön heftig ist (Nach Ausbau). Aber bei den eigenen Fähogkeiten soll es nicht bleiben, denn wie es sich für einen echten Wikinger gehört gibts nach und nach Unterstützung aus Valhalla. Eine Valkyrie nach der Anderen schließt sich nach und nach an, bis es stattliche Fünf sind. Wie soll sich der gute Olaf bei soviel Schönheit nur auf seine Aufgabe konzentrieren. Wie gut das der Spieler das entscheidet. :-)
Letzten Endes gibt es wie schon bei Bill und Amelie zu Anfang des Spiels die Möglichkeit sich zwischen 3 Klassen zu entscheiden. Krieger, Paladin und Magier. Während der Krieger lieber Einheinten am Fließband ins Gefecht schickt, neigt der Magier dazu alles aus der Ferne mit mächtigen Zaubern zu bereinigen. Und der Paladin, ja der sitzt zwischen den Stühlen und wie sagt man so schön über Paladine: Paladine können alles, aber nichts davon richtig. Nunja, ein Klischee, aber ich mag Paladine. Jedenfalls haben diese 3 Klassen ihren eigenen Stammbaum und mittels spezieller Steine werden diese Fähigkeiten nach und nach vom Spieler freigeschaltet.
Ich persönlich bevorzuge den Krieger (Sorry Paladin) weil mir die Magie zu suspekt ist. Doch entscheide jeder selber was er nimmt.
Zu erwähnen sind noch die Erfolge, die man nach und nach freischaltet, wie z.B. wenn man genügend Kämpfe abschließt ohne dabei auch nur eine Einheit zu verlieren. Diese Erfolge wirken sich dann auch nochmal positiv auf den Helden aus.
Umgebungen/Handlung(Eventuell SPOILER)
Einige Rezessionen haben die "Wiederverwertung" bemängelt.
Es stimmt, es sind viele Ländereien aus The Legend dabei.
Kings Bounty folgt einer Zeitlinie, erst die Abenteuer von Bill Gilbert, dann Prinzessin Amelie und nun Olaf.
Bill Gilbert rettet das Reich, dann wird es Jahre später von Dämonen überfallen, Prinzessin Amelie geht durch ein Portal um Bill zu suchen und gemeinsam besiegen sie die Dämonen und jetzt wieder Jahre später fallen die Untoten über alle her.
Olaf ist zu Anfang auf neuen Inseln, doch verschlägt es ihn dann auf die Ländereien von The Legend.
Das Land ist ziemlich verwüstet und auf den Thron sitzt Prinzessin Amelies Gemahl. Amelie selber ist unterwegs.
Ich persönlich finde es nicht so schlimm auf alte Ländereien zu treffen, im Gegenteil. Es ist schön zu sehen was aus den Land geworden ist und wenn man es durchstreift hat man oft das "War hier nicht mal der oder das?" Erlebnis. Auch alte Bekannte sieht man hier und da wieder, wie eben jener Pirat den man als Bill Gilbert damals die (untote) Braut abgeworben hat.
Auch die Inseln der Freiheit haben einiges hinter sich, sind die Pirateninseln doch fast von Orks übernommen worden.
Aber auch hier gibt es den "Wiedersehen macht Freude" Effekt, wenn man über die Inseln streift.
Die Gesamthandlung ist vielleicht nicht so komplex wie die eines hervorragenden Dragon Age, aber sie fügt sich wunderbar ins Kings Bounty Universum ein. Ich hoffe das es bald Kings Bounty 2 gibt und keine weitere Episode und selbst dann würde ich mich freuen alte Landschaften wieder zu sehen.
Grafik/Musik:
Auch hier herrscht Wiederverwertung. Die Grafik ist weitgehend bekannt und einige Musikstücke übernommen, doch es gibt auch neue Stücke.
Auch hier macht Wiedersehen Freude.
Die zuvor erwähnten Abstürze hatte ich übrigens nicht.
Fazit:
Kings Bounty - Warriors of the North ist eine gelungene Fortsetzung.
Der "muß alles entdecken" Trieb wird auch hier geweckt und es macht Spaß nach und nach alles zu erforschen. Witzige Dialoge und teilweise lustige Hommagequeste (Stichwort: Schwarzer Fleck (Schatzinsel) oder FOLGE DEN CODEX (Fluch der Karibik)) zaubern ein Grinsen ins Gesicht. Sicherlich ist die Handlung recht ersichtlich, aber sie macht dennoch Spaß.
Für alle die Kings Bounty gerne spielen (und gerne Altes wiedersehen) ist die Fortsetzung ein Muss. Wer Kings Bounty noch nie gespielt hat, greift zu den Vorgängern, aber für diesen Teil braucht man nicht unbedingt Vorkenntnisse, auch hier gibt es ein schönes Tutorial).
Und nochmal extra zum Schluss: Kings Bounty - Warriors of the North braucht im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein STEAM Konto. :-)