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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Fortsetzung!, 13. Mai 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: King's Bounty: Armored Princess (Computerspiel)
Mit "Armored Princess" geht die neuaufgelegte Kings Bounty-Reihe weiter. Die Story spielt einige Jahre nach dem ersten Teil, der böse Erzdämon Baal rückt Endoria zu Leibe. Man übernimmt die Rolle der nun erwachsenen Prinzessin Amelie und flieht rasch in eine andere Welt, um dort den Helden Bill Gilbert zu suchen(es ist wohl der Held des 1. Spieles), der beim Kampf helfen soll.
Die andere Welt Teana befindet sich ebenso wie Endoria auf dem Rücken einer gigantischen Schildkröte(wohl eine Hommage an Terry Pratchetts Scheibenwelt).
Und auch dort gibt es Unmengen an Abenteuern zu erleben. Das Spiel spielt sich natürlich genauso wie der Vorgänger, siehe auch die Rezension zu diesem. Allerdings gibt es einige Neuerungen, die den Spielspaß nochmals erhöhen und vieles erleichtern:
Schiff: Man verfügt nun gleich von Anfang an über ein Schiff, welches auch absolut notwendig ist, da die Welt von Teana aus mehreren Inseln besteht. Neue Inseln kann man erst bereisen, wenn man die entsprechende Navigationskarte gefunden hat. Dies ist allerdings auch bequemer, da man nun mittels einer Weltkarte schnell von Insel zu Insel reisen kann - die langen Wege entfallen endlich.
Drache: Statt der Wutschachtel verfügt man nun über einen zahmen Drachen, der ebenso wie die Wutgeister immer stärker wird. Man wählt den Drachen am Anfang, es gibt sieben an der Zahl. Man kann zwar nur einen Drachen mitnehmen, aber mit der Zeit wird er immer effizienter, hingegen war der stärkste Wutgeist im Vorgänger erst recht spät verfügbar. Zudem kann man den Drachen nun auch bei Schiffskämpfen einsetzen.
Neue Einheiten: Es gibt nun das Volk der Echsenmänner zu konstrollieren. Neben verschiedenen saurier-artigen Einheiten wie einem großen Tirex oder Flugsauriern verfügen diese auch über Würmer. Die Echsenmenschen stehen im Konflikt mit anderen Rassen und mögen keine Drachen.
Neben dieser neuen Rasse gibt es auch andere neue Einheiten bei den bisherigen Rassen: Bei den Zwergen gibt es nun einen stärkeren Kämpfer, den Vorarbeiter, sowie zwei verschiedene mechanische Roboter.
Begleiter: Anders als im Vorgänger heiratet man nun nicht gleich, dafür gibt es jetzt verschiedene Begleiter, die man unterwegs trifft. Diese gewähren Boni auf die Eigenschaften und können auch Truppen aufwerten, zudem bieten sie wie gewohnt zusätzliche Objekt-Slots. Man kann einen Begleiter auch ohne Geld-Abzug verstoßen. Selbst einen Ork und einen Dämon kann man als Begleiter mitnehmen.
Pegasus: Nach einer gewissen Spielzeit erhält das Pferd Flügel, wodurch man leichter durch unwegiges Gelände kommt. Im späteren Spielverlauf ist das Pegasus ohnehin absolut notwendig, da viele Schätze auf Klippen oder hohen Burgen versteckt sind. Praktischerweise kann man mit dem Pegasus auch eine Insel erkunden, ohne daß die Feinde einen angreifen können.
Die Story ist spannend, es gibt viele Nebenquests. Wie im Vorgänger ist auch wieder eine gute Prise Humor dabei, z.B. wenn man verbotene Zwergenspitzhacken schmuggelt oder ähnliches. Ebenso gibt es einige neue Boßgegner, die das taktische Geschick des Spielers fordern.
Technisch ist das Spiel mit dem Vorgänger identisch. Dies mag einerseits High-End-Grafikfetischisten abschrecken, andererseits sind die Systemvoraussetzungen nicht höher. Und die Grafik kann sich ja auch heute noch sehen lassen. Die Landschaften sind gewohnt detailreich, bei den Schlachten sitzt nun der zahme Drache neben dem Schlachtfeld und spielt mit seinem Haustier(einer Schnecke) und fliegt beim Einsatz aufs Feld.
Beim Soundtrack hätte ich mir ein paar mehr neue Stücke gewünscht, auch wenn die Musik gut ist.
Die Sprachvertonung vermisse ich nicht - in den meisten Rollenspielen klicke ich das Geschwafel eh weg, da ich den Text schon lange gelesen habe, bevor der Sprecher fertig ist. Die Texte sind auch so gut geschrieben und verständlich, man braucht keine Sprachausgabe.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel gewesen. Was mich lediglich gestört hat, ist die Balance, da es von der Mitte bis zum Ende hin doch wesentlich leichter wurde, besonders im Vergleich zum Vorgänger. Ich habe in beiden Spielen den Schwierigkeitsgrad "Normal" gewählt. Während der Vorgänger am Ende eine echte Herausforderung war, war in "Amored Princess" ca. ab Level 35 kaum ein Gegner mehr sicher vor mir. Am Ende war ich Kriegerin auf Level 54 und meine Zwergenarmee hat mit diversen zwergenspezifischen Gegenständen mit entsprechenden Boni jeden Gegner locker hinweggefegt. Selbst Gegner, die das Spiel als "unbesiegbar" anzeigte, waren oft schon nach 2-3 Runden erledigt, und das ohne größere Verluste(und selbst wenn, zum Schluß hatte ich knapp 2 Millionen Goldstücke, was selbst für die größten Armeen locker ausgereicht hat). Dazu bei trägt auch der Drache, dessen Flächenzauber am Ende äußerst mächtig sind und durch die durch den Ausbau der Eigenschaften des Helden durch Runen(Wutgewinn etc.) eigentlich ständig ausgeübt werden können, da es selten an Wut mangelt.
Trotzdem: Das Spiel macht Spaß und ich hoffe, daß es weitere Teile geben wird.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gegenstimmen, 22. Mai 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: King's Bounty: Armored Princess (Computerspiel)
Ich habe früher sehr gerne Spiele in der Art von King's Bounty gespielt. Ich weiß nicht, ob ich aus dem Genre einfach rausgewachsen bin (Auch HoMM5 hatte mich nicht überzeugt) oder ob es an was anderem liegt, ich möchte aber dennoch neben den vielen sehr positiven Stimmen hier mal eine kritische hinterlassen:
Man hat also seine Heldin, die auf der Suche ist, ihr Land vor dem Untergang zu retten. Dazu reist sie in "Echtzeit" umher, nimmt diverse Aufträge an und stößt regelmäßig auf feindliche Truppen. Im Kampf wird auf eine rundenbasierte Karte umgestellt, in der die Einheiten der Armeen in taktischem Gefecht je nach ihrer Initiative ihren Zug ausführen können. Im Laufe der Zeit sammelt man Erfahrung und Schätze und kann so den Charakter und seine Armee immer weiter ausbauen.
Sehr schön gelungen finde ich das Konzept der Führungskraft, das bestimmt, wie viele Truppen man halten kann. So wird verhindert, dass Spieler mit Riesenarmeen einfach über das Land rollen.
Auch die Möglichkeit in den "Stereomodus" zu schalten finde ich eine klasse Idee. Leider benötigt man für den 3D-Genuss eine dem Spiel nicht beiliegende Zwei-Farb-Brille, was irgendwie... zielmlich doof ist. Hätte man dazu packen können.
Die Motivation hat mich jedoch ziemlich schnell verlassen. Es gibt ein paar Einzelpunkte, die dazu geführt haben:
Die Story ist recht herzlos erzählt. Die Texte und Dialoge sind einfach so runtergeschrieben, Antwortmöglichkeiten eher eine Farce (man kann jedes Quest ablehenen, aber das wäre natürlich nicht sehr sinnvoll). Da vermisse ich die richtige Stimmung. Das Tutorial wird direkt in die Kampagne integriert, nachdem man bereits einige Entscheidungen bzgl. des Charakters treffen musste. Entscheidungen, die ich anders getroffen hätte, hätte ich das Tutorial vorher gespielt. Man beginnt mit einer kleinen, bunt gemischten Trupppe. Es gibt genug Möglichkeiten, die Truppe schnell auszutauschen. Das ist grundsätzlich positiv, da zumindest am Anfang aber eh alle Truppen schwach sind spielt das (fast) keine Rolle. So hätte ich lieber - der Story zuliebe - etwas mehr kohärenz bei der Truppenwahl gehabt, anstatt zuerst mit Bären, dann mit fleischfressenden Pflanzen, dann mit Spinnen zwischen meinen Landsknechten und Bogenschützen umherzuziehen, bis die "verbraucht" sind und aufgefüllt werden.
Die Armee hat nur Platz für fünf verschiedene Einheiten, was doch etwas arg wenig ist. In den Kämpfen hatte ich dann häufiger das Gefühl, dass die Gegner zu oft die "coolen" Spezialfähigkeiten haben - Schattenangriffe aus dem Hinterhalt, Kontrollverlust meiner Einheiten, Teleportation durhc Mauern (wieso können Räuber überhaupt teleportieren???) und so was. Die Gegener waren zwar nicht super stark, aber wenn man selber bestenfalls mit Pfeil und Bogen schießt, während auch Nebengegner solche schicken Spezialfähigkeiten einsetzen, demotiviert mich das.
Die Grafik ist zwar ganz schick, aber für rundenbasierte Spiele vermisse ich ehrlich gesagt die gute alte Isometrie. Jetzt muss man ständig die Kamera drehen, damit man nicht doch hinter einem Baum einen Schatz vergisst oder einen Gegner übersieht, der dann unerwartet angreift.
Das sind alles nur Kleinigkeiten und grundsätzlich funktioniert das Spiel schon. Aber für mich waren es zu viele Kleinigkeiten, so dass das Spiel dann doch sehr schnell von der Festplatte verschwunden ist - und mich mit dem Zweifel zurück lässt, ob ich den Spielen einfach entwachsen bin oder ob die Spiele früher doch einfach mehr "Herz für Stimmung" hatten.
FAZIT:
Grundsätzlich ist Kings Bounty - Armored Princess ein gelungener Runden-Taktik-RPG mit ein paar schönen Ideen. Ich bin jedoch nicht überzeugt, dass die Macher mit Herz und Seele dabei waren. So gelingt es dem Spiel micht, mich in eine fantstische Geschichte zu entführen, sondern lädt nur dazu ein, mich durch eine Karte und taktische Gefechte zu klicken. Was mir persönlich zu wenig ist.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Prinzessin Amelie ist erwachsen :), 4. April 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: King's Bounty: Armored Princess (Computerspiel)
Die eigenständige Fortsetzung von "Kings Bounty: The Legend" spielt sich eigentlich ganz wie der Vorgänger. Man rekrutiert die verschiedensten Kreaturen um sie in Schlachten gegen böse Armeen zu führen und sammelt dabei mächtige Artefakte und Erfahrung, die die Heldin stärker machen. Die größten Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger:
- Mehr Superboss-Gegner, die ordentlich herausfordern (im Grundspiel gab es nur 3, nun immerhin 5 neue)
- Es gibt nun einen Gefährten, der die Zorngeister ablöst. Einen großartig animierten Drachen, der später richtig mächtig wird
- Das Levelsystem wurde abgeändert und etwas vereinfacht, die Heldin steigt nun auch etwas schneller auf
- Die Heldin ist nun mit einem Pegasus (ein fliegendes Pferd) unterwegs (in Dungeons übrigens zu Fuß - nettes Detail ;))
- Es gibt einige neue rekrutierbare Monster
Die Spielzeit ist natürlich geringer als beim Hauptspiel, ist ja auch nur ein Add-on. Was aber gleich geblieben ist, ist der Suchtfaktor. Ich habs noch nie geschafft, wirklich nur 3 Kämpfe zu spielen oder nur eine Quest zu machen (die sind zwar nicht besonders kreativ, aber dennoch unterhaltsam). Leider wurde wieder nur sehr wenig vertont und man muss nach wie vor fast alles selbst lesen, schade, hier hätte man mit etwas Sprachausgabe mehr Atmosphäre reinbringen können. Dass man seinen Charakter aus dem ersten Teil nicht übernehmen kann, fand ich auch schade, lässt die Story aber sowieso nicht zu.
FAZIT: Wer rundenbasierte Gefechte in Verbindung mit Fantasy mag bzw. wer das Originalspiel mochte, sollte auf jeden Fall zugreifen. Wer das Hauptspiel nicht kennt, aber neugierig ist, sollte vielleicht auf eine Compilation beider Teile warten.
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