Als ich die Bilder auf der Verpackung erinnerten mich die Felder sofort an Die Siedler von Catan. ISt es also ein Catan in luftiger Höhe oder was ganz eigenes? Als neugieriger Mensch will ich es natürlich herrausfinden.
Story
Greed Corp spielt in der neu geschaffenen Spielwelt Mistbound. Inspiriert von der industriellen Revolution, sind weitere Spiele in diesem Universum geplant. Es dreht sich wie so oft um Geld und Ressourcen. Vier Fraktionen kämpfen um die Vorherrschaft. Die einmal so reiche und friedliche Welt zerbricht mit der Insutrialisierung. Im Spiel geht es um den Kampf der noch intakten Gebiete.
Gameplay
Hexfeldbasierte Rundenstrategie ' klingt erstmal völlig uninteressant, aber das Spiel bringt eine Menge Spass mit sich. Das beweisen die Entwickler von W!Games bereits in den ersten Minuten. Nach dem Intro geht es direkt in das Schlachtfeld. Jedes Level besteht aus verschiedenen Feldern, die nebeneinander in unterschiedliche Höhe sind. Ziel ist es möglichst viele Felder zu besetzen. Wer als letztes festen Boden hat gewinnt.
Das Spielfeld kann sich von Runde um Runde unvorhersehbar ändern. Dadurch bekommt das Spiel eine taktische Tiefe. Am Anfang platziert man seine mobilen Einheiten, die Schreiter, auf möglichst vielen Feldern. Danach müssen die Kriegskassen gefüllt werden. Zusätzlich zu einem festen Betrag, den alle Spieler erhalten, muss man nämlich auch noch mehr Geld sammeln. Dafür können Harvester gebaut werden. Das sind riesige Maschinen, die Rohstoffe aus dem Boden holen. Gut für das Konto, aber schlecht für Einheiten. Die Felder senken je mehr ein Harvester abbaut. Wer nicht rechtzeitig abspringt, geht unter. Harvester können übrigens weder abgerissen noch zerstört werden. Sie stellen neben Schreitern und stationären Kanonen eine wichtige Waffe dar. Nur die Kombi aller Einheiten führt zum Sieg. Kanonen schwächen die gegnerische Armee und senken das beschossene Feld um eine Stufe ab. Der Weg wird frei für die Schreiter, die dank Überzahl das gegnerische Gebiet einnehmen können. Wenn man dann noch schafft einen Harvester zu platzieren bevor die Denkzeit von 60 Sekunden abläuft, kann zusehen wie die Ländereien des Gegners Rund um Runde rutschen. Im Bestfalltrennen solche Aktionen den Kontrahenten sogar vom Festland ab. Wenn er jetzt noch mitwirken will, muss er Transportflugzeuge oder Kanonen bauen. Gemeinerweise sind diese Einheiten abr sehr teuer.
Mit über zwanzig verschiedenen Maps weiss das Spiel zu fesseln. Ich hätte nie gedacht, dass so ein Spiel eine solche Menge an Spass bringen kann. Dazu gibt es auch noch einen Multiplayer-Modus und Mensch vs. Mensch macht doch einfach viel mehr Spass.
Bis zu vier Spieler gleichzeitig können sich duellieren. Fehlende Mitspieler kann man durch die CPU ersetzen. Das ist eine Menge Spass, denn bisher durften sich nur Xbox und Playstation-Spieler in die Schlacht stürzen. Jetzt endlich auch PC-Spieler. Danke an dtp ' so ein Spiel darf man doch den PClern nicht vorenthalten.
Grafik
Grafisch ist das Spiel nicht High-End, weiss aber durch liebevolle Comicgrafik und kleine Details zu überzeugen. Das Spiel läuft stets flüssig und besitzt zwei Kameraperspektiven. Zwischensequenzen gibt es leider keine.
3D
Das Spiel sah mit dem Nvidia 3D Vision Starter Kit echt nett aus. Besonders durch die Tatsache, dass die Plattformen unterschiedliche Höhen und Tiefen haben. Höhen und Tiefen sind das Spezialgebiet von 3D und so sieht das Spiel in 3D echt herrlich aus.
Sound
Akustisch gibt es lockeren Swing und gute Soundeffekten. Etwas ungewöhnlich, aber passt zu dem Spiel. Den Soundtrack gibt es übrigens bei der PC-Version noch als mp3 mit dabei.
Fazit
Civilization hat schon süchtig gemacht und wenn man bei einem Spiel die Zeit vergisst, dann hat das Spiel wohl viel richtig gemacht. Und in der Tat habe ich mich Greed Corp nach schauen auf meine Uhr mehr Zeit gewidmet, als anderen Vertretern. Die Grundidee ist super. Das Spiel ist innovativ und so soll es doch auch sein. Das Spiel ist ein absoluter Geheimtipp.