28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Fest für Freunde storylastiger Spiele. Ein Trauerspiel für Freunde knackiger Rätsel., 28. Dezember 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Dreamfall: The Longest Journey (Computerspiel)
Packungsinhalt (4 von 10 Punkten):
Was hab ich mich gefreut, als ich gesehen hab, daß ich die Version im Pappschuber erwischt habe.
Jäh war die Ernüchterung. Im aufklappbaren Schuber befindet sich nichts anderes als die normale (auch im Handel zu findende) DVD Hülle und ein Stück Industriepappe.
Die dünne Anleitung klärt auf 6 Seiten über Vorgeschichte, Ereignisse seit Teil 1 und die drei Spielcharaktere auf.
Die restlichen Seiten erklären die Steuerung und sind eigentlich überflüssig.
Technik:
Überraschung für Fans des ersten Teils (The Longest Journey):
Das Spiel ist vollständig in 3D. Gesteuert habe ich das Spiel mit der Maus, was flott von der Hand ging - man merkt jedoch, daß es für Konsole ausgelegt wurde.
Ich benutzte eine Auflösung von 1024x768 und 2x Antialiasing auf einem 1,4GHz Centrino mit eine 64MB 9700er ATI Radeon Mobile an seiner Seite.
Bis auf zwei drei Naturszenen, die den Rechner arg in die Knie zwangen, war Dreamfall so gut spielbar.
Grafik (9 von 10 Punkten):
Die Bilder des Spiels sprechen für sich. Die Grafiker haben einfach wunderbare Arbeit geleistet.
Von manch modernen Shooter würde man sich eine derart abwechslungsreiche und große Welt wünschen, wie sie in Dreamfall gezeigt wird.
Manchmal ist man fast schon traurig, daß man durch einige Gebiete nur durchlaufen muss.
Sound (8 von 10 Punkten):
Auf der DVD befindet sich die DEUTSCHE und die ENGLISCHE Synchronisation.
Ich habe mich aus Gewohnheit (Teil1) für die englische entschieden. Sehr gut.
Der Hintergrundsound ist ansonsten stimmig und unaufdringlich.
Ab und zu gibt's noch einige - eher schwülstige Kuschelpopsongs.
Story (9 von 10 Punkten):
Die Story gehört zum besten, was das (in letzter Zeit eher enttäuschende) Adventure/Rollenspielgenre zu bieten hat!!!
Nach einem zähen Einstieg, der mich schon ein kitschiges Girlyadventure vermuten ließ - Ex-Boyfriend, Kaffeebar, mein Handyladen,...
Doch das Spiel nimmt mit der Weile eine völlig andere Richtung ein und nimmt alle möglichen Facetten an... von Cyberpunk zu Steampunk, zu Horror, Thriller und Romanze.
Eine einmalige Mischung, die den Spieler durch ein einzigartiges Wechselbad der Gefühle tauchen lässt.
In der Mitte des Spiels gibt es jedoch leider einige Durchhänger - die Story wirkt an der Stelle etwas ziellos.
Man reist teilweise sinnlos durch die halbe Welt. Man erfährt eigentlich nichts neues - aber das Spiel will es so.
Weiterer Wehrmutstropfen:
Das Spiel endet mit einem wahren Knäuel aus losen Enden, die im letzten Teil der Longest Journey Trilogie aufgelöst werden wollen.
Laut Autor/Designer: Pure Absicht. :(
Trotzdem: Ragnar Tornquists fabelhafte Story ist es, die den Spieler bei der Stange hält, denn...
Gameplay (3 von 10 Punkten):
...das Gameplay ist eigentlich nicht vorhanden.
Es setzt sich zusammen aus jeweils einem wiederkehrenden, wenig fordernden Reaktionsspielchen und einem Logikspielchen, unproblematischen (trägen) Actionkämpfen (manchmal durch schleichen umgehbar), sehr wenigen, leichten Rätseln und vor allem aus "geh mal dahin".
So besteht das Spiel hauptsächlich darin, aus dem letzten Gespräch zu erfassen, wo's als nächstes hingehen soll und dann die Beine in die Hand zu nehmen.
So wandert man zu Storypunkt zu Storypunkt.
Besonders grässlich dabei: Manchmal darf man kurz hintereinander dieselben Laufwege einfach mit einem anderen der drei Spielcharakteren nochmal unternehmen.
So verbringt man wohl mehr als die Hälfte der Spielzeit (8-9 Stunden an gesprochenen Dialogen) damit, einfach nur der Geschichte zu folgen.
Die Dialoge sind dabei sehr, sehr lange und die Interaktionsmöglichkeit zudem oft eine Farce.
An einer Stelle soll man beispielsweise (nach 3min Dialog) entscheiden ob man jemanden töten soll oder nicht? Möglichkeiten: Ja. Nein. Besänftigen. Hinterfragen.
Egal wofür man sich entscheidet - das Ergebnis ist dasselbe.
Richtig böse wird es ab Kapitel 6 oder 7: 10 Minuten Zwischensequenz, 10 Sekunden laufen, 10 minuten Zwischensequenz, usw...
Wirklich "hängen" wegen einem schweren Rätsel - so etwas gibt es in Dreamfall kaum - und wenn, verliert man schnell die Lust. Zu unübersichtlich und groß ist die Welt um sie nach einem eventuell übersehenen Gegenstand abzugrasen.
So musste ich dann doch 2x in eine Lösung spicken.
Der Rest ist recht straight forward. Sogar der Klassiker "öffne Schublade - nimm schlüssel - öffne Spint mit Schlüssel - nimm Keycard - öffne Tür mit Keycard" fehlt nicht und sollte für die Rätselqualität sprechen. Sehr schade.
Ähnlich Fahrenheit ist Dreamfall mehr Kunstwerk denn Spiel,
und so ist es trotz des miserablen Gameplays eines der atmosphärisch eindrucksvollsten Spiele, das ich die letzten Jahre spielen durfte und bekommt seinen verdienten Ehrenplatz in meiner ca. 200 Spiele umfassenden Sammlung.
Ich kann den Start von Dreamfall Chapters (Teil 3 in Episodenform) jedenfalls kaum erwarten. :)
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Longest Journey Reloaded ..., 2. Juli 2006
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Dreamfall: The Longest Journey (Computerspiel)
Zuallererst sei gesagt das meine durchweg positive Bewertung sicherlich auch darauf zu Stützen ist das ich Dinge wie die Kampfsteuerung bzw. das bloße vorhanden sein der Kämpfe komplett verdränge und außer acht lasse.
Mann kann Ragnar Tornquist und seinen Entwicklern bei dem zweiten Teil der fantastischen "Longest Joruney" sicher einige Stilbrüche in Steuerung, Rätseln und unnötigen "Kampf"-Modi etc. vorwerfen.
Was man ihm und seinem Team mit Sicherheit nicht vorwerfen kann ist ein schwaches Spiel.
Dreamfall ist wie der Vorgänger ein Spiel das tiefer geht, ein Spiel das durch ausgeprägte und verständliche Charaktere und Orte glänzt. Da Dreamfall als Geschichte in sich nicht komplett erzählt wird müssen wir uns wohl oder übel gedulden bis der zweite Teil erscheint um eine grundsätzliche Aussage über das Gesamtkunstwerk treffen zu können.
Etwas das man bis zur "Halbzeit" schon einmal sagen kann ist das in diesem Spiel die Geschichte der Zoe absolut wunderbar erzählt wird. Man kann sich in jeder Sekunde mit dem Charakter identifizieren. Da fällt auch der "Abschied" von April nicht wirklich schwer. Na gut, er fällt doch schwer.. Aber nicht sooohooo schwer. ;0)
Alles in allem ist es bis auf ein paar kleine Macken ein Spiel das Menschen bzw. die Art Dinge zu sehen verändern kann wenn man sich nur darauf einlässt. Daher auch von mir wenig Punkte beim Spaßfaktor. Das Spiel ist unglaublich gut, aber nicht spaßig. Beim spielen stellt sich eine angenehme Stimmung der Vertrautheit und des Wohlfühlens schnell ein, was es auch schwer macht sich von Zoe zu verabschieden. Aber es ist eher ein nachdenkliches in-sich-gehendes Spiel.
Als Bonus verwöhnt uns Ragnar in diesem Teil mit einem kleinen Soundtrack beigesteuert von der Band Magnet und einem wunderschönen Track der auf dem Place du sucre am Ende eingespielt wird und stark an Björk erinnert.
Noch ein kleiner Tip: Wenn möglich spielt Dreamfall bitte auf English. Die Deutsche Synchronisierung töten die Atmosphäre des Spiels. Z.B. werden Namen falsch betont, Worte falsch übersetzt und es kommt sehr schnell Monotonie auf die nervt.
Auf Englisch haben mich Zoes Monologe besonders der am Ende des Spiels wirklich ergriffen. Und auch wenn man es mir nicht glauben würde wenn man mich kennen würde, habe ich doch am ende des Endmonologs ein paar Tränen vergossen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk!, 29. Januar 2007
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Dreamfall: The Longest Journey (Computerspiel)
Hi!
Ich bin vor kurzem erst auf dieses Spiel zufällig aufmerksam geworden.
Mit bestimmten Erwartungen habe ich es mir dann vor ein paar Tagen gekauft und ich kann eines vorweg sagen: meine Erwartungen sind um ein vielfaches übertroffen worden!
Zum einen ist dies mein Lieblingsspiel geworden => und das soll was heißen weil ich eigentlich eher Strategiespiele und andere Genre mag.
Aber Dreamfall hat mich von den ersten Spielminuten an gefesselt.
Warum? Hier die wichtigsten Punkte aus meiner Sicht:
=> wahnsinnig tolle und mitreißende Story
=> Charaktere sind einzigartig und interessant gemacht
=> tolle Gegenden und mit viel liebe zum Detail gemachte Welt(en)
=> es kommt eine tolle Stimmung beim Spielen auf - ich konnte mich total
in das Geschehen hineinversetzen und mitfühlen (gelang bei keinem andren Spiel auch nur annähernd)
=> einzigartige und immer zur Situation passende Musik
=> das Spiel ist keine Minute langeweilig oder der Verlauf der Geschichte vorhersehbar
=> die Rätsel sind recht einfach zu lösen, aber das ist auch gut so...ich wäre sonst vor Neugier gestorben wenn ich irgendwo hängen geblieben wäre und nicht schnell erfahren wie es weiter geht...so spannend ist das Spiel!
es gäbe noch so viel zum aufzählen! Ich bin so beeindruckt von dem Spiel wie ich es von noch keinem andren Spiel jemals war!
Ich persönlich kann jedem zu diesem Spiel raten => ein Meisterwerk ist mit "Dreamfall - The longest journey" gelungen welches sich von sämtlichen anderen Spielen weit abhebt!!!
ps: die nur 2 Sterne bei "Spass" sind deswegen, weil einige echt lustige Szenen vorkommen (z.B. "der Rabe"), aber die Story im eigentlichen nicht als "lustig" zu bewerten ist.
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