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Auch für diejenigen, die über DSLW verfügen, lohnt es sich, das neue Werk zu kaufen. Die Zwerge sind in allen Bereichen viel umfangreicher und detaillierter beschrieben, was früher in einem Satz abgehandelt wurde, dem widmet sich nun ein ganzer Abschnitt. Wir haben es also nicht wie bei der Geographia Aventurica oder dem Aventurischen Arsenal damit zu tun, dass die alten Texte lediglich wo es nötig war aktualisiert wurden. Zudem gibt es noch einige Kapitel zu gänzlich neuen Themen, etwa seitenlange Vorschläge an den Spielleiter für eigene Abenteuer bei den Zwergen. Dies und andere Kapitel wie etwa eines darüber, was die Zwerge über andere und was andere über Zwerge denken, lassen Angroschs Kinder dem Begriff Spielhilfe gerecht werden und nicht nur eine bloße Hintergrundbeschreibung bleiben (wobei hier angemerkt werden muss, dass auch DZA auf diesem Gebiet für damalige Verhältnisse schon gut ausgestattet war).
Das Pech von Angroschs Kinder ist aber, dass es sich dem Vergleich mit den anderen neuen Regionalspielhilfen stellen muss, und dem hält es nicht stand. Der Umfang liegt nur bei rund 75 % des bisherigen Standards (150 zu 200), von diesen wurden auch noch einige Seiten mit der Beschreibung vorgefertigter Zwergenhelden und anderem rein regeltechnischen Füllwerk gefüllt, sodass auf Regionalhintergrund und Spieltipps (also das, womit sich die anderen Werke auf etwa 200 Seiten beschäftigen)letztlich nur rund 130 Seiten entfallen. Auch eine großformatige Farbkarte der behandelten Region fehlt, stattdessen liegen nur ein schwarz-weißer A4-Plan von Xorlosch und eine ebenfalls schwarz-weiße, schön anzuschauende aber detailarme und für das Spiel letztlich nur bedingt sinnvolle Karte, die die Lage der Zwergengebirge in Mittelaventurien zeigt, bei.
Angroschs Kinder ist zwar deutlich besser als DZA, aber nicht so gut wie die anderen neuen Regionalbände, und wird daher von mir im Vergleich zu diesen mit einem Stern weniger bewertet.
Der vierte Regionalband "Angroschs Kinder" berichtet über die Kultur und Geschichte der Zwerge des größten deutschen Rollensielsystems DSA (Das Schwarze Auge).
Das Buch erscheint im gewohnten Hardcover, ist aber diesmal um einiges dünner als man es bisher gewohnt ist. Mit nur 148 Seiten gegenüber 195 (Raschtuls Atem) oder 208 (In den Dschungeln Meridianas) wirkt der Band nicht so detailliert und umfangreich wie die Vorangegangenen. Enttäuschend auch, dass hier auf eine Farbkarte verzichtet wird und der Käufer sich mit einer schlichten schwarz-weiss Zeichnung der Region sowie der Stadt Xorlosch zufriedenstellen muss.
Trotz aller gehaltenen Kürze findet sich eine Auflistung von zwergischen Archetypen auf den letzten Seites des Regionalbandes, was den unmittelbaren Eindruck des Seitenfüllens erweckt.
Dennoch ist dieser Band um einiges ausführlicher als "Die Zwerge Aventuriens" und für Zwerge- Liebhaber sicherlich eine große Bereicherung.
Letztlich werden wohl alle Sammler eh nicht auf diesen Band verzichten können.
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