Der erste Eindruck des Tascam DR-1
Ein Tag Lieferzeit! Das fand ich cool. Und bevor ich in den Unterricht zu meinen Studenten eilte, packte ich geschwind aus und stellte fest, dass man das Gerät mit einem USB-Kabel am Computer aufladen müsse, das wiederum fand ich gleich zu Anfang etwas umständlich, denn schließlich bin ich viel unterwegs und habe dann keinen PC zur Verfügung. Ein Netzteil wird angeboten, so ab 27 Euro, und wie ich so überlege, ob ich mir gleich eins bestellen soll, fällt mir doch ein, dass ich zu meiner Fuji-Camera ein Netzteil besitze, probiere, ob es passt, und: Klar, passt, funktioniert. So konnte ich also rasch das Gerät aufladen, denn es braucht nicht lange.
Den Schnelleinstieg kann man den in vielen Sprachen beiliegenden Heftchen entnehmen, die umfangreichere Anleitung jedoch muss man von Tascam aus dem Internet herunterladen.
Ohne Vorkenntnisse nahm ich das Gerät mit, stellte es auf und probierte intuitiv an den übersichtlich angeordneten großen Knöpfen, vor ältere Leute ein deutliches Plus, und ein Drehrad wie bei iPods war auch nichts Neues, sodass ich auf Anhieb aufnehmen und abspielen konnte. Die Qualität im wav-Format überzeugte mich, ohne Abstriche kann ich nach meinem ersten Eindruck sagen, dass die Aufnahmen rauschfrei und klar und mit den live gehörten Stimmen identisch waren. Die Aufnahme kann, so viel ich zunächst sehe, nur manuell ausgesteuert werden, was mir lieber ist, denn die Automatik gleich die Pegel an und das ist wenigstens in klassischen Stücken mit extremer Dynamik kontraproduktiv. Begeisterung stellte sich ein, denn schließlich habe ich doch schon von der riesigen Bandmaschine bis zu Walkmen alles Mögliche probiert.
Zufällig drückte ich den FX-Knopf, und da ging gleich der Hall mit an, ich regelte ihn etwas ein und fand, dass in dem trockenen Akustikraum auch das einwandfrei funktionierte und die Stimme, wenigstens als Spielerei, unterstützte.
Eine neue Firmware ist am PC in kurzer Zeit aufgespielt und, wenn man dann die Beschreibung liest, das Gerät genauer untersucht, kommt man prima damit zurecht. Die Klappe, die seitlich zur Speicherkarte und zum USB-Anschluss öffnet, bewegte sich zunächst schwer, ich bin dann immer nicht zu forsch, um nicht durch eine falsche Anwendung das Gerät zu beschädigen, aber nun nach einigen Versuchen geht die Klappe leicht und sicher. Das Gerät macht einen sehr stabilen, grifffesten Eindruck und so werde ich mich in nächster Zeit mit Spielereien wie Metronom, Änderung der Geschwindigkeit und Effekten beschäftigen. Eine Overdub-Einstellung gibt's auch noch, vom großen Klinkeneingang für ein Mikrofon und anderen Anschlüssen zu schweigen. Falls das Gerät keine Macken hat und mir seine Dienste treu anbietet, finde ich es ausgezeichnet.