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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Darf in keiner Sammlung über NTE fehlen,
Von Martin Reichert (Karlsruhe, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: DMT - Das Molekül des Bewusstseins: Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen (Gebundene Ausgabe)
Dr. Rick Strassmann war Professor an der Universität von Albuquerque, New Mexico und ehemaliger Zen-Praktizierender. Wider Erwarten gelang es ihm, eine offiziell genehmigte Experimentalreihe mit DMT - Dimethyltryptamin mit 60 Freiwilligen durchzuführen. Bei DMT handelt es sich um eine von der Zirbeldrüse gebildeten psychedelischen Substanz, dem Wirkstoff des magischen Trankes Ayahuasca, der auch von den Amazonas-Indianern verwendet wird.Dr. Strassmann hat seine Versuche in den USA mit hochoffizieller Genehmigung der Behörden durchgeführt und dabei ist es ihm gelungen, psychedelische Zustände auszulösen, die in beeindruckender Art und Weise den bekannten Kernelementen der NTE entsprechen. Solche Versuche sind nicht neu, In einer im Jahre 2002 durchgeführten Studie behaupteten Schweizer Neurologen um Prof. Olaf Blanke, dass sie Out-of-Body-Erfahrungen künstlich hervorgerufen hätten. Die Schweizer Neurologen hatten bei einer Patientin gezielt Out-of-Body-Erfahrungen hervorgerufen. Die Patientin hatte das Gefühl, den eigenen Körper zu verlassen und von außen zu betrachten, war im Magazin "Nature" zu lesen. Um den Epilepsie-Herd einer Patientin zu bestimmen, haben Blanke und sein Team Elektroden auf die Hirnoberfläche der Betroffenen gelegt. Reizten sie mit den Elektroden am hinteren Schläfenlappen des Gehirns den Gyrus angularis, erlebte sich die Patientin von außen: Sie sah sich von oben auf dem Krankenhausbett liegen. Forderten die Ärzte währenddessen die Patientin auf, den Arm zu heben, hatte sie das Gefühl, der Körper würde nach ihr schlagen. Dr. Strassmann`s Ergebnisse gingen nach seinen Angaben aber weit über diese Erlebnisse hinaus. Es wurden nicht nur Teilelemente ausgelöst, sondern vollständige Nahtoderfahrungen, mit allen bekannten Elementen. Strassmann vertritt die These, dass 49 Tage nach der Empfängnis der Mensch durch entsprechende DMT-Produktion in der Zirbeldrüse zum Menschen wird und kann dies durch entsprechend hohe DMT-Konzentrationen belegen. Er hält es für möglich, dass beim gerade Verstorbenen DMT dann durch Diffusion auch ohne funktionierenden Kreislauf im Gehirn für die entsprechenden Erlebnisse sorgt. Strassmann nun jedoch als Gegner einer transzendenten Interpretation abtun zu wollen, wäre verfrüht. Er hält es durchaus für denkbar, dass die geistigen Welten, die sich unter der Wirkung von DMT zeigen, autonom für sich existieren und das DMT ein Hilfsmittel darstellt, um sich dieser normalerweise nicht wahrnehmbaren Existenzebenen bewusst zu werden. Diese Interpretation muss man nicht zwingend nachvollziehen. Es ist die alte Diskussion, ob die geschauten und erlebten Bilder, Landschaften und Wesen immanent oder transzendent sind. Wir werden dieses Problem wohl nie lösen können. Für Strassmann zeigt sich, dass die NTE ein Kind des DMT ist, ob nun DMT als Schlüssel zur einer transzendenten Realität oder als Verantwortlicher für ein Trugbild aufgefasst wird, bleibt vorerst dahingestellt. Seine persönliche Schlussfolgerung lautet, dass er es für möglich hält, dass das Lebensprinzip durch DMT-Ausschüttung durch die Zirbeldrüse in den Körper gelangt und beim Sterbeprozess dort auch wieder hinausfindet. Anschließend hält er es in Anlehnung an des tibetische Totenbuch denkbar, dass ein Energiefeld noch einige Tage existiert und sich dann, entsprechend den Gesetzen der Resonanz, in einen neuen Körper begibt. Er vergleicht diesen Vorgang mit einer Glocke, die nach dem läuten noch ausschwingt und nachklingt. Dieser Philosophie zufolge wäre also die Zirbeldrüse eine Art Filter, die uns vor einem Übermaß an transzendenter Wahrnehmung schützen würde, um unseren normalen Lebensablauf zu gewährleisten. In entsprechenden Ausnahmesituationen würde DMT dann in Form eines chemischen Dolmetschers diesen Filter außer Kraft setzen und die Wahrnehmung anderer Realitäten ermöglichen, Insgesamt lässt sich das Problem also immer noch nicht abschließen. Die Nahtoderfahrung stellt uns noch vor viele Rätsel und es gibt zur Zeit hochspannende Untersuchungen, die vielleicht in naher Zukunft ein klein wenig mehr Licht auf dieses hochinteressante Phänomen werfen werden. Dr. Strassmann`s Arbeit könnte aber der momentan sehr gereizten Stimmung zwischen den Vertretern der Neurotheologie, also der ausschließlich materialistischen Interpretation mystischer Bewusstseinszustände und der transzendenten Sichtweise vermitteln. Insgesamt betrachtet handelt es sich um ein sehr lobenswertes Werk, das in keinem Bücherschrank von an Nahtoderfahrungen Interessierten fehlen sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beeindruckend,
Von
Rezension bezieht sich auf: DMT - Das Molekül des Bewusstseins: Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch dokumentiert zahlreiche, sehr beeindruckende Interviews mit Versuchspersonen, die im Labor von Rick Strassman, einem amerikanischen Professor für Psychiatrie, eine Reise in die inneren Räume angetreten haben. Rick Strassman bekam Anfang der 1990er Jahre die (äußerst seltene) Genehmigung der Regierung, eine wissenschaftliche Untersuchungsserie mit der Droge DMT durchzuführen. DMT ist eine psychedelische Substanz, die einerseits in verschiedenen enteogenen Pflanzen vorkommt, etwa im Ayahuasca-Trank. Andererseits wird sie auch von unserem Körper selbst produziert, und es gibt daher gute Gründe zur Annahme, dass die Erlebniszustände, die man durch Einnahme DMT-haltiger Pflanzen wahrnimmt, stark denen ähneln, die wir zum Zeitpunkt unseres Todes erleben. Alles in allem ist dieses Buch klinischer gehalten als das andere. Als Person ist mir der Autor ein wenig zu hölzern, zu wenig visionär; aber genau das musste er wahrscheinlich sein, als Wissenschaftler im Staatsdienst. Die näheren Umstände seiner Forschungsprojekte interessierten mich eigentlich weniger; dafür aber die Aussagen seiner Versuchspersonen. Denn die habens in sich, denn sie weisen ein weiteres Mal auf die Existenz einer Wirklichkeit, die irgendwie parallel zur unseren abzulaufen scheint. Mut braucht man ja schon, diese Räume aufzusuchen, denn was Dr. Strassmans Probanden da so erleben, das ist manchmal echt hardcore: Besonders beeindruckt hat mich der Fall eines Sunnyboys der Esoterik-Szene, der wohl schon häufig leichter verdauliche Party-Drogen genommen hatte und seinen Angaben nach dabei immer Erfahrungen gemacht hatte, die mit Spaß, Feiern, Liebe und Spiritualität zu tun hatten. Von Dr. Strassman auf DMT-Reise geschickt, fand er sich plötzlich in einer Situation, in der er von zwei Krokodilen anal vergewaltigt wurde, als ob sie ihn für die allzu unbeschwerte Leichtigkeit seines früheren Lebens bestrafen wollten. Gut, andere Versuchspersonen berichten von wunderschönen Erlebnissen und wiederum oftmals auch von sehr lehrreichen Erfahrungen. Aber ich persönlich hätte durchaus meine Bedenken, ob ich mich in einem solch klinischen Setting mit einer heroischen Dosis künstlich hergestelltem DMT auf die Reise schicken lassen würde. Lieber hätte ich da einen gestandenen Schamanen als Reiseführer dabei, der mir die Reptilien vom Leib hält.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absoluter MUSS!,
Rezension bezieht sich auf: DMT - Das Molekül des Bewusstseins: Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist für jedermann der sich mit Stoffen der anderen Art ausseinandersetzen will, für Leute die sich selbst diesem Stoff ausseinander setzen will und für uns Hobby-Wissenschaftler.Es zeigt anhand von Tatsächlich durchgeführten medizinischen Studien, wie man sich am sinnvollsten an die eigene Dosis herrantastet und hat zumindest mich auf ein paar schöne Gedanken gebracht im allgemeinen. Strassmanns bemühungen die scheinbar untergegangen sind in der Medizin werden in diesem Buch klar dargestellt und klären die Verhältnisse die zu dieser Zeit geherrscht haben wenn es um das Thema "Drogen-Forschung" geht. Ich würde jedem raten dieses Buch zu lesen, selbst wenn man Themenfremd ist wird man auf einige interessante dinge stossen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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