2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich, ein GANZES Ja-Panik-Album, das ich mag!, 29. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: DMD KIU LIDT (Audio CD)
Fans mögen mir diese frech anmutende Überschrift meiner Rezension nachsehen. Ich verfolge Ja, Panik! durchaus schon länger mit Interesse. Und da auch einige in meinem Freundeskreis die Band mögen, bin ich bislang immer ganz gut informiert worden, was Songs und andere Alben betrifft.
Gemocht und ansprechend gefunden habe ich Ja, Panik! also schon seit längerer Zeit. Besessen aber habe ich bislang lediglich eine Scheibe, nämlich "The Angst And The Money".
Und nun, ENDLICH, ist der Funke auch bei mir so richtig übergesprungen! Mit DMD KIU LIDT ist den Wahldeutschen Österreichern ein wahres Meisterwerk geglückt. Ich halte die Scheibe sogar für die anspruchsvollste, ambitionierteste und beste dieses heurigen Musikjahres (2011) - was die Musik im deutschsprachigen Raum angeht!
Kreisky beispielsweise - die ich auch sehr mag - haben mich mit dem aktuellen TROUBLE nicht vollends überzeugen können. Was auch daran liegen mag, dass ihr Vorgängerwerk (MEINE SCHULD,...) die Messlatte erheblich hoch gelegt hat. Egal.
Vorliegendes Werk (wir sind nun wieder bei Ja, Panik! angelangt) ist konzeptionell (gibt's dieses Wort eigentlich?) derart ausgeklügelt und "kunstvoll" ausgestaltet worden, dass es auch in ferner Zukunft im Gedächtnis sämtlicher heimischer Musikkritiker beheimatet sein dürfte.
Textlich ist alles wie gewohnt. Im deutsch-englischen (also typischen) Ja-Panik-Slang werden Gesellschaft, Leben und Selbstreflexion seziert und wiederum reflektiert. Begleitet wird das ganze von guter (mitunter wachsender) Musik - kann sein, dass man sich die Scheibe mehrmals zu Gemüte führen muss, ehe man auch wirklich mit dem Herzen hinhören kann!
Umso mehr aber ist das Album zeitlos. Ein besseres Vokabular (als dieses abgedroschene) fällt mir momentan leider nicht ein - auch kein passenderes.
Kurz: DMD KIU LIDT fordert, entzückt, rüttelt auf und hinterlässt ein befreiend-befriedigendes Gefühl, nachdem man es sich bewusst angehört hat!
Da Ja, Panik! wie ich kürzlich gehört habe, am 4. Jänner (2012) das Wiener FLEX heimsuchen werden, habe ich es schon in Erwägung gezogen dem Spektakel eines Liveerlebnisses beizuwohnen (sofern dafür noch Karten zu haben sind).
Ich weiß ja nicht, wie bekannt, unbekannt, beliebt, verhasst oder sonstwas Ja, Panik! außerhalb der österreichischen Landesgrenzen sind. Ich jedenfalls würde es sehr begrüßen, sie hiermit einer (noch) breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht zu haben. Die Jungs haben wirklich was drauf! Aber hören muss man selbst...
Für mich sind Ja, Panik! der aktuell interessanteste heimische Musikact neben (zuvor erwähnten) Kreisky und Petsch Moser.
Leute, da ist wirklich was dran!
Deshalb: Hört's Euch an! Am besten GLEICH!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die anspruchvollste und beste Ja, Panik Platte, 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: DMD KIU LIDT (Audio CD)
Ich war beim ersten Mal hören sehr überrascht, klingt DMD KIU LIDT doch deutlich anders als seine beiden Vorgänger. Hat man sich aber erstmal auf den entspannteren, aber nicht minder aufregenden Sound eingelassen wird man lange nichts mehr anderes hören wollen. Die Texte sind deutlich zugänglicher als früher, man hat sogar plötzlich das Gefühl zu verstehen was Andreas Spechtl einem da mitteilen will. Und er hat einiges mitzuteilen, soviel kann ich sagen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Manchmal ein wenig anstrengend, 31. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: DMD KIU LIDT (Audio CD)
Rezensenten überschlagen sich. Höchstwertungen werden verteilt. "DMD KIU LIDT" ist Platte der Woche, des Monats, des Jahres, des Jahrzehnts, das wichtigste deutschsprachige Album aller Zeiten. So könnte man es annehmen, wenn man all die Lobhudeleien der letzten Monate verfolgt hat. Doch ist das vierte Album der Österreicher aus Berlin wirklich so genial?
Nimmt man den Titelsong für sich, dann ja. "DMD KIU LIDT", was nichts anderes bedeutet als "Die Manifestion des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit" ist ein 20-minütiges Epos, das nach 14 Minuten mit gut sechs Minuten Stille endet, um die insgesamt 72 Minuten der Platte sacken lassen zu können. "DMD KIU LIDT" (der Song), borgt sich mal eben die Akkorde aus den Strophen von Falcos "Jeanny" und hat allein schon deswegen gewonnen. Überhaupt erinnert vieles hier an den wohl berühmtesten österreichischen Pop-Musiker. Das leicht Arrogante in der Aussprache von Sänger Andreas Spechtl, die Vermischung von deutschen und englischem Text, die im Booklet auf die Spitze getrieben wird: Deutsche Textpassagen erscheinen auf Englisch, englische auf Deutsch.
Doch bisweilen wirkt das dann auch alles arg verkopft und manchmal sogar ein bisschen anstrengend. Ja, die beiden Singles "Trouble" und "Suicide" (inklusive des hinleitenden "Modern Life Is War") sind richtig gut, genau wie "Nevermind" und "The Evening Sun". Aber reicht das, um den Hörer 72 Minuten zu fesseln? Nein, tut es nicht. Songs wie "Barbarie" (immerhin der Text ist genial: "Ich bin der Letztgeborene einer Inzuchtsdynastie" hat etwas), "The Ship Ought to Sink" und "Bittersweet" nerven sogar. Für mich ist "DMD KIU LIDT" nicht der ganz große Wurf. Aber vielleicht verstehe ich es auch einfach nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein