Vorweg: Dreambox Freaks bitte nicht weiterlesen. Das ist eine Rezension für Normalnutzer.
Ich habe diese Box mit 2xSat Modulen geordert um sie als Sat-Twin-Receiver nutzen zu können.
Das Bildsignal in HD ist sehr gut und für SD auch sehr gut, aber natürlich nicht so wie bei HD, das sollte klar sein. Andere Linux Boxen sollen ein schlechteres SD Bild liefern.
Ich wollte mit dieser Box auf meine Buffalo Linkstation Pro Duo (NAS) aufnehmen können und von dort natürlich auch das Aufgenommene Abspielen. Bis dahin hätte aber auch ein Twin-Receiver mit großer Festplatte oder LAN-Anschluss gereicht, was man für ca. 300 Euro von anderen Firmen in sehr guter Qaulität bekommen kann.
Was ich aber auch wollte, war, Bilder und MP3s vom NAS über LAN auf dem Fersneher abzuspielen.
Bilder werden leider nur sehr langsam übertragen (im Vergleich zu meiner Verbindung per Notebook, welches auch nur 100 MBit hat ca. 5x langsamer!) und eine ordentliche Funktionalität wie zum Beispiel beim Windows Media Center ist nicht gegeben.Das verfügbare Media Center, welches nicht standardmäßig installiert ist, eignet sich zwar zum Abspielen ist aber unkomfortabel bei großen Datenmengen.
Für die Einrichtung des NAS habe ich etliche Foren stundenlang durchsuchen müssen, bis ich endlich wusste, wie das geht. Man muss per PC-Verbindung einen Eintrag in einer Datei im Verzeichnis Configuration\etc\ welche "auto.network" heißt manuell ändern (sieht dann ungefähr so aus: DM7200HD -fstype=nfs,rw,soft,nolock,rsize=8192,wsize=8192 192.168.7.14:/media/hdd/movie)
oder über den (noch zu installierenden!) "Netzwerkbrowser", den man dann unter Menü-Einstellungen-System-Netzwerk-Netzwerkbrowser findet, einrichten.
Nun ja, ich habs hinbekommen, hier werden viele mit dem PC auf Kriegsfuß stehende Nutzer scheitern, da bin ich mir sicher.
Nun ein weiterer wichtiger Kritikpunkt: Die Fernbedienung reicht nur ca. 3 Meter weit, dann ist schluss und man muss außerdem gut zielen. Obwohl ich auch eine Universalfernbedienung (Logitech Harmony 555) habe, die problemlos TV und AV-Receiver auch noch aus 5 Metern steuert, reagiert die Dreambox, welche ich auch mit dieser FB steuere, nur aus maximal 3 Meter Entfernung. Es liegt also am Empfänger im Gerät.
Das Hochfahren der Dreambox aus dem Stromsparmodus (Deep Standby, 1 Watt) dauert genauso lange wie bei einem PC. Aus dem Standby nur wenige Sekunden, aber verbraucht 14 Watt.
Leider hat das Gerät nicht die Standaerdbreite von Hifi-Geräten, sondern ist einige cm schmaler.
Für Nutzer, für die multimediale Funktionen wichtig sind, würde ich eher einen Silent-PC mit Sat-Karte empfehlen (HTPC).
Das klingt jetzt alles nach einem zimlichen Gemecker, so soll es aber nicht rüberkommen.
Die Funktionalität für das normale Fersehen, Radiohören, Aufzeichnen auf interne oder externe Festplatte ist sicher hervorragend, das Gerät ist nicht hörbar, das Design ist schön.
Aber irgendiwe fehlt eben doch noch etwas und das gibts bislang nirgendwo in einem solchen Gerät, leider.
Evtl. programmiert ja mal jemand ein sehr gutes Media Center, aber ich vermute, die Prozessorleistung wird nicht ausreichen, um die Funktionalität eines Windows Media Center oder ähnliches zu erreichen.
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Update: Da mir nichts anderes übrig blieb, als mich ein Wochenende lang mit der "Kiste" zu beschäftigen (ok, hätte ich auch zurückschicken können, ist aber nicht mein Stil, denn schließlich kann man sich ja vorher informieren...), habe ich jetzt doch viel gelernt. Ich habe jetzt das sogenannte Merlin3-Image geflasht (das läd man einfach aus dem Internet, Datei heißt Merlin-3.dm7020hd-20120115.nfi) und kann das dann per Lan auf die Kiste flashen. Dazu muss man die Kiste gleichzeitig hinten einschalten und vorne den anderen Einschaltknopf gedrückt halten. Dann wird im OLED Display eine IP Adresse angezeigt. Wenn man diese IP Adresse dann am PC/Notebook im Browser eingibt, kann man durch das Web-Interface die Kiste flashen. Mit dem Merlin3-Image kann man problemlos den Internetradioanbieter LastFm installieren. Das ging mit anderen Images nicht.
Wenn das flashen so nicht geht, kann man die Datei "Dreamup" aus dem Internet laden und per USB auf Micro USB Kabel flasehn.
Warum schreibe ich das hier so ausführlich ? Damit der Normalnutzer sieht, was er sich hier antut, oder auch gerne antun möchte.
Anfangs wusste ich weder, was denn ein Image sein soll oder wie man das flasht oder wie Plugins zu installieren sind. Auch ohne Interen Fetplatte kann ich jetzt auf mein NAS aufnehmen.
Schneller wäre das Ganze wahrscheinlich, wenn mein NAS das Linux Filesystem (heißt das so ?) NFS beherrschen würde. Leider kann das NAS nur das Windows CIFS verstehen. Da die Box nichts dafür kann , habe ich auf 4 Sterne erhöht ;-). Also, wenn ihr vorhabt auch ein NAS dazuzukaufen, kauft eins, das NFS versteht.