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DIGITAL IST BESSER: Warum das Abendland auch durch das Internet nicht untergehen wird
 
 

DIGITAL IST BESSER: Warum das Abendland auch durch das Internet nicht untergehen wird [Kindle Edition]

Kai-Hinrich Renner , Tim Renner
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

09.03.2011 / Financial Times Deutschland: Digital ist besser "Wirklich interessant - auch im Hinblick auf die Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg - wird es in den Kapiteln über Urheberrechtsverletzung und die 'sinnlose' Unterscheidung zwischen Original und Kopie. Die Autoren beziehen alle Mediengattungen in ihre Analyse mit ein und liefern gute Überlegungen zu Qualitätsstandards und Datenmissbrauch."

15.03.2011 / Frankfurter Rundschau: Nichts wird besser, alles wird gut "Warum singen, wenn man sampeln kann? Tim und Kai-Hinrich Renner verteidigen die Multimedia-Revolution gegen ihre Kritiker."

01.04.2011 / Manager Magazin: Das Netz will nur spielen "Das Buch verhilft zu mehr Gelassenheit im Umgang mit digitalen Medien."

01.06.2011 / Maxima: Digital ist besser "Fundiert und optimistisch."

Kurzbeschreibung

Illegale Downloads, Egoshooter und Geheimnisverrat im Internet. Für manche steht die Welt Kopf. Die Digitalisierung betrifft die Lebenswirklichkeit von allen und verunsichert viele. Kai-Hinrich und Tim Renner sehen in ihr jedoch lediglich die Fortsetzung der Popkultur mit anderen Mitteln. Wer wie ein Großteil des Bildungsbürgertums Pop nicht verstanden hat, so ihr Credo, wird auch ratlos vor den Entwicklungen des Internetzeitalters stehen.Kai-Hinrich Renner ist Medienjournalist, sein Bruder Tim Medienunternehmer. Als Betroffene der so genannten digitalen Revolution nehmen sie ihren Lesern die Angst vor dem Online-Zeitalter und erklären, wohin die Reise geht. Anhand ihrer eigenen popkulturellen Sozialisation beschreiben sie, warum die Entwicklung logischerweise zur Kultur der Downloads und Blogs führen musste. Die Welt des digitalen Netzes verliert vor diesem Hintergrund ihre Unberechenbarkeit. Renner und Renner mahnen nicht, sondern zeigen Möglichkeiten auf. Denn: Digital ist besser.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Beim Buchtitel war ich erst etwas skeptisch, als sich dann das Buch aber zu einer sehr persönlichen Geschichte der Brüder Renner entwickelte, war ich begeistert vom Buch. Es nahm mich, der ich zwar ein paar Jahre später als die beiden Brüder geboren wurde, mit auf eine Zeitreise: die vielen Stunden, die wir vor dem Radio verbracht haben, mit den Fingern gleichzeitig auf Play und Record, um die besten Songs aus den Charts aufzunehmen, jeden Samstag vor dem Fernseher und Formel 1 geschaut, dann die ersten CDs und so nach und nach die Schallplatten ersetzt, bis in die heutige Zeit, in der das Internet nicht mehr wegzudenken ist.

So ganz nebenbei gelingt es den Autoren, die dramatischen Umbrüche in den Medien in den letzen Jahrzehnten nachzuzeichnen und deren Zukunft zu prognostizieren. Das dabei kein Stein auf dem anderen bleiben wird, das merken inzwischen viele Menschen und die Digital Natives haben das längst gemerkt und praktizieren das auch. Für mich ein spannendes Buch, das sich sehr leicht liest.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leben mit Pop 27. Mai 2011
Von Biberkopf
Format:Gebundene Ausgabe
"Leben mit Pop" könnte das Buch auch heißen, aber das würde eher die Methode der Gebrüder Renner beschreiben als deren Schlußfolgerungen. "Leben mit Pop" bezeichnet nämlich den autobiographischen Teil des Buches, in dem eine Kollision der popaffinen Jugend mit der bildungsbürgerlichen Elterngeneration beschrieben wird. Und eine ähnliche Kollision meinen die Brüder in der aufgeregten Diskussion um die Digitalisierung der Medien zu erkennen. Womit sie gar nicht mal so unrecht haben, im Gegenteil: Der Vergleich überzeugt. Heraus kommt die Erkenntnis - so der Titel des Vorgängers - "Kinder, der Tod ist gar nicht so schlimm", will heißen: Alles nur halb so wild. Aber diesmal geht es nicht um die Musikindustrie (die nach wie vor danieder liegt) sondern um eine umfassendere Vision des digitalen Alltags.

Wer ohnehin im Netz lebt, wird manche Argumente vielleicht überflüssig bzw. selbstverständlich finden. Aber der Rückblick auf 40 Jahre Popsozialisation in Deutschland ist auch so lesenswert. Denn die Renners schreiben flott und argumentieren bündig. Es liest sich wie eine Mischung aus "Generation Golf" und einer Erdwiderung auf Schirrmachers "Payback" (überhaupt kriegt Schirrmacher öfter sein Fett weg - ein absoluter Pluspunkt!). Es ist dies vielleicht nicht das einzige Buch, was man je zum Thema lesen sollte, aber ein wertvoller Beitrag, der etwas Perspektive gibt und dazu anregt, nicht alles immer gleich so tragisch zu nehmen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn ich die Einleitung richtig begriffen habe, verstehen die Autoren unter "digital" die Reduzierung von Informationen auf Datencodes. Aber eine solche Definition ist natürlich auch deshalb nicht befriedigend, weil damit automatisch die Meinung entstehen könnte, analoge Informationsvermittlung würde nicht auf Datencodes basieren. Aber es könnte den ganzen Streit um gute und böse Medien entkrampfen, wenn man sich unter den Beteiligten wenigsten einig wäre, worüber sie sich die Köpfe einschlagen. Die gleiche Unterlassungssünde begeht nämlich auch der Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher, der mit seinem Bestseller "Payback" die Computer dämonisiert und die computerisierten Menschen vor dem Untergang retten will. Offenbar geht es bei der ganzen Auseinandersetzung vor allem um einen Kampf für oder gegen die Computer und das Internet.

Der Medienjournalist Kai-Hinrich Renner und sein Bruder Tim Renner nannten ihr gemeinsam verfasstes Buch nach einem Album, das Tocotronic 1995 herausbrachten. Also lassen wir den unglücklichen Titel und widmen uns dem Inhalt. Im ersten Teil wird die Digitalisierung als Fortsetzung der Popkultur mit anderen Mitteln gesehen. Und dieser Evolution versuchten die Autoren aufgrund eigener Lebensgeschichten auf die Spur zu kommen. Dieses Konzept macht die Lektüre unterhaltsam und führt den Leser in seine eigene Kindheit oder Jugend zurück. Objekt wie der Braun'sche Schneewittchensarg, Spulentonbandgeräte, Kassettenrecorder und Super-8-Kameras kommen ebenso zu einem Revival wie bekannte Fernsehserien, synoptische Weltgeschichten oder Pflichtlektüren aus dem Schulunterricht. Und trauert man solchen Dingen oder Medienträger vielleicht noch nach, ist man bei der Erwähnung damaliger Zeitschriften froh, dass diese langweiligen Infopakete auf dem Schuttablageplatz der Zeit landeten.

Ab dem sechsten Kapitel greift die Moral stärker ins Geschehen ein. Denn auf dem Programm stehen Urheberrechtsverletzungen und der Wertekanon des Bildungsbürgertums. Bei jedem Kapitel steht übrigens das Kürzel des Renners, der für den Inhalt verantwortlich zeichnet. Daher ist die Verwendung der Ich-Form auch legitim. Dramaturgisch sind die einzelnen Kapitel geschickt aufgebaut. Denn kaum trauert der Leser einem analogen Medium nach, werden die Vorteile der digitalen Alternative ins Feld geführt.
Da die beiden Autoren die These vertreten, die neuen Medien und ihre Möglichkeiten würden die Demokratisierung der Gesellschaft fördern, kommen natürlich auch immer politische Themen zur Sprache. So wird begrüßt, dass der Kampf um die Programmhoheit nicht mehr mit den alten Waffen gewonnen werden kann. Bei den Ausführungen über Kopie und Original habe ich mich allerdings gefragt, wie die beiden Autoren reagieren würden, wenn man ihre Werke ohne Zustimmung verwertet, vervielfältigt, übersetzt, einspeichert und kopiert. Wer den Untergang der Medienriesen begrüßt, darf sich nicht über hohe Preise für Konzerttickets und das wilde Merchandising beklagen.

Nach der Evolution folgt im zweiten Teil die Revolution, die mit dem Untertitel "Wenn die Masse Medien macht, machen Massenmedien keinen Sinn" eingeläutet wird. Auch wenn oder gerade weil ich den Autoren in den meisten Punkten zustimme, störten mich unnötige Seitenhiebe gegen Andersgläubige. Denn damit begeben sich Renner und Renner oft auf das gleiche Niveau wie Schirrmacher, der so etwas wie ihr ständiges Feindbild ist. Erneut geht es auch bei der Revolution um Kontrollverlust, die neuen Rollen der Konsumenten und andere Wettbewerbsformen. Aber die Aufforderung an alte Platzhirsche, einfach das bessere Angebot zu machen, greift zu kurz, um die illegale Konkurrenz zu legitimieren. Und wer behauptet, Innovationen im Fernsehen würden nur von den Privaten ausgehen, schaut offenbar nicht genau hin. Ob das iPad die Hoffnungen der Medienmacher erfüllen wird, wird zeigen. Doch von einem Ende des Herrschaftswissen zu sprechen, wenn man das Gebaren von Google und den expansiven Drang von Mark Zuckerberg kennt, scheint mir doch etwas naiv. Als nicht betroffener interessierte mich die Diskussion um Gebührenverteilung und Gamewelten wenig. Mehr Aufmerksamkeit schenkte ich dafür dem dritten Kapitel "Konklusionen", in dem jedoch vieles wiederholt wird und große Überraschungen daher ausbleiben.

Mein Fazit: Müsste ich den Schlagabtausch zwischen dem Kulturpessimisten Frank Schirrmacher und dem digitalgläubigem Bruderpaar Renner bewerten, so würde ich für einen klaren Punktesieg der Renners plädieren. Und das gelang ihnen nicht nur, weil sie jünger und zu zweit sind, sondern weil sie mit ihrem Stil die bessere Figur machen und ihr Repertoire an Argumenten größer und überzeugender ist. Für eine Fünfsternebewertung hat es trotzdem nicht gereicht.
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