Kurzbeschreibung
Das mosaische Gesetz ist für viele Menschen ein Synonym für das Alte Testament, denn es nimmt nicht nur einen großen Teil der fünf Bücher Mose ein, sondern war auch der bestimmende Faktor der Geschichte des Volkes Israel.
Es ist somit nicht verwunderlich, daß gerade das Gesetz und die Forderung nach seiner strikten Einhaltung das Bild geprägt haben, das heute im allgemeinen von Gott und der Bibel besteht. Jesus jedoch sagte: "...wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen." Deshalb soll das Gesetz anhand des im Neuen Testament geoffenbarten Charakters Gottes betrachtet werden.
Auf diese Weise eröffnet der Blick auf die heilsgeschichtlich bedeutsamen Ereignisse in der Vergangenheit Israels die Einsicht in ein reiches Spektrum an Bildern und Symbolen, durch die das mosaische Gesetz auf das Leben im neuen Bund hinweist.
Band 2 dieser Studienreihe beschäftigt sich mit der Zeit Abrahams - über Mose und die Propheten - bis hin zur Zeit Jesu. Er greift den "roten Faden" des Heilsplans Gottes aus Band 1 auf, der sich mit der Schöpfung bis hin zu Abraham befaßte.
Der Autor über sein Buch
Der Schlüssel zum Alten Testament liegt nicht so sehr im detaillierten Verständnis der einzelnen Gesetze, sondern vielmehr in dem Plan Gottes als Ganzem, der mit der Offenbarung Seines Sohnes als Mensch fortgesetzt wurde. Wir müssen den geistlichen und zeitlichen Rahmen des Gesetzes kennen, bevor wir verstehen können, welche Bedeutung es für uns hat.
Diese Studie ist keine lückenlose Aufzählung aller Gebote oder prophetischen Aussagen, sondern sie soll dem Leser eine Übersicht der bedeutsamen Ereignisse aus der Vergangenheit des Volkes Israel vermitteln. Die reiche Bildersprache und Symbolik deutet in vielerlei Hinsicht auf unser Leben als Christen unter dem neuen Bund. Fragen nach der Gültigkeit und Relevanz biblischer Aussagen für unsere moderne Gesellschaft werden aufgeworfen und stellen den Leser vor eine Entscheidung.
Wenn es die Aufgabe des Gesetzes war, ein Volk für Gott zu bewahren, bis der Messias schließlich käme, und eine Reihe von Gesetzen durch ihre Vorläufigkeit auf das Eigentliche hinwiesen, sollten wir nicht versäumen, unser Leben zu überprüfen, ob wir Christus Raum gemacht haben. Es wäre sinnlos, das Alte Testament zu erforschen, um zu dem Schluß zu kommen, daß es geschichtlich, prophetisch und bildhaft auf Jesus hinweist, und Ihn dann nicht als Herrn und Erretter anzunehmen. Erst diese Lebensübergabe versetzt uns in den Zustand, den Gott allen Menschen seit dem Sündenfall schenken wollte: Die Gewißheit der Errettung, des Angenommenseins bei Gott und das beständige Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben.