Daniel Deronda basiert auf dem Roman George Eliots von 1876. Angesiedelt im Victorianischen England erzählt die TV-Adaption von 2002 die Geschichte des jungen Daniel Deronda (Hugh Dancy)parallel zu der Gwendolen Harleths (Romola Garai).
Deronda, ein junger Mann, der als Ziehsohn des wohlhabenden Sir Hugo Mallinger aufwächst und sich über seine Herkunft im unklaren ist, ist hilfsbereit und auf der Suche nach einer Aufgabe, die ihn ausfüllt. Auf einer Reise nach Deutschland trifft er die strahlend schöne Gwendolen Harleth, verwöhnte Tochter eines Hauses, das nicht die finanziellen Ressourcen bietet, um ihre Extravaganzen zu finanzieren. Das Aufeinandertreffen der beiden ist kurz, hinterlässt aber tieferen Eindruck. Während sie all ihr Vermögen im Spielkasino verliert, steht ihre Familie vor dem Ruin, und sie sieht sich gezwungen, den reichen aber unangenehmen Sir Grandcourt zu heiraten, nicht zuletzt auch, um der drohenden Berufstätigkeit als Gouverness zu entgehen. Zwar gibt sie ihm auf sein erstes Angebot einen Korb, nachdem sie seiner Geliebten, die sieben Kinder von ihm hat, geschworen hat, deren Sohn nicht durch eine Heirat um sein Erbe zu bringen, lässt sich dann aber doch in Furcht vor der Einbusse ihrer Bequemlichkeiten auf die Ehe ein, die sich fortan ob Sir Grandcourts Sadismus sehr unglücklich gestaltet.
Daniel Deronda indes rettet die junge Jüdin Mirah (Jodhi May)vor dem Tod, als sie sich zu ertränken versucht. Er bringt das Mädchen in der Familie seines Freundes Kurt unter, und hilft ihr bei der Suche nach ihrer Mutter, von der sie vom eigenen Vater entführt wurde. Die Suche und Zuneigung zu Mirah führt ihn in die jüdische Gemeinde, und er lernt dort Mordecai kennen, den selbsternannten Anführer einer Zionistischen Bewegung, der ihn für einen der ihren hält und von seiner Mission zu überzeugen versucht.
Im Verlauf der Geschichte kreuzen sich die Wege von Deronda und Gwendolen immer wieder, und sie macht ihn zu ihrem Vertrauten in ihrem Unglück, in dem sie charaktergemäss sehr um sich selbst kreist. Deronda jedoch findet nicht nur die Wahrheit über seine Familie heraus, sondern auch, wem sein Herz wirklich gehört, und am Ende der Geschichte findet jeder seine Bestimmung oder zumindestens Leuterung des Charakters, wenn schon nicht Glück.
Die emotionalen Verwirrungen der Haupt- und Nebenfiguren, die ebenso passend besetzt sind wie Deronda und Gwendolen, sind von Andrew Davies zu sehr sehenswerten 3 Stunden Spielzeit in typischer BBC-Manier adaptiert worden, der schon mit Middelmarch, Brideshead Revisited und Sense and Sensibility Bravourstücke abgeliefert hat.
Wehmutstropfen: Leider ist diese DVD nur als Import zu bekommen, und wenn man nicht die Möglichkeiten hat, die Abspieloptionen anzupassen, ist diese DVD eventuell nicht abspielbar. Diese scheint zwar -Region 2 zu sein, ich habe sie nur in Region 1 Format bekommen können.