Neugierig geworden durch den bundesweiten Start von vielen neuen Programmen für Digitalradio um den ersten August herum und auch durch die Aufschaltung von einer ganzen Menge von ARD-Radioprogrammen ins Digitalradio - in den Zeitungen war ja genug davon zu lesen - habe ich mir das Dual 43 bestellt. Außerdem habe ich in meiner Wohnung mehrere Ecken und Stellen, in denen es mit dem UKW-Empfang per Antenne arg hapert. Das Digitalradio sollte hier Abhilfe schaffen.
Die Lieferung durch Amazon dauerte diesmal länger als gewohnt - die über eine Woche Wartezeit hat keinen Spaß gemacht.
Das digitale Radiogerät selbst hat mich (fast) auf der ganzen Linie überzeugt. Etwas kleiner geraten als erwartet - die Bilder im Internet täuschen doch immer ein wenig mehr Volumen und Größe vor - kommen aus dem Radio mehr als passable Töne. Egal, ob Rock- und Popmusik, Klassik oder Wortprogramme, die beiden Lautsprecher reichen für Küche, Bad, Keller oder Garage absolut aus. Wie beim neuen Digitalradio nicht anders zu erwarten, ist der Klang glasklar. Kein Rauschen oder Bratzeln wie bei UKW mehr, kein Verschwinden der Sender und dergleichen Ärgernisse. Beim ersten Einschalten sortieren sich die Sender automatisch, das von UKW bekannte und nervige Suchen und Sortieren der Sender entfällt. Ich habe dem Dual -Empfänger dann mehrmals einen weiteren, neuen Suchlauf abverlangt, den er in wenigen Sekunden klaglos abgeliefert hat.
Gut, das blau schimmernde Display hätte etwas größer ausfallen können, aber bei dem Preissegment sollte man keine Wunder erwarten. Ablesen kann man die dort mitlaufenden zusätzlichen Informationen recht ordentlich. Angezeigt werden vor allem bei den Programmen der Öffentlich-Rechtlichen eine Menge neuer Informationen, die man sonst vom Radio nicht kennt. Titel, Sänger oder der kurze Inhalt von Beiträgen mit viel Wort.
Sehr erfreut war ich, als beim Sendersuchlauf z.B. in Sachsen-Anhalt sage und schreibe 27 Digitalradio-Programme gefunden wurden. Die Durststrecke, als es kaum ein paar neue digitale Programme gab, scheint endlich überwunden zu sein. Sicher wird das in anderen Teilen des Landes anders sein, aber der Blick in diverse Internet-Seiten zeigt, dass Digitalradio ziemlich viele Gebiete Deutschlands erfasst.
Ein paar Kleinigkeiten, die aber absolut nicht schlimm ins Gewicht fallen, habe ich dennoch zu bemängeln. Die schwarze, klavierlack-ähnliche Öberfläche des Dual 43 zeigt allzu deutlich jegliche Fingerabdrücke. Der Wechsel zwischen zwei Digitalradio-Sendern dauert mir einen Tick zu lange. Und der Mechanik des CD-Laufwerkes und des Deckels traue ich keine allzu lange Lebenszeit zu.
Zu erwähnen ist noch - das Gerät kann selbstverständlich auch UKW. Doch angesichts der vielen Digitalprogramme werde ich das kaum mehr nutzen. Sehr gut finde ich auch die weiteren Anschlussmöglichkeiten des Dual-Gerätes für USB und SD-Card. Ohne Probleme, ich habe mir mal den Spaß gemacht, hat der Empfänger über 250 Musiktitel aufgelistet, die ich auf einen 16-GB-USB-Stick gepackt hatte. Respekt.
Fazit: Für ein Gerät, das um die 100.- kostet eine Menge von sehr überzeugenden Eigenschaften, bei denen es sich mehr als lohnt, auf Digitalradio umzusteigen. Meine anderen UKW-Radios werde ich dennoch nicht wegwerfen....!