Den meisten Zuschauern ist wohl leider nicht aufgefallen, dass dieser Film sich nicht ernst nimmt und auch nicht ernst genommen werden will. Und damit ist es eine wunderbare Umsetzung des Spiels DOA geworden, da auch die Spiele nie etwas anderes sein wollten als ein Fun Prügler.
Der Film besitzt in der Tat kaum eine Story und auch hier gilt das Gleiche für die Spiele, deren Stories hahnebüchend sind. Was bleibt sind jede Menge Kämpfe - und die wurden klasse umgesetzt - und schöne Frauen und auch hier haben die Filmemacher ein gutes Händchen bewiesen. Wenn man ehrlich ist, besitzt der Film sogar mehr Handlung als alle DOA Spiele zusammen.
Dass der Film sich nicht ernst nimmt, sollte jeder Zuschauer nach ca. 5 Minuten erkannt haben, wenn Prinzessin Kasumi salopp von ihrer Festung in den Abgrund springt und unter der Kleidung einen Flugdrachen versteckt hat.
Herrlich sind auch die Szenen zwischen Tina Armstrong und ihrem Vater Brass, oder dass es sogar eine DOA Xtreme Beachvolleyball Szene gibt.
Im Gegensatz zu DOA hatten sich die Verfilmungen von Mortal Kombat und Street Fighter ernst genommen und das war ihr Verhängnis. Wer ein spaßigen, selbstironischen Popcorn Film mit tollen Kämpfen und schönen Frauen sehen will, der kann hier ruhig zugreifen, oder sich den Film vor dem Kauf mal probeweise ausleihen. Wer auf dichte Handlung steht, lässt besser die Finger davon. Wie ein DOA Fan sowas erwarten kann, verstehe ich allerdings nicht.
Wer den Film mochte, sollte sich auf jeden Fall auch die geschnittenen Szenen anschauen, die sehr amüsant sind. Hoffentlich werden sie später mal in einem Director's Cut wieder eingefügt.
Mein einziger Kritikpunkt:
Leider wurden die Charaktere teilweise nicht sehr gut umgesetzt. Zum Beispiel ist Christie als gefühllose Auftragsmörderin viel zu nett und auf die Idee, dass Helena eine französische Opernsängerin ist, wird wohl niemand kommen, der die Spiele nicht kennt. Da hätte man vielleicht eher Lei Fang eine größere Rolle spielen lassen oder Hitomi überhaupt mal einen Auftritt gönnen sollen, anstelle Christies Charakter für den Film anzupassen. Aber das ist meines Erachtens zu verschmerzen.