Wenn ich als Videospieler DOA höre, denke ich spontan an Dead or Alive". Allerdings hat der Thriller nix mit dem Prügler zu tun. Viel mehr steht die Abkürzung für Dead on Arrival" und drückt genau das aus, worum es in der Handlung des Filmes geht: Dem Mord bei Ankunft.
So trifft der Englisch-Professor Dexter Cornell (Dennis Quaid) verstört und kraftlos an einer Polizeistation ein und erzählt den Polizeibeamten die Geschehnisse der vergangenen Stunden. Er wurde vergiftet und versucht trotz der Hoffnungslosigkeit, in seinen letzten Momenten des Lebens seinen Mörder zu entlarven und zu verstehen, wie alles passiert ist und warum. Und so wird der Zuschauer in zwei Nächte entführt, in denen einige Menschen ihr Leben lassen müsssen...
Der Film ist mit Dennis Quaid und Meg Ryan, die hier eine seiner Studentinnen spielt, sehr gut besetzt und auch die anderen Darsteller wissen in ihren Rollen zu gefallen. Er ist echt atmosphärisch in Szene gesetzt. So zeigt sich der Anfang bzw. das Ende in schwarz-weiß. Der Zuschauer möchte genauso wie Hauptfigur Licht ins Dunkel bringen. Allerdings macht der Film leider einen großen dramaturgischen Fehler, den auch andere bereits gemacht haben: Er nimmt einen Teil der Handlung vorweg. So findet die Handlung durch die Erzählung des sterbenden Professors statt und als Zuschauer weiß man daher ganz genau, dass er wohl kaum innerhalb der Geschichte sterben kann. Dadurch erledigen sich die Momente, in denen er in Gefahr gerät - inkl. des Showdowns - quasi von selbst. Sehr schade wie ich finde. Hätte man darauf verzichtet, wäre der Film noch spannender geworden. Aber auch so ist der Thriller echt sehenswert!