Ich brauchte für einen gebraucht erworbenen Nadeldrucker einen Printserver. Zuerst ging ich nach Preis und holte mir ein billiges Gerät für unter 30 Euro. Mit diesem gelang es mir allerdings nicht, mit dem Drucker sinvoll zu Drucken, es kamen wirre Zeichen und Zeilenvorschübe.
Bei der Internet-Recherche stolperte ich dann desöfteren über den D-Link DP-301+. Er hat eine Kompatiblitätsliste, auf welcher auch Nadeldrucker verzeichnet sind. Daneben gibt es von D-Link den Tipp, bei Druckern, die am Printserver wirr reagieren, die Geschwindigkeit des Druckerports auf "Low" zu stellen. Diese Möglichkeit gibt es bei diesem Gerät, im Gegensatz zum Billigprintserver (in den von mir getesteten Firmwareversionen). Also habe ich mir dann den D-link geholt, die Portgeschwindigkeit auf Low gesetzt und seitdem läuft alles wie gedacht. Auch werden die Druckaufträge schneller verarbeitet, bzw. reagiert der Drucker schneller nach einem erteilten Druckauftrag. Der Billigserver nahm sich hier eine längere Gedenkpause.
Bei der Konfiguration übers Webinterface werden im Quickstart-Handbuch keine Zugangsdaten genannt. Standardbenutzer ist bei mir <Admin>, Passwort leer (musste ich raten). Alternativ lässt sich der Server auch über Telnet ansprechen (Passwort ebenfalls leer bzw. Enter). Aufgund der Möglichkeit, die Port-Geschwindigkeit zu drosseln, würde ich dieses Gerät vor allem für Drucker empfehlen,welche älter als 15 - 20 Jahre sind. Für jüngere Drucker müssten auch billigere Printserver funktionieren.
Für die Passwort-Raterei zieh ich mal 0,2 ab, allerdings reicht es dann noch für 5 Sterne.
Offiziell soll man sowieso die Software auf CD nutzen, das habe ich allerdings nicht getan. Wahrscheinlich stehen die Zugangsdaten dort in der Anleitung-PDF, allerdings könnten diese Angaben durchaus in das Quickstart-Manual gedruckt werden, in dem es sogar einen Abschnitt über Konfiguration ohne CD gibt...