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D, Bd. 1: Lord Faureston
 
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D, Bd. 1: Lord Faureston [Gebundene Ausgabe]

Alain Ayroles , Bruno Maïorana , Tanja Krämling
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 62 Seiten
  • Verlag: Splitter; Auflage: 1., Auflage (15. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868691529
  • ISBN-13: 978-3868691528
  • Größe und/oder Gewicht: 32,2 x 23 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 753.494 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach der Rückkehr von einer Expedition besucht der Forscher Richard Drake regelmäßig die Clubs und Ballsäle der feinen viktorianischen Gesellschaft. Dort verliebt er sich in Miss Catherine Lacombe, eine charmante Lady von äußerst energischem Charakter. Auch der verführerische Lord Faureston hat ein Auge auf die junge Frau geworfen, doch den finsteren Dandy umgibt eine geheimnisvolle Aura. Sollte Catherine in Gefahr sein? Zumindest Mister Jones ist davon überzeugt, ein obskurer Bankangestellter, der im Schutz der Nacht als Vampirjäger unterwegs ist! Das Warten hat ein Ende - das Erfolgsduo Ayrolles / Maïorana (»Garulfo«) beschert uns eine neue Serie voller Witz, Fabulierlust und Spannung.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sandra Wiegratz (Media-Mania) TOP 500 REZENSENT
Tatsächlich handelt es sich hier um eine Vampirgeschichte, jedoch ist schnell ersichtlich, dass die Autoren sich dem klassischen Vampir-Thema widmen und die Figur des Blutsaugers nicht verklären. Die Wahl des Serientitels "D" könnte sogar auf die Grundlage aller Vampirgeschichten zurückgehen: Dracula. Ob sich diese Vermutung bestätigt, wird aber erst mit Erscheinen der zwei Folgebände geklärt sein. Im ersten Band zumindest ist noch keinesfalls klar erkennbar, woher der Vampir kommt und warum er sich überhaupt in London aufhält.

Im Vordergrund der Story stehen zunächst der draufgängerische und etwas grobe Forscher Richard Drake und seine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in London. Eigentlich möchte er London sofort wieder verlassen, doch ihm fehlt das Geld, um eine weitere Forschungsreise zu finanzieren und so verbringt er seine Zeit unter anderem auch unter potentiellen Geldgebern. Maïorana gelingt es mit seinen Zeichnungen fabelhaft, die passende Atmosphäre in den Ballsälen und Opiumhöhlen Londons heraufzubeschwören. Häufig wirken die Gesichter von Menschen, die nicht im Vordergrund der Geschichte stehen, etwas grotesk und überzogen. Nicht jeder wird sich mit diesen Darstellungen anfreunden können. Die Gesichtszüge der Hauptfiguren sind in den meisten Fällen menschlicher, während diese Aussage aber für den Vampir nicht ganz zutreffen kann. Es gibt größtenteils kleinere Panels, von denen immer mehrere auf einer Seite zu finden sind. Seitenfüllende Zeichnungen sind nicht enthalten, fehlen aber auch nicht, um einen positiven Gesamteindruck zu erhalten. Maïoranas Bilder sind vollgepackt; die Enge, die Fülle an Menschen, die sich bei einem gesellschaftlichen Anlass oder in einem Rauchsalon treffen, kann man anhand seiner Zeichnungen sehr gut nachvollziehen.
Leprévosts Kolorierung unterstreicht die verschiedenen Umgebungen durch warme Töne für die großen Gesellschaften und nachtblaue und graue Töne für Szenen, in denen der Vampir und die Nacht im Vordergrund stehen. Hat Leprévost doch der Geschichte eindeutig "Leben" hinzugefügt und offensichtlich einen großen Anteil am Gesamtwerk, wird er doch nicht zusammen mit dem Zeichner und Texter im Innenteil genannt. Alle Texte sind wie üblich handgelettert und gut lesbar, nur wenige Panels kommen ohne Text aus. Einige Teile des Comics leben vom Text Ayroles, andere wiederum von den Zeichnungen - es ergibt sich hier ein ausgewogener Mix.

Obwohl es sich um ein klassisches Thema handelt, das schon haufenweise Umsetzungen erfahren hat, bleibt die Story spannend und bekommt durch den ungewöhnlichen Charakter des Richard Drake eine abenteuerliche und recht unkonventionelle Komponente. Der Leser darf gespannt sein, wo die nächsten Bände ihn hinführen werden. Erscheinungstermine für den zweiten und dritten Band sind noch nicht bekannt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein fulminanter Serienauftakt 21. September 2010
Von FlyingStyle TOP 1000 REZENSENT
Richard Drake hat bereits zahlreiche Länder bereist, um die dortigen Sitten und Gebräuche zu erforschen. Er hat sogar ein Buch über die in der viktorianischen Gesellschaft als "Wilde" bezeichneten Eingeborenen geschrieben. Doch als er auf einem Ball Miss Catherine Lacombe im Garten sieht, trifft er auf eine ganz andere Wildheit. Über sie gebeugt und mit einem Pfahl bewaffnet stellt er nämlich Mister Jones, der sich selbst als Vampirjäger ausgibt. Drake kann den Mann gerade eben noch daran hindern, der jungen Frau Gewalt anzutun und stellt ihn anschließend zur Rede. Dabei stellt sich heraus, das Jones gar nicht Catherine, sondern Lord Faureston gefolgt ist. Dieser Dandy hatte sich mit ihr ein stilles Plätzchen für eine etwas privatere Zusammenkunft gesucht. Mister Jones weiß zu zu berichten, dass Faureston nicht nur unsittliche, sondern auch unchristliche Absichten hegte, schließlich sei er ein Vampir.

Für Richard Drake klingt die ganze Geschichte nicht sehr glaubwürdig und er fragt sich, was der ansonsten eher unscheinbare Bankangestellte Jones im Schilde führt. Jedoch muss er bald erkennen, dass dessen Wissen mehr Wahrheiten enthält, als dem Forscher lieb ist. Es häufen sich die seltsamen Zufälle und letztendlich steht Drake dem vermeintlichen Lord und Blutsauger sogar persönlich gegenüber und er muss die Wahrheit über seine Natur erkennen. Die Jagd beginnt.

"D" ist ein Comic, der sich sehr stark an Bram Stokers Herangehensweise an das Thema des Vampirs orientiert. Nicht zuletzt das D wie Dracula ist eine Hommage an den Altmeister des romantischen Vampirromans. Es tauchen zahlreiche Szenen auf, die sehr an "Dracula" erinnern und direkt aus diesem Roman-Kontext zu stammen scheinen. Trotzdem handelt es sich um eine komplett eigenständige Geschichte, die nur oberflächliche Parallelen aufweist. Dabei ist die Geschichte, die in "D" erzählt wird, keineswegs so verklärt, wie man das von der aktuellen Schwämme an so genannten "Romantasy"-Romanen gewohnt ist. Der Vampir ist hier ganz klar ein Monster und kein unverstandenes Wesen.

Mit Richard Drake haben sich die Macher des Comics einen starken Protagonisten gesucht, der die perfekte Heldenrolle spielt. Er ist unsterblich verliebt, hat gerade seine Investoren für die nächste geplante Expedition verloren und muss sich nun auch noch mit dem Übernatürlichen auseinandersetzen. Das alles gibt den perfekten Ausgangspunkt für intensive Gefühlswelten. Dabei macht der Charakter Wandlungen von aggressiv, wütend und voller Zorn bis hin zu freundlich und charmant durch. Wie auch bei Bram Stoker steht mit ihm nicht der Vampir im Vordergrund, sondern sein Widersacher. Catherine Lacombe nimmt auf der Seite der Damenwelt die Rolle der begehrten Liebhaberin ein.

Zeichnerisch wurde die Geschichte gut in Szene gesetzt. Sie ist trotz einer insgesamt eher gesetzten Farbgebung in Braun- oder Blautönen durchaus farbenfroh. Besonders gelungen ist der optische Transport von Musik. Es gibt gleich zwei Szenen, in denen klassische Musik eine große Rolle spielt, eine sehr pompöse auf einem Ball, eine andere in eher beschaulichem Umfeld an einem Klavier. Dem Zeichner Bruno Maïorana ist es hier mit einigen zeichnerischen Kniffen tatsächlich gelungen, das Gefühl der Musik geradewegs zum Leser zu transportieren, so dass man sie fast zu hören glaubt. Auffällig sind außerdem die oft sehr dicken Außenlinien der einzelnen Figuren, die man bei so realistischen Zeichnungen nicht unbedingt erwartet hätte, die aber für eine starke Kontrastierung zum Hintergrund sorgen und somit die Charaktere zusätzlich in den Fokus rücken.

Insgesamt ist "Lord Faureston" ein absolut gelungener Auftakt zur Serie "D". Es gibt starke Charaktere und großartige Zeichnungen. Jedem Fan des klassischen Dracula-Romans von Bram Stoker dürfte diese gezeichnete Hommage gefallen, aber auch Freunde des Vampir-Genres generell dürften auf den Geschmack an der spannenden Geschichte kommen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dracula lässt schön grüßen 9. September 2010
Von Jameson
Drake, ein Abenteurer, sucht in London Clubs und Empfänge auf. Dort betört er die Frauenwelt. Dabei lernt er eine Lady kennen und lieben, an der aber auch der geheimnisvolle Lord Faureston interessiert ist. Drake trifft auf Mr. Jones, der sich als Vampirjäger ausgibt. Zunächst ist Drake hierüber amüsiert, aber er muss erkennen, dass die Welt nicht so ist wie er glaubt.
Neben einer herrlichen Parodie auf den oberflächlichen und egozentrischen Adel Londons lehnt sich diese Story bewusst und gekonnt an Bram Stokers Dracula an und setzt doch auch eigene Akzente. Besonders beeindruckend ist die atmosphärische Dichte dieser Story sowie das Artwork, dass sich eng an der Story ausrichtet.
Bram Stoker hätte auf jeden Fall seinen Spaß an dieser Story.
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